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Das steckt hinter Open-Source-Hardware

29.04.2019 | 09:07 Uhr |

Ihnen ist der Begriff Open-Source-Software bereits geläufig. Hierbei handelt es sich um Programme, die sich meist kostenlos einsetzen lassen und deren Quelltext für die Öffentlichkeit einseh- und veränderbar ist. Doch was versteht man unter Open-Source-Hardware oder kurz Open-Hardware?

Das Prinzip ist ähnlich wie bei Open-Source-Software. Auch hier stellt der Entwickler oder Designer den Bauplan der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung. Deshalb handelt es sich bei „offener Hardware“ auch um Objekte, deren Designspezifikationen so lizenziert sind, dass jede Person dieses Objekt modifizieren, erstellen und auch weiter verteilen darf. Die Idee ist dabei nicht etwa neu, hat aber jetzt einen neuen Namen erhalten. Dabei dürfen Sie Open-Source-Hardware nicht mit Blaupausen, Skizzen oder Anleitungen verwechseln, die Sie beim Kauf eines Geräts oder eines Möbelstücks erhalten. Denn diese Designs dürfen Sie nicht verändern oder auf eigene Faust weiterverkaufen.

Ein bekanntes Beispiel für Open-Hardware ist das Microcontroller-Board Arduino. Es ist günstig im Preis und lässt sich flexibel für eigene Projekte einsetzen.
Vergrößern Ein bekanntes Beispiel für Open-Hardware ist das Microcontroller-Board Arduino. Es ist günstig im Preis und lässt sich flexibel für eigene Projekte einsetzen.

Ansätze für Open-Source-Hardware reichen bis in die 1970er und 1980er Jahre zurück. Wenn Sie damals einen Computer gekauft haben, war er eventuell mit Diagrammen und anderen Dokumentationen ausgestattet, die es Ihnen erlaubten, ihn weiter anzupassen. Doch auch dieses Vorgehen ist noch nicht vergleichbar mit der heutigen Open-Source-Hardware. Erst 2015, als die Firma Sun Microsystems die Spezifikationen ihres „UltraSPARC T1“-Mikroprozessors veröffentlichte, wurden die ersten Schritte in Richtung „offener Hardware“ gemacht.

Denn seit diesem Zeitpunkt ist es jedermann möglich, auf Webseiten wie OpenHardware.io Tausende neuer Open-Source-Designs zu finden, zu nutzen und weiter zu verwenden. Sie fragen sich nun, wozu das eigentlich gut ist und welche Vorteile die Erfinder aus diesem Vorgehen ziehen können. Die Offenheit macht Design-Neuheiten für die Allgemeinheit zugänglicher, woraus sich weitere Fortschritte sowie Innovationen entwickeln. Gleichzeitig fallen Konstruktionsfehler viel früher auf und können so behoben werden. Das kann in einigen Segmenten sehr vorteilhaft sein, gerade wenn es um Sicherheitsaspekte geht.

Auch dass Sie Änderungen am Objekt vornehmen dürfen, ist ein Vorteil. Denn nicht jedes Produkt passt exakt zum jeweiligen Käufer. Da es sich jedoch frei verändern lässt, wird es für mehr Anwender attraktiv.

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