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Chrome, Edge, Firefox: Browser immer im Privatmodus starten

02.11.2020 | 09:02 Uhr | Arne Arnold

Alle gängigen Browser bieten einen sogenannten Privat- oder Inkognitomodus an. Im Juni 2020 war Google mit seinem Browser Chrome deswegen in den Schlagzeilen. Wer diesen Modus bei jedem Aufruf seines Browsers aktiv haben möchte, geht wie folgt vor.

Dabei ging es um das seit Jahren herrschende Missverständnis, was der Inkognitomodus eigentlich ist. Einige Nutzer glauben, dieser Modus dient dem anonymen Surfen und sind entsetzt, wenn sie feststellen, dass dem nicht so ist. Tatsächlich dient der Privatmodus hauptsächlich dazu, andern PC-Nutzern nicht zu verraten, welche Websites man besucht hat. Der Modus löscht die Surfhistorie nach dem Beenden des Browsers. Als Nebeneffekt werden auch die angehäuften Cookies des Surfausflugs beseitig, was das Benutzertracking für Website-Betreiber erschwert. Anonym ist man deswegen aber noch lange nicht. Dennoch hat der Privatmodus seine Vorteile.

Browser immer im Privatmodus starten: Der Privat- oder Inkognitomodus lässt sich über einen Startparameter beim Starten des Browsers aktivieren. Legen Sie dafür am besten eine neue Programmverknüpfung etwa auf dem Desktop an. Ziehen Sie den Browser-Eintrag aus dem Windows-Startmenü (Klick auf das Windows-Logo) per Drag & Drop auf den Desktop. Bei Windows 10 1909 wird so automatisch eine neue Verknüpfung auf dem Desktop erstellt. Bei älteren Windows-Versionen müssen Sie während des Drag & Drop zusätzlich die Taste Strg drücken, damit Sie den Programmeintrag nicht aus dem Startmenü verschieben, sondern eine Kopie erstellen.

Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste auf die neue Programmverknüpfung, wählen Sie „Eigenschaften“ und ergänzen Sie am Ende der Zeile hinter „Ziel“ je nach Browser den entsprechenden Startparameter.

Mit diesem Startparameter in den Eigenschaften der Programmverknüpfung von Chrome startet der Browser im Inkognitomodus; ähnlich bei Edge und Firefox.
Vergrößern Mit diesem Startparameter in den Eigenschaften der Programmverknüpfung von Chrome startet der Browser im Inkognitomodus; ähnlich bei Edge und Firefox.

Chrome immer im Privatmodus starten: Ergänzen Sie den Programmaufruf in der Zeile hinter „Ziel“ bei Chrome um die Angabe --incognito. Vor dem „incognito“ stehen wie dargestellt zwei Minuszeichen. Lassen Sie aber ein Leerzeichen zwischen dem Programmaufruf und dem Startparameter. Der Befehl sieht also so aus: „C:\ Program Files (x86)\Google\Chrome\Application\chrome.exe“ --incognito. Die Anführungszeichen gehören dazu, der Punkt am Ende nicht. Klicken Sie abschließend auf „Ok”.

Edge immer im Privatmodus starten: Ergänzen Sie den Programmaufruf in der Zeile hinter „Ziel“ beim Browser Edge um den Startparameter -inprivate. Hier steht nur ein Minuszeichen vor dem Begriff „inprivate“. Der Befehl sieht nun so aus: „C:\Program Files (x86)\Microsoft\Edge\Application\msedge.exe“ -inprivate.

Der Inkognitomodus eines Internetbrowsers speichert keine Surfhistorie. So sehen andere PC-Nutzer nicht, welche Websites Sie im Internet besucht haben.
Vergrößern Der Inkognitomodus eines Internetbrowsers speichert keine Surfhistorie. So sehen andere PC-Nutzer nicht, welche Websites Sie im Internet besucht haben.

Firefox immer im Privatmodus starten: Ergänzen Sie den Programmaufruf in der Zeile hinter „Ziel“ bei Firefox um die Angabe -private. Der Befehl sieht nun so aus: „C:\Program Files\Mozilla Firefox\firefox.exe“ -private.

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