2578902

Diese Hardware brauchen Sie für virtuelle Maschinen

19.04.2021 | 09:04 Uhr |

Virtuelle Maschinen (VMs) kommen mittlerweile auch bei zahlreichen Privatanwendern zum Einsatz. Der Grund: In diesen abgekapselten Umgebungen lassen sich andere Betriebssysteme, Programme oder weitere, eher riskantere Dinge gefahrlos ausprobieren. Denn schließlich handelt es sich bei einer VM lediglich um eine Abbildung eines funktionierenden Rechners. Der Host-Rechner selbst bleibt unberührt und deshalb ungefährdet vom Ausgang solcher Experimente. Damit eine VM zuverlässig läuft, bedarf es jedoch auch etwas mehr Rechenpower. Hier finden Sie einige Empfehlungen.

Grundsätzlich benötigen Sie inzwischen keinen High-End-PC mehr, um eine virtuelle Maschine zu betreiben. Wer allerdings einen möglichst flüssigen Betrieb in der virtuellen Umgebung herstellen will, sollte folgende Punkte beachten: Zunächst einmal sollte der PC einen recht üppigen Arbeitsspeicher mitbringen. Wir empfehlen pro aktiver VM die Zuweisung von zwei bis vier Gigabyte RAM – je nach Einsatzzweck. Natürlich lässt sich der zugewiesene Arbeitsspeicher auch problemlos verringern, wenn sich eine der VMs im Leerlauf befindet. Windows-Techniken wie Hyper-V sind jedoch auch imstande, einer VM dynamisch RAM-Kapazität zuzuweisen. So benutzt die virtuelle Maschine nur den Speicher, der tatsächlich benötigt wird, während sich der Rest für das Hauptsystem verwenden lässt. Dafür müssen jedoch sowohl die Windows-Version als auch die CPU diese Technik unterstützen.

In Virtualisierungsprogrammen wie Virtualbox lässt sich für jede VM flexibel definieren, welche Ressourcen vom Host-Rechner sie nutzen darf.
Vergrößern In Virtualisierungsprogrammen wie Virtualbox lässt sich für jede VM flexibel definieren, welche Ressourcen vom Host-Rechner sie nutzen darf.

Des Weiteren sollten Sie sicherstellen, dass eine VM mindestens zwei Kerne des Prozessors nutzen darf, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Aber keine Sorge, Ihrem Hauptsystem gehen die beiden Kerne nicht verloren, da sie simultan von der VM sowie dem eigentlichen System genutzt werden können. Allerdings kommt nicht jede CPU mit der Virtualisierungstechnik zurecht. Achten Sie bei AMD-Modellen deshalb auf den Zusatz „AMD-V“ und bei Intel auf „VT-x“. Glücklicherweise sind diese Techniken mittlerweile fast schon standardmäßig Teil der Prozessoren. Nur kann es passieren, dass sie nicht aktiv geschaltet sind, was sich aber im Bios nachholen lässt.

Virtuelle Maschinen, kurz VM, laufen besonders flott und reibungslos, wenn Sie ihnen genügend Hardwareressourcen zuweisen.
Vergrößern Virtuelle Maschinen, kurz VM, laufen besonders flott und reibungslos, wenn Sie ihnen genügend Hardwareressourcen zuweisen.

Wie auch bei einer echten Installation eines Betriebssystems ist es empfehlenswert, VM auf einer SSD zu installieren. Der Grund: Virtuelle Maschinen profitieren ebenfalls von den höheren Übertragungsgeschwindigkeiten und reagieren so flotter und reaktionsschneller.

Tipp: Die Freeware VirtualBox ermöglicht es Ihnen eine virtuelle Maschine auf Ihrem PC zu installieren, in der Sie andere Betriebssysteme wie zum Beispiel Linux oder Windows 10 auf dem PC gefahrlos und testen können.

PC-WELT Marktplatz

2578902