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Bildschirm-Kauf: Lohnt sich ein 360-Hz-Monitor?

19.07.2021 | 09:30 Uhr |

Bei Monitoren war lange Zeit eine Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz (Hz) ein sehr hoher Wert. Mittlerweile gibt es immer mehr Displays mit 240 oder sogar 360 Hertz. Doch für wen lohnt sich ein Hardware-Upgrade überhaupt?

Bei Monitoren war lange Zeit eine Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz (Hz) ein sehr hoher Wert. Mittlerweile gibt es immer mehr Displays mit 240 oder sogar 360 Hertz. Doch für wen lohnt sich ein Hardware-Upgrade überhaupt?

Die Bildwiederholfrequenz eines Monitors wird in Hertz angegeben und definiert, wie viele Einzelbilder pro Sekunde angezeigt werden können. Der Standard beläuft sich auf 60 Hz für die meisten Monitore und TV-Geräte.

Die Hertz-Angabe ist eng verknüpft mit der sogenannten Bildrate (Bilder pro Sekunde), allerdings unterscheiden sich die beiden Werte. Denn Sie können beispielsweise ein Spiel mit 100 Bildern pro Sekunde auf einem 60-Hertz-Monitor spielen, doch die Vorteile der hohen Bildrate bleiben Ihnen dadurch verwehrt. Das liegt daran, dass die Bildwiederholfrequenz die maximale Bildrate bestimmt, die der Monitor tatsächlich anzeigen kann. Außerdem führt das Zocken in Bildraten, die höher sind als die Bildwiederholfrequenz, zum sogenannten „Tearing“, sprich unschönen Einzelbild zerreißen.

Bei reaktionsschnellen Spielen kommt es natürlich auf das persönliche Können des Spielers an. Nvidia hat eine Studie parat, die belegt, dass sich Gamer in Battle-Royale-Spielen dank hoher Bildwiederholfrequenzen und Bildraten verbessern.
Vergrößern Bei reaktionsschnellen Spielen kommt es natürlich auf das persönliche Können des Spielers an. Nvidia hat eine Studie parat, die belegt, dass sich Gamer in Battle-Royale-Spielen dank hoher Bildwiederholfrequenzen und Bildraten verbessern.

Doch bei einer so hohen Bildwiederholfrequenz, wie es 240 oder sogar 360Hertz darstellen, sind auch die Reaktionszeit und der Panel-Typ von entscheidender Bedeutung. Ist die Reaktionszeit zu hoch, dann ist das Bild bei hohen Hertz-Werten anfällig für Ghosting und Artefakte, was die Wiedergabe negativ beeinflusst. Tatsächlich hat die Art des Panels auch unmittelbaren Einfluss auf die Reaktionszeit. Die drei wichtigsten Panel-Typen sind aktuell TN, IPS und VA, die alle Vor- und Nachteile aufweisen. Mehr dazu finden Sie im Ratgeber „So finden Sie den perfekten Monitor“.

Wenn Sie also unbedingt eine hohe Bildwiederholfrequenz möchten, dann raten wir Ihnen aktuell zu Monitoren mit TN- oder IPS-Panel mit einer maximalen Reaktionszeit von fünf Millisekunden, für 360-Hz-Bildschirme mit einer Millisekunde. Aber hat die Bildwiederholfrequenz nun einen direkten Einfluss aufs Gameplay? Wenn es sich um ein reaktionsschnelles Spiel wie einen Shooter handelt, dann hat der Spieler mit dem flotteren Monitor einen kleinen Vorteil, da das Bild schneller aktualisiert wird. Allerdings kommt es nach wie vor auf das persönliche Können des Gamers an. Einer Studie von Nvidia zufolge verbessern sich Spieler dank höherer Bildwiederholfrequenzen und Bildraten in Battle-Royale-Titeln wie Apex Legends oder Fortnite.

Monitore mit 360 Hertz sind immer mehr im Kommen. Sie lohnen sich nicht für jeden Spieler. Wer aber an Wettkämpfen teilnehmen will, dem bietet ein Schirm mit ultrahohen Wiederholfrequenzen durchaus Vorteile.
Vergrößern Monitore mit 360 Hertz sind immer mehr im Kommen. Sie lohnen sich nicht für jeden Spieler. Wer aber an Wettkämpfen teilnehmen will, dem bietet ein Schirm mit ultrahohen Wiederholfrequenzen durchaus Vorteile.

Wer vor allem ins kompetitive Gaming einsteigen möchte, der profitiert von Bildschirmen mit ultrahohen Bildwiederholfrequenzen. Allerdings brauchen Sie dafür auch leistungsstarke, sprich teure Hardware, um die 360 Hz auszureizen. Dem durchschnittlichen Nutzer respektive Gamer genügen hingegen 144 Hz, die Verbesserungen zu höheren Werten fallen für diesen Nutzerkreis nur marginal aus.

Tipp: Die besten Gaming-Monitore mit WQHD-Auflösung (1440p) im Vergleich

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