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Das richtige Netzteil: So läuft Ihr PC immer stabil

29.06.2017 | 10:40 Uhr |

Nie mehr Abstürze: Nur mit dem richtigen Netzteil läuft Ihr PC wirklich stabil. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten und wie Sie alle Systemkomponenten ideal mit Strom versorgen.

Ein PC-Netzteil leistet mehr, als nur Strom an die Komponenten weiterzuleiten. Es stellt für jede Hardware die passende Spannung zur Verfügung, die einen stabilen Betrieb ermöglicht. Typische Arbeitsspannungen für einen PC liegen etwa bei -12 Volt oder +3,3 Volt. Dafür wandelt ein Schaltnetzteil unstabile Eingangsspannungen in konstante Ausgangsspannungen um. Denn Spannungsschwankungen können insbesondere bei Prozessoren zu fehlerhaftem Betrieb oder sogar Schäden führen.

Hardware-Trends 2017: Das optimale Netzteil

Technische Grundlagen: So funktioniert ein PC-Netzteil

Ein PC-Netzteil besteht aus mehreren Teilen. Zunächst glättet ein Netzfilter die Eingangsspannung des Stromnetzes. Auf diese Weise bleiben die nächsten Schaltungen von Überspannungen und Netzstörungen verschont. Danach folgt die Gleichrichtung und Siebung der 230-Volt-Wechselspannung in eine Gleichspannung mit 350 Volt. Eine Transistorschaltstufe erzeugt aus dieser Gleichspannung eine Wechselspannung, die in der Regel zwischen 35 und 500 kHz beträgt. Diese hohen Frequenzen sorgen dafür, dass kleine Transformatoren eine hohe Leistung weitergeben können. Durch mehrere Sekundärwicklungen können diese Transformatoren verschiedene Spannungen für die PC-Komponenten erzeugen. Eine spezielle Schaltung sorgt dafür, dass diese Spannungswerte immer konstant bleiben.

Schadensfall: Wie Sie ein fehlerhaftes Netzteil erkennen

Wie andere PC-Hardware kann auch das Netzteil von heute auf morgen seinen Dienst quittieren. Eindeutige Warnsignale gibt es dafür kaum, jedoch verschiedene Anzeichen, dass das Netzteil sich bald in den Sondermüll verabschiedet: Wenn beispielsweise der Netzkabelanschluss ungewöhnlich knistert, kann das ein Indiz für ein sterbendes Netzteil sein. Ein anderer Hinweis: Der PC lässt sich erst nach mehrmaligen Drücken des Einschaltknopfes zum Starten bewegen. Ebenfalls sollten Sie aufmerksam werden, wenn Sie den PC einschalten und er sich nach einigen Sekunden von selbst ausschaltet. Weiterhin kann ein fehlerhaftes Netzteil schuld sein, wenn sich der Computer nach einer Weile des tadellosen Betriebs ohne Vorwarnung abschaltet.

Allerdings lassen sich einige dieser Fehler auch auf andere fehlerhafte Komponenten zurückführen: Denkbar wären etwa Festplatten, Erweiterungskarten wie TV-oder Soundkarten oder optische Laufwerke. Um die Ursache zu finden, sollten Sie deshalb einzelne Komponenten hintereinander abstecken und den PC wieder in Betrieb nehmen. Bleiben die seltsamen Verhaltensweisen trotzdem bestehen, dann muss ein neues Netzteil her.

Ein PC-Netzteil besteht aus mehreren Teilen, damit jede Komponente im PC ausreichend mit Strom versorgt werden kann.
Vergrößern Ein PC-Netzteil besteht aus mehreren Teilen, damit jede Komponente im PC ausreichend mit Strom versorgt werden kann.
© Quelle: Thermaltake

Lieber stabil: Sparen Sie nicht beim Netzteil

Viele PC-Bastler machen den Fehler und investieren nur einen Bruchteil Ihres Budgets in das Netzteil. Doch tatsächlich entscheidet ein Netzteil darüber, ob ein System fehlerfrei arbeitet und dabei auch noch eine angemessene Menge an Energie aufnimmt. Billignetzteile, oft auch „Chinaböller“ genannt, die mit hoher Leistung prahlen und nur 30 bis 50 Euro kosten, sind sogar nicht ganz ungefährlich: Durch den Einsatz von minderwertigen Komponenten oder das Fehlen von Isolierschichten kann es zu schwerwiegenden Fehlern kommen, die neben dem Netzteil selbst auch Ihre restliche Hardware zerstören. Deshalb raten wir Ihnen, sich vor dem Kauf gründlich schlau zu machen und auf bekannte Marken zu setzen.

Office, Multimedia, Spielen: So viel Strom braucht Ihr PC

Je nach Ausstattung benötigt ein PC mehr oder weniger Strom. Deshalb lassen sich nur grobe Empfehlungen aussprechen, wie viel Watt ein Netzteil für verschiedene Einsatzgebiete tatsächlich leisten sollte. Einem Rechner fürs Büro oder für weniger aufwendige Aufgaben genügt locker ein Netzteil mit unter 300 Watt Gesamtkapazität. Ein Multimedia-/Allround-PC, der auch ältere oder einfache Spiele wiedergeben und zudem einige Aufgaben parallel erledigen soll, begnügt sich in der Regel mit einem 400 bis maximal 550 Watt starken Netzteil. Stärkere Energiespender sollten lediglich Gaming-PCs vorbehalten sein, die grafisch aufwendige Spiele flüssig in hohen Auflösungen wiedergeben, oder auch sogenannten Workstations, die bei professionellen Designern, Cuttern und Grafikern oder in der Industrie respektive Wissenschaft zum Einsatz kommen und komplexe Anwendungsfelder abdecken.

Was ein PC-Netzteil leisten muss, kommt auf den Einsatzzweck des Rechners und die eingebaute Hardware an. Onlinerechner geben Ihnen einen Anhaltspunkt für den Strombedarf Ihres PCs.
Vergrößern Was ein PC-Netzteil leisten muss, kommt auf den Einsatzzweck des Rechners und die eingebaute Hardware an. Onlinerechner geben Ihnen einen Anhaltspunkt für den Strombedarf Ihres PCs.
© Quelle: Friedrich Stiemer

Onlinekalkulatoren: Sytemleistung ganz einfach ausrechnen

Um die optimale Leistung eines Netzteils für Ihr System zu ermitteln, sollten Sie ein bisschen rechnen: Bringen Sie die TDP (Thermal Design Power, maximale Verlustleistung) Ihrer CPU und Grafikkarte in Erfahrung. Diese Angabe befindet sich entweder direkt auf der Verpackung oder auf der offiziellen Produktwebsite. Sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie diese Werte addieren, auch wenn sie in der Praxis kaum erreicht werden. Dazu kommt noch die Leistungsaufnahme der restlichen Komponenten. Dafür können Sie grob folgende Werte annehmen: Mainboard 25 Watt, Arbeitsspeicher 6 Watt, Festplatte 10 Watt, SSD 2 Watt und optisches Laufwerk 7 Watt. Diese Angaben gelten für die genannten Komponenten, wenn sie voll ausgelastet sind. Jedoch sind diese Angaben ohne Gewähr, da die Werte mitunter stark variieren können.

Ein Online-Netzteilkalkulator eines namhaften Herstellers wie Seasonic ist eine zuverlässige Quelle, um die Leistungsaufnahme eines Systems zu ermitteln.
Vergrößern Ein Online-Netzteilkalkulator eines namhaften Herstellers wie Seasonic ist eine zuverlässige Quelle, um die Leistungsaufnahme eines Systems zu ermitteln.

Wer keine Lust auf die Rechnerei hat, der kann zu Onlinekalkulatoren greifen. Verschiedene Hardwareportale und -hersteller (insbesondere natürlich Netzteilproduzenten) bieten solche browserbasierten Bedarfsrechner an, bei denen Sie in einem Auswahlmenü Ihre entsprechenden Komponenten angeben, um sich somit die Kapazität des Netzteils berechnen zu lassen. Diese Kalkulatoren unterschieden sich in der Hardwareauswahl und im Detailgrad. Manche fragen Sie sogar, ob Sie das System noch übertakten möchten. Wieder andere berücksichtigen auch Wasserkühlungen und Extras wie Lüfter oder RGB-Beleuchtungen. Zu empfehlen sind beispielsweise die Tools von Bequiet , Seasonic oder Outervision . Diese Rechner liefern recht zuverlässige Ergebnisse, auch wenn sie nicht zu 100 Prozent stimmen müssen. Ein guter Netzteilrechner bietet umfangreiche Auswahlmöglichkeiten und eine aktuelle Hardwareliste. Einen unzuverlässigen Rechner erkennen Sie daran, dass er nur auf Online-shops verlinkt oder nur rudimentäre Fragen zur Hardwareausstattung stellt.

Mit diesen Rechnern können Sie auch überprüfen, ob Ihr aktuelles Netzteil für ein Aufrüstvorhaben ausreicht. Häufiges Beispiel ist der Wechsel der Grafikkarte, die zu den Hauptverbrauchern eines PCs zählt. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn das Netzteil mit der neuen Grafikkarte oder einer anderen zusätzlichen Komponente einen gewissen Puffer aufweist.

Tipp: Was Sie gegen störendes Spulenfiepen machen können

Wichtiges Spezialwissen: Single-und Multi-Rail-Netzteile

Bei Multi-Rail-Netzteilen überwacht der Überspannungsschutz (OPC) jede einzelne Schiene. Das lohnt sich bei High-End-Systemen.
Vergrößern Bei Multi-Rail-Netzteilen überwacht der Überspannungsschutz (OPC) jede einzelne Schiene. Das lohnt sich bei High-End-Systemen.
© Quelle: Antec

Neben der Gesamtleistung in Watt geben die meisten Hersteller mittlerweile auch detailliert Auskunft über die Anzahl der integrierten +12-Volt-Schienen – auch Rails genannt. Grundsätzlich gibt es Netzteile, die nur eine einzige leistungsstarke Schiene besitzen und Modelle, die die Ausgabe auf zwei oder mehr +12-Volt-Schienen verteilt. Der Vorteil eines Single-Rail-Modells ist, dass die Energie des Netzteils jeder Komponente zur Verfügung steht – unabhängig vom Anschluss oder der Art der Anbindung ans Netzteil. Ein Multi-Rail-Netzteil soll durch die interne Trennung der 12-Volt-Schienen für einen stabileren Betrieb sorgen. Der integrierte Überspannungsschutz (OCP, Overcurrent Protection) überwacht jede Schiene und schaltet das Netzteil bei Überladung einer Schiene sofort aus. Diese Technik gibt es auch bei Single-Rail-Modellen, allerdings greift sie erst bei höheren Ampere-Zahlen. Und das kann im Falle einer hohen Überspannung bei einigen Modellen bereits zum Durchbrennen führen.

Allerdings kann ein Multi-Rail-Netzteil die Energie nicht zwischen den Schienen aufteilen. Schließen Sie beispielsweise eine Komponente mit einer Stärke von 25 Ampere an eine +12-Volt-Schiene mit einer maximalen Kompatibilität von nur 20 Ampere an, wird der Überspannungsschutz das Netzteil zum eigenen Schutz deaktivieren – obwohl die anderen Rails genug Reserven hätten. Deshalb müssen Sie bei Multi-Rail-Modellen aufpassen, welche Hardware Sie anschließen; bei Single-Rail-Netzteilen ist es letztendlich egal.

Wer aber ein High-End-System betreibt, holt sich mit einem Multi-Rail-Netzteil noch etwas mehr Sicherheit in den Rechner, um die teuren Komponenten vor Überhitzen zu schützen.

So erkennen Sie den Wirkungsgrad eines Netzteils

Die 80-Plus-Initiative kennzeichnet besonders effiziente Netzteile mit Namen von Edelmetallen wie Gold oder Platin.
Vergrößern Die 80-Plus-Initiative kennzeichnet besonders effiziente Netzteile mit Namen von Edelmetallen wie Gold oder Platin.

Der Wirkungsgrad entscheidet darüber, wie viel Energie tatsächlich bei den Komponenten ankommt. Billigmodelle mit minderwertigen Wandlern verfügen oft über einen schlechten Wirkungsgrad von nur 50 Prozent. Wenn das Netzteil also 200 Watt Strom zieht, kommen nur 100 Watt tatsächlich im System an, während der Rest als Abwärme verpufft. Qualitativ höherwertige Netzteile bringen es auf einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent, womit diese Modelle überaus effizient arbeiten. Auf dem Markt gibt es verschiedene Effizienzangaben und Zertifizierungen, teilweise stellt sie der Hersteller sogar für seine eigenen Modelle aus. Letzteres ist natürlich weniger verlässlich. Die populärste Zertifizierung nimmt die 80-Plus-Initiative des Unternehmens EPRI-Solutions vor. Das Emblem gibt es in verschiedenen Ausführungen: Aktuell sind es (aufsteigend) Bronze, Silber, Gold, Platinum/Platin und Titanium/Titan. In der folgenden Tabelle haben wir die Zertifizierungen aufgelistet. Die Initiative testet jedes Netzteil unter drei Auslastungen: bei 25, 50 und 100 Prozent. Um überhaupt ein Emblem zu erhalten, müssen die Energiespender mindestens einen Wirkungsgrad von 80 Prozent erreichen. Steigt der Wirkungsgrad, dann gibt es höherwertige Auszeichnungen.

Allerdings lassen sich die 80-Plus-Zertifizierungen nicht exakt auf das deutsche Stromnetz übertragen, da die Messungen in Amerika mit einer niedrigeren Eingangsspannung stattfinden. Dennoch gibt das 80-Plus-Logo eine zuverlässige Auskunft über die Netzteileffizienz. Höher zertifizierte Netzteile sind teurer, lohnen sich aber bei intensiver PC-Nutzung.

Zertifizierung

Effizienz bei einer Eingangs-spannung von 115 Volt

Auslastung zu

20 %

50 %

100 %

80 Plus

80 %

80 %

80 %

80 Plus Bronze

82 %

85 %

82 %

80 Plus Silber

85 %

88 %

85 %

80 Plus Gold

87 %

90 %

87 %

80 Plus Platinum /Platin

90 %

92 %

89 %

80 Plus Titanium /Titan

92 %

94 %

90 %

Netzteilanschlüsse: Jede Hardware optimal versorgen

Ihr Netzteil muss über alle notwendigen Anschlüsse verfügen, die Ihr System benötigt. Elementar ist der Hauptstrang, der 24-Pin-Stecker, den Sie ans Mainboard anschließen. Bei vielen Netzteilen ist er in einen in 20-Pin-und einen 4-Pin-Stecker aufgeteilt. Der Strom für den Prozessor kommt aus einem 8-Pin-Steckverbinder, der meist in zwei 4-Pin-Stecker geteilt ist. Auch dieser Anschluss erfolgt auf der Hauptplatine. Eine Grafikkarte darf bis zu 75 Watt aus dem PEG-Steckplatz (PCI-Express-Grafik) ziehen. Die meisten Spiele-Grafikkarten benötigen deutlich mehr – dann muss eine extra Stromversorgung vom Netzteil her. Diese 6+2-Pin-Stecker müssen Sie an die Karte stecken. Hier sollten Sie die Spezifikationen beachten: Leistungsfähige Grafikkarten brauchen zwei 8-Pin-Stecker, günstigere Netzteile bieten aber häufig nur einmal 8-und einmal 6-Pin an. Die 8-Pin-Stecker für CPU-und Grafikkarten sehen ähnlich aus, sind aber unterschiedlich geformt, um Anschlussfehler zu vermeiden.

Nie mehr Kabelsalat im PC: Bei einem semimodularen Netzteil sind nur die Hauptstromversorgungsleitungen fest verbaut.
Vergrößern Nie mehr Kabelsalat im PC: Bei einem semimodularen Netzteil sind nur die Hauptstromversorgungsleitungen fest verbaut.

Außerdem müssen Festplatten und optische Laufwerke mit Strom versorgt werden. Das erledigen flache Stecker mit 15 Pins, die dem SATA-Standard entsprechen. Wenn Sie mehrere Laufwerke verwenden, prüfen Sie, ob das Netzteil genügend SATA-Stecker mitbringt. Oft mit von der Partie ist auch noch der 4-Pin-ATA-Stecker, auch als Molex bekannt. Er dient aber heutzutage nur für den Stromanschluss von günstigen Lüftern oder zur Lüftersteuerung.

Ordnung im Rechner schaffen Sie mit einem modularen Netzteil: Bei diesen Modellen lassen sich die Stromleitungen einzeln und erst bei Bedarf ans Netzteil anschließen. Solche Netzteile machen vor allem Sinn, wenn das Gehäuse nicht allzu viel Platz bietet oder Sie nur vergleichsweise wenig Hardware verbauen. Neben den vollmodularen Modellen gibt es auch semi-modulare Versionen, bei denen beispielsweise der Strang für die Mainboard-und CPU-Versorgung fest angeschlossen sind, die PCI-Express-und SATA-Kabel aber nicht.

Dank günstiger Adapter lassen sich fehlende oder in zu geringer Zahl vorhandene Anschlüsse einfach nachrüsten.
Vergrößern Dank günstiger Adapter lassen sich fehlende oder in zu geringer Zahl vorhandene Anschlüsse einfach nachrüsten.

Auch wenn Ihr Netzteil nicht alle Anschlüsse bietet, die Sie eigentlich bräuchten, müssen Sie nicht unbedingt ein anderes Modell kaufen. In der Regel können Sie sich mit einem Adapter behelfen. So lässt sich ein fehlender PCI-Express-Stecker kompensieren, indem Sie einen entsprechenden Adapter an den SATA-Stecker anschließen. Alternativ gibt es auch SATA-zu-Molex oder SATA-zu-Floppy – oder auch andersherum. Diese Adapter kosten nur einige Euro.

Kaufempfehlungen: Das passende Netzteil für jeden PC

Für Schnäppchenjäger oder Nutzer von einfachen Office-PCs ist derzeit das Corsair VS Series VS350 mit 350 Watt für rund 40 Euro zu empfehlen. Es bietet zwar keine modularen Kabelanschlüsse, dafür aber die 80-Plus-Standard-Zertifizierung (84 Prozent Effizienz).

Für Allround-oder Multimedia-PCs bietet sich das Bequiet Straight Power 10 mit 400 Watt an, das es aktuell ab 70 Euro zu kaufen gibt. Dank 80-Plus-Gold-Zertifizierung arbeitet es deutlich effizienter als das Corsair-Modell. Bequiet setzt in diesem Netzteil einen selbstentwickelten Lüfter ein, weshalb das Gerät recht leise arbeitet.

Für sehr leistungsfähige Multimediarechner oder Spielesysteme mit einer starken Grafikkarte eignet sich das Modell Cooler Master V550 mit 550 Watt für 100 Euro. Es ist ebenfalls mit 80-Plus-Gold ausgezeichnet, bietet aber zusätzlich ein vollmodulares Kabelmanagement und hochwertige Kondensatoren. Ein speziell gelagerter Lüfter soll für ein unauffälliges Lüftergeräusch sorgen.

Wer dagegen überhaupt kein Lüftergeräusch haben möchte, greift zu einem lüfterlosen Netzteil wie dem Seasonic Platinum 520 Fanless mit 520 Watt zum Preis von 153 Euro. Neben dem lautlosen Betrieb arbeitet dieses Modell auch noch sehr effizient, denn es trägt die 80-Plus-Platinum-Zertifizierung. Zusätzlich gibt es noch sieben Jahre Garantie und ein vollmodulares Kabelmanagement.

Notebook-Netzteil: Fehler erkennen, Ersatz besorgen

Auch Notebooks besitzen Netzteile: Sie sind im Gegensatz zu PC-Modellen extern und direkt mit dem Steckerkabel verbunden. Sie sorgen nicht nur dafür, dass der Akku wieder seine volle Ladung erhält, sondern ermöglichen auch den Betrieb ohne Batterie. Doch auch hier kann es natürlich zu Verschleiß kommen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Akku des Notebooks trotz angeschlossenem Netzteil nicht lädt. Oder aber das Notebook funktioniert eine gewisse Zeit lang tadellos, schaltet sich dann aber ohne Vorwarnung ab. Erst nach einigen Minuten lässt es sich dann wieder hochfahren. Verfügt das Netzteil selbst über eine Status-LED, die beim Einstecken in den mobilen Computer blinkt, dann ist das auch ein Hinweis für einen fehlerhaften Betrieb.

Segnet das Originalnetzteil Ihres Notebooks das Zeitliche, dann lässt sich recht einfach für Ersatz sorgen. Dank eines reichhaltigen Angebots an Universalnetzteilen müssen Sie nicht unbedingt ein neues Gerät direkt beim Hersteller ordern. Allerdings gibt es beim Kauf einige Dinge zu beachten: Der Netzteilstecker muss für die Strombuchse Ihres Notebooks passen. Meistens liegen Universalnetzteilen mehrere Aufsteckadapter bei, damit man sie an fast jedem Notebook betreiben kann. Als Nächstes sollte die Ausgangsleistung (in Watt) mindestens die gleiche sein wie die, die Ihr Notebook voraussetzt. Leistet das Universalnetzteil mehr Watt, dann ist das kein Problem – anders herum schon. Im gleichen Atemzug darf aber die Spannung (in Volt) um nicht mehr als ein Volt abweichen. All diese Werte finden Sie auf dem alten Netzteil, in der Bedienungsanleitung, auf der Produktwebsite oder auf dem Notebook selbst. Oft geben die Hersteller aber nicht die Ausgangsleistung direkt an. In diesem Fall müssen Sie eine kleine Formel anwenden, und zwar die angegebene Voltzahl mit dem Amperewert multiplizieren. Ein Netzteil mit 19 Volt und 3,42 Ampere liefert also 64,98 Watt. Mittlerweile gibt es aber auch viele Geräte, bei denen sich die Ausgangsspannung über einen Dreh-oder Kippschalter umstellen lässt, damit möglichst viele Notebook-Modelle mit Strom versorgt werden können.

Brutale Gaming-Power braucht eine starke Stromversorgung. Darum setzen wir bei der Höllenmaschine Ultra VR auf das 1600-Watt-Netzteil Leadex Titanium von Superflower. Das verfügt wie der Name schon sagt über eine 80Plus Titanium Zertifizierung, die höchstmögliche Zertifizierung, die einen Wirkungsgrad von bis zu 96 Prozent verlangt. Alle weiteren Infos zum Netzteil der Höllenmaschine Ultra VR gibt's in diesem Video.

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