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Excel: Alle Dateinamen aus einem Festplattenverzeichnis importieren

12.05.2020 | 10:03 Uhr | Roland Freist

Manche Anwender verwalten ihre Musikdateien, Fotos oder andere Files mit Excel. Bei unüberschaubaren Mengen von tausenden Dateien ist jedoch allein schon die Übernahme der Dateinamen eine langwierige Aufgabe. Doch Sie können sich die Arbeit erleichtern.

Öffnen Sie die Eingabeaufforderung von Windows, und steuern Sie den Ordner an, in dem Sie die Dateien gespeichert haben. Tippen Sie nun folgenden Befehl ein: „dir /b /a-d –› dateiliste. txt“. Der alte DOS-Befehl „dir“ listet den gesamten Inhalt eines Verzeichnisses auf. Mit dem Schalter „/b“ beschränken Sie die Darstellung auf die Dateinamen; weitere Anzeigen wie Überschrift, Erstellungsdatum oder Uhrzeit entfallen. Der Schalter „a-d“ bewirkt, dass keine Unterverzeichnisse angezeigt werden. Mit „ –› dateiliste. txt“ schließlich erzeugen Sie in diesem Verzeichnis eine Textdatei mit Namen dateiliste.txt, in welche der dir-Befehl die Liste der Dateinamen einträgt.

Starten Sie nun Excel und gehen Sie auf „Datei –› Öffnen“. Klicken Sie auf „Durchsuchen“, und stellen Sie im nächsten Fenster rechts unten im Drop-down- Menü „Textdateien (*.prn, *.txt, *.csv)“ ein. Steuern Sie den Ordner an, in dem die Dateien liegen, deren Namen Sie importieren wollen, und öffnen Sie das File dateiliste.txt.  

Mit einem Trick aus DOS-Zeiten können Sie die Liste der Dateien eines Verzeichnisses in Excel importieren und dabei sogar die Dateinamen untergliedern.
Vergrößern Mit einem Trick aus DOS-Zeiten können Sie die Liste der Dateien eines Verzeichnisses in Excel importieren und dabei sogar die Dateinamen untergliedern.

Excel ruft nun den Textkonvertierungsassistenten zu Hilfe. Achten Sie darauf, dass die Option „Getrennt“ markiert ist, und stellen Sie neben „Dateiursprung“ eventuell „852 : Mitteleuropäisch (DOS)“ ein, damit Sonderzeichen in den Dateinamen richtig dargestellt werden. Klicken Sie auf „Weiter“. 

Im zweiten Schritt des Assistenten können Sie falls gewünscht die Dateinamen untergliedern, so dass Excel sie mehreren Spalten zuordnet. Wenn Sie beispielsweise die Namen in eine Spalte und die durch einen Punkt gekennzeichneten Dateiendungen in eine zweite Spalte übernehmen möchten, löschen Sie das Häkchen vor „Tabstopp“, setzen ein neues vor „Andere“ und geben in das Feld daneben einen Punkt („.“) ein. Bei MP3-Dateien, bei denen Interpret und Titel im Dateinamen häufig durch einen Bindestrich („-“) getrennt sind, könnten Sie diesen Strich als Kennzeichen für eine Trennung des Dateinamens eingeben. Die Tabellenkalkulation zeigt Ihnen im Fenster „Datenvorschau“ sofort an, welche Wirkung Ihre Einstellungen haben. Im dritten Schritt definieren Sie das Datenformat für die einzelnen Spalten. Dazu markieren Sie die Spalten in der Vorschau und wählen oben das gewünschte Format aus. 

Beim Import von Dateinamen können Sie es jedoch in der Regel bei der Voreinstellung „Standard“ belassen. Nach einem Klick auf „Fertig stellen“ übernimmt Excel die Einträge in Ihrer Dateiliste in sein Tabellenblatt. 

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