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Backup vom NAS: Darauf müssen Sie achten

08.02.2017 | 13:12 Uhr |

Netzwerkspeicher gelten als sicher. Trotzdem empfiehlt sich ein Backup des Datenlagers. Der Tipp beschreibt, worauf Sie bei der NAS-Sicherung achten sollten.

Ein Netzwerkspeicher gilt als sicherer Hafen für Daten. Trotzdem empfiehlt es sich, eine Sicherung des Datenlagers zu machen. Das gilt auch dann, wenn Sie das NAS (Network Attached Storage) im Raid-1-Modus betreiben, also die Inhalte einer Platte auf dem zweiten Laufwerk spiegeln. Denn auch ein NAS mit zwei Platten kann komplett aussteigen. Außerdem gefährden außergewöhnliche Umstände wie ein Stromausfall oder ein Wasserrohrbruch die Sicherheit der Daten. Worauf Sie achten sollten.

Externe Festplatte: Für das Backup Ihres NAS verwenden Sie am besten eine externe Festplatte. Ein SSD-Laufwerk ist nicht notwendig und für die reine Sicherungsaufgabe zu teuer – und meist auch zu klein. Achten Sie darauf, dass der externe Datenträger groß genug ist, um alle Dateien des Netzwerkspeichers aufnehmen zu können. In den meisten Fällen lassen sich die externen Platten per USB an das NAS anschließen. Aktuelle Netzwerkspeicher bieten den schnellen USB-3.0-Port, ältere Modelle immerhin Anschlüsse mit USB 2.0. Alternativ können E-SATA- oder Firewire-Schnittstellen am NAS vorhanden sein. Auch darüber lässt sich ein Backup vom NAS ziehen.

Dateisystem: Für das Backup vom NAS schließen Sie die externe Festplatte direkt an das Gerät an. Viele Netzwerkspeicher haben eine Backup-Taste, über die die Sicherung manuell startet. Alternativ bietet jede NAS-Bediensoftware den Menüpunkt „Backup“ oder „Datensicherung“. In vielen Fällen muss der externe Speicher vor Beginn der Sicherung formatiert werden. Die Wahl des Dateisystems entscheidet, wie sich das Backup später verwenden lässt. Nutzen Sie gängige NAS-Dateisysteme wie EXT3 oder EXT4, benötigen Sie zum Auslesen unter Windows einen Treiber. Das sparen Sie sich mit den Dateisystemen FAT32 oder NTFS. Bei einer FAT32-Partition ist es allerdings nicht möglich, Dateien abzulegen, die eine Größe von 4 GB überschreiten. Außerdem dürfen Dateien und Ordner keine Sonderzeichen enthalten.

Für den Einsatz unter Windows ist NTFS empfehlenswert. Es kommt ohne Dateigrößenbeschränkung beim Schreiben und Lesen aus. Das gilt auch für die Verwendung unter Linux. Wollen Sie die Sicherung unter Mac OS X verwenden, können Sie die Dateien lesen. Fürs Schreiben benötigen Sie wiederum einen Treiber.

Intervall und Einstellung: Über die Bedienoberflächen von Netzwerkspeichern lassen sich Backup-Intervalle und Zeitpunkte definieren. So übernimmt das NAS die Steuerung der Sicherung. Sie erhalten automatisch ein stets aktuelles Backup. Es empfiehlt sich, gerade bei umfangreichen NAS-Datenmengen das Backup dann durchzuführen, wenn Sie den Netzwerkspeicher nicht benötigen. Gleichzeitig können Sie über das Webinterface Ihr Backup genauer definieren. Manche Modelle bieten spezielle Funktionen, bei denen beispielweise Dateien im Backup bestehen bleiben, obwohl Sie diese auf dem NAS schon gelöscht haben.

Mit zwei oder gar vier Festplatten bestückte NAS-Geräte spielen in Sachen Datensicherung eine eminent wichtige Rolle. Zum einen bieten NAS-Systeme um ein Vielfaches mehr an Speicherplatz als ein herkömmlicher Desktop-PC oder ein Notebook, sodass Sie im Prinzip den kompletten Datenbestand mehrerer Computer auf das NAS kopieren könnten. Zum anderen lassen sich solche NAS-Systeme mit einer ausfallsicheren Konfiguration betreiben, etwa mit Raid-1-Spiegelung oder Raid 5. Sprich: Wenn eine Festplatte ausfällt, sind die darauf gespeicherten Datensicherungen nicht weg. Die einzige Frage, die sich hier stellt, lautet: Welche Datensicherungsstrategie eignet sich für Sie optimal? In diesem Beitrag gehen wir auf die wichtigsten Anwendungsfälle ein.

NAS-Systeme unterstützen alle Datensicherungsszenarien

Es empfiehlt sich, für Datensicherungsaufgaben zuerst ein neues Benutzerkonto im NAS-Betriebssystem einzurichten und es anschließend mit den entsprechenden Zugriffsrechten zu versehen.
Vergrößern Es empfiehlt sich, für Datensicherungsaufgaben zuerst ein neues Benutzerkonto im NAS-Betriebssystem einzurichten und es anschließend mit den entsprechenden Zugriffsrechten zu versehen.

In der Praxis spielen für Privatanwender insbesondere zwei Szenarien zur Datensicherung eine Rolle: Sie legen auf Ihrem Rechner mithilfe einer Windows-Funktion oder einer Drittherstellersoftware stündliche oder tägliche Backups an und speichern diese Daten auf Ihrem NAS. In diesem Fall dient das NAS lediglich als Datensicherungsmedium. Oder Sie verwenden die Synchronisierungsfunktion Ihres NAS, um lokale Verzeichnisse in Echtzeit auf den Netzwerkspeicher zu kopieren und die Ordnerinhalte abzugleichen. Dabei übernimmt das NAS die Rolle der Datensicherungssoftware.

Ebenfalls möglich ist es, auf dem NAS eine App zu installieren, die es gestattet, Ihre bei Cloudanbietern wie Onedrive, Dropbox oder Google Drive gespeicherten Inhalte zusätzlich auf dem Netzwerkspeicher zu sichern oder Daten vom NAS in die Cloud zu übertragen.

Eine vierte – für Privatanwender eher weniger interessante – Möglichkeit: Sie sichern die auf einem NAS gespeicherten Daten mit der Standardfunktion rsync auf einem anderen Netzwerkspeicher. Noch einen Schritt weiter geht die Synology-Funktion Cloud Station Share Sync . Damit synchronisieren Sie freigegebene Ordner in Echtzeit von Ihrem lokalen Synology-NAS mit einem anderen Netzwerkspeicher des Herstellers – über das Internet. So etwas macht beispielsweise dann Sinn, wenn Unternehmen Daten an mehreren Standorten verfügbar machen wollen.

Unabhängig davon, für welche Backup-Strategie Sie sich entscheiden – als Erstes müssen Sie an Ihrem NAS einen neuen Freigabeordner anlegen und die Zugriffsrechte entsprechend anpassen. Ratsam ist es, auch gleich ein neues Benutzerkonto anzulegen, das ausschließlich im Zusammenhang mit der Datensicherung zum Einsatz kommt.

NAS-Kaufberatung: Die besten Netzwerkspeicher

Dateien mit Windows-Backup auf dem NAS sichern

Verwenden Sie bereits eine Backup-Software wie Nova Backup, ein Imaging-Tool wie Acronis True Image oder die Windows-eigenen Datensicherungsfunktionen, dann müssen Sie nichts weiter tun, als das freigegebene NAS-Verzeichnis als neues Sicherungsziel festzulegen. Wie Sie bei Drittherstellersoftware vorgehen, erfahren Sie durch einen Blick in das Handbuch.

So geht’s bei Windows 10: Windows 8/8.1 und 10 bieten mit dem „Dateiversionsverlauf“ eine einfache Backup-Funktion, die Sie in der klassischen „Systemsteuerung“ finden. Klicken Sie nun unter „System und Sicherheit“ auf den Link „Sicherungskopien von Dateien mit dem Dateiversionsverlauf speichern“. Wenn auf Ihrem Rechner nicht die Kategorienansicht aktiviert ist, klicken Sie auf den Eintrag „Dateiversionsverlauf“. Windows sucht daraufhin nach externen Laufwerken, die am Rechner angeschlossen sind. Weil die Daten in diesem Fall jedoch nicht auf einem lokalen Laufwerk, sondern auf einer freigegebenen NAS-Ressource gespeichert werden sollen, klicken Sie nach Abschluss der Suche in der linken Spalte auf „Laufwerk auswählen“ und wählen dann „Netzwerkadresse hinzufügen“. Im nun geöffneten Windows-Explorer klicken Sie doppelt auf Ihr NAS, geben im nächsten Dialog die Zugangsdaten des zuvor angelegten Backup-Kontos ein, aktivieren „Anmeldedaten speichern“ und bestätigen mit „OK“. Markieren Sie danach das Verzeichnis, in dem die Datensicherung abgelegt werden soll, und schließen Sie den Dialog mit „Ordner auswählen“. Nach einem weiteren Klick auf „OK“ landen Sie beim „Dateiversionsverlauf“.

Wollen Sie von bestimmten Ordnern oder Bibliotheken kein Backup anlegen, so klicken Sie links auf „Ordner ausschließen“ und wählen die Elemente aus, die nicht gesichert werden sollen. Über „Erweiterte Einstellungen“ legen Sie die Häufigkeit der durchgeführten Datensicherungen fest – zwischen „Alle 10 Minuten“ und „Täglich“ – und geben außerdem an, wie lange die gespeicherten Versionen aufbewahrt werden sollen, etwa „2 Jahre“. Interessant ist, dass Sie in den erweiterten Einstellungen festlegen können, wie oft Kopien der zu sichernden Dateien gespeichert und wie lange die gespeicherten Versionen aufbewahrt werden sollen. Wenn der Platz knapp werden sollte, können Sie hier über „Versionen bereinigen“ alle Kopien, die zum Beispiel älter als ein Jahr sind, löschen. Verlassen Sie den Dialog mit „Änderungen speichern“ und aktivieren Sie den Dateiversionsverlauf per Klick auf „Einschalten“. Nun startet Windows die erste Datensicherung. Wollen Sie eine solche Sicherung manuell anstoßen, klicken Sie auf „Jetzt ausführen“.

Bequeme Datensynchronisierung für Ihre Geräte im Netzwerk

Damit die Windows-Funktion „Dateiversionsverlauf“ oder eine Backup-Software auf das freige-gebene NAS-Verzeichnis zugreifen kann, müssen Sie sich einloggen.
Vergrößern Damit die Windows-Funktion „Dateiversionsverlauf“ oder eine Backup-Software auf das freige-gebene NAS-Verzeichnis zugreifen kann, müssen Sie sich einloggen.

Unter NAS-Besitzern ist das Echtzeit-Backup sehr beliebt, weil diese Variante für maximale Sicherheit steht. Sobald eine Datei geändert wurde, sorgen die Synchronisierungsfunktionen von Qnap und Synology dafür, dass sie auf den Netzwerkspeicher kopiert wird. So richten Sie diese Funktionen ein:

Synology Cloud Station Server: Loggen Sie sich an dem Rechner, auf dem Sie die Synchronisierung einrichten möchten, als Administrator bei Ihrem Synology-NAS ein. Öffnen Sie im Anschluss daran das Paketzentrum und geben Sie in das Suchfeld Cloud Station Server ein. Nach der Installation klicken Sie auf „Öffnen“. Bestätigen Sie den Aktualisierungshinweis bitte mit „Ja“. Im nachfolgenden Schritt wird die Konfigurationsmaske neu geladen und Sie starten die soeben installierte Komponente wie gewohnt über das Hauptmenü Ihres Synology-NAS. Bevor Sie mit dem Software-Download fortfahren, richten Sie – wie bereits beschrieben – einen neuen Freigabeordner und einen neuen Nutzer ein. Wechseln Sie zu Cloud Station Server, klicken Sie links auf „Einstellungen“, markieren Sie unter „Synchronisierungseinstellungen“ das soeben angelegte Verzeichnis und klicken Sie auf „Aktivieren“ und „OK“. Wechseln Sie jetzt über das „Hauptmenü“ und die „Systemsteuerung“ zu „Benutzer“, markieren Sie das spezielle Backup-Konto und wählen Sie „Bearbeiten“. Unter „Applikationen“ klicken Sie in der Spalte „Cloud Station Server“ auf „Zulassen“ und bestätigen per Klick auf „OK“.

Kehren Sie zum Dialog „Cloud Station Server“ zurück und klicken Sie links auf „Überblick“. Unter „Cloud-Station-Client-Dienstprogramme herunterladen“ klicken Sie bei „Cloud Station Backup“ auf „Jetzt herunterladen“. Im daraufhin geöffneten Dialog wählen Sie nun „Cloud Station Backup herunterladen – Für Windows“. Nutzen Sie einen Apple Mac, erkennt das NAS dies und stellt automatisch die Mac-Version zum Download zur Verfügung.

Der Dateiversionsverlauf ist eine einfach gehaltene Datensicherungsfunktion, mit der Sie Dateien, Ordner und Bibliotheken sichern können.
Vergrößern Der Dateiversionsverlauf ist eine einfach gehaltene Datensicherungsfunktion, mit der Sie Dateien, Ordner und Bibliotheken sichern können.

Nach dem Download installieren Sie das Programm und starten es. Klicken Sie auf „Jetzt starten“, um den Einrichtungsassistenten zu aktivieren. Auf Computern im Heimnetz geben Sie unter „Domänenname oder QuickConnect ID“ die IP-Adresse des NAS und die Anmeldedaten des speziellen Backup-Kontos an.

Auf einem Notebook, das auch über das Internet auf das NAS zugreifen soll, setzen Sie den Haken bei „SSL Datenverschlüsselung aktivieren“ und geben die Quickconnect-ID des NAS ein. Klicken Sie als Nächstes auf die Schaltfläche „Weiter“ und überspringen Sie die QuickConnect-Verbindung mit „Nicht jetzt“.

Tipp: Neue Festplatten in das NAS einbauen

Im folgenden Fenster geben Sie unter „Sicherungsquelle auswählen“ die Ordner auf dem Rechner an, die künftig gesichert werden sollen. Klicken Sie sich danach durch die Verzeichnisse und markieren Sie den oder die Ordner. Eventuelle Unterordner werden standardmäßig ebenfalls ausgewählt. Wollen Sie dies nicht, entfernen Sie einfach die Häkchen neben den jeweiligen Unterordnern.

Auf den Clients kümmert sich die Software Qsync darum, dass alle geänderten Dateien in Echtzeit auf den NAS-Speicher übertragen werden.
Vergrößern Auf den Clients kümmert sich die Software Qsync darum, dass alle geänderten Dateien in Echtzeit auf den NAS-Speicher übertragen werden.

Sie können übrigens zu jedem späteren Zeitpunkt weitere Ordner auswählen. Neben „Datensicherungsziel“ steht der zuvor angelegte Freigabeordner, gefolgt vom Namen des Computers. An die weiterführenden Optionen gelangen Sie, indem Sie nun auf die Schaltfläche „Datensicherungsregeln“ klicken. Im Anschluss daran legen Sie die maximale Dateigröße fest und schließen Dateinamen und Erweiterungen aus. Vier Einträge, darunter „*.lnk“ und „*.tmp“ sind bereits aktiv. Mit „Weiter“ sowie „Fertig“ schließen Sie die Einrichtung ab. Möchten Sie zusätzliche Backup-Jobs anlegen oder die Einstellungen anpassen, klicken Sie einfach das Programmsymbol in der Systray mit der rechten Maustaste an, wählen erst „Hauptanwendung“ und dann „Einstellungen“.

Das globale Verhalten der Backup-Routine legen Sie an Ihrem NAS im Dialog „Cloud Station Server“ nach einem Klick auf „Einstellungen“ fest. Markieren Sie den Datensicherungsordner und klicken Sie jetzt auf „Versioning“, um die Anzahl der Dateiversionen, die gespeichert werden sollen, anzugeben. In der Standardeinstellung sind das 32 Versionen. Auf die unterschiedlichen Dateiversionen greifen Sie über den „Versionsexplorer“ zu, den Sie sowohl an Ihrem NAS – im Dialog „Cloud Station Server“ im Bereich „Überblick“ – als auch in der auf den Clients installierten Software Cloud Station Backup finden. „Protokoll“ sowie „Client-Liste“ informieren Sie über den Backup-Verlauf und die Rechner und Macs, auf denen die Datensicherung konfiguriert ist.

Qsync Central Station 2.0 ist bei NAS-Systemen von Qnap vorinstalliert. Die App stellt die Schaltzentrale für alle im Zusammenhang mit der Synchronisierung anfallenden Arbeiten dar.
Vergrößern Qsync Central Station 2.0 ist bei NAS-Systemen von Qnap vorinstalliert. Die App stellt die Schaltzentrale für alle im Zusammenhang mit der Synchronisierung anfallenden Arbeiten dar.

Qnap Qsync Central Station 2.0: Melden Sie sich an dem Computer, an dem Sie die Sync-Funktion nutzen wollen, als Admin an der Konfigurationsoberfläche Ihres NAS an. Überprüfen Sie im Folgenden, ob das neu eingerichtete Benutzerkonto das Recht hat, auf die App Qsync zuzugreifen. Wechseln Sie zur „Systemsteuerung“, wählen Sie „Benutzer“ und klicken Sie in der Spalte des Benutzerkontos auf das Symbol „Anwendungsberechtigung bearbeiten“. Dann sollte unter „Netzwerkdienst“ neben „Qsync“ ein Häkchen zu sehen sein.

So geht's: NAS-RAM aufüsten

Klicken Sie danach auf das Desktop-Symbol „Qsync Central Station 2.0“. Standardmäßig ist der Bereich „Überblick“ aktiv. Wechseln Sie zum Bereich „Freigabeordner“, markieren Sie das Verzeichnis, das Sie speziell für Backup-Aufgaben angelegt haben, und bestätigen Sie mit „Übernehmen“. Kehren Sie nunmehr wieder zum „Überblick“ zurück und klicken Sie unter „Erste Schritte mit QSync“ auf das entsprechende Icon, um die erforderliche Software für Windows oder Mac auf Ihren Rechner zu laden. Spielen Sie das Programm Qsync ein, indem Sie den Bildschirmanweisungen folgen. Nach dem Abschluss der Installation startet die Anwendung automatisch.

Auf den Clients sorgt die Software Cloud Station Backup dafür, dass Dateien in Echtzeit von PCs und Macs auf das NAS-System kopiert werden.
Vergrößern Auf den Clients sorgt die Software Cloud Station Backup dafür, dass Dateien in Echtzeit von PCs und Macs auf das NAS-System kopiert werden.

Im Willkommensdialog tippen Sie daraufhin die IP-Adresse Ihres Qnap-NAS ein und geben die Zugangsdaten des Kontos, das Sie speziell für das Backup eingerichtet haben, ein. Falls gewünscht, können Sie auch den Namen Ihres Computers ändern. Nach einem Klick auf den Button „Übernehmen“ stellt der Client die Verbindung zum NAS her.

Im folgenden Dialog wählen Sie nunmehr den lokalen Ordner aus, dessen Inhalt künftig auf dem NAS gesichert und in Echtzeit synchronisiert werden soll. Klicken Sie hierzu in der Zeile, in welcher der von Ihnen angelegte Freigabeordner aufgeführt ist, auf das Plussymbol und wählen Sie im nächsten Schritt den lokalen Ordner aus, dessen Inhalte synchronisiert werden sollen. Das standardmäßig vorgeschlagene Ordnerpaar „Qsync“ löschen Sie per Klick auf das Minussymbol. Klicken Sie auf „Weiter“ und „Fertigstellen“, um die Einrichtung zu beenden. Das Tool kopiert den Inhalt des lokalen Ordners auf das NAS. Gehen Sie per Klick auf „Dateiaktualisierungscenter“, um einen Blick auf den aktuellen Fortschritt zu werfen.

Die App Cloud Station Server, die auf NAS-Systemen von Synology für die Datensicherung zuständig ist, muss manuell installiert werden.
Vergrößern Die App Cloud Station Server, die auf NAS-Systemen von Synology für die Datensicherung zuständig ist, muss manuell installiert werden.

Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, sollten Sie die Synchronisierungseinstellungen dahingehend konfigurieren, dass Dateien, die auf dem Client-Gerät gelöscht wurden, auf Ihrem NAS beibehalten werden. Klicken Sie in Qnap Qsync Central Station 2.0 auf „Geräte“ und entscheiden Sie sich in der Spalte des Clients für das Symbol „Einstellungen für Qsync-Dienstprogramm bearbeiten“. Im Register „Synchronisieren“ aktivieren Sie die Option „Während der Synchronisierung dürfen Sie keine Datei auf dem NAS entfernen“ und bestätigen mit einem Klick auf „Übernehmen“.

Online-Backup für das NAS

Dateien automatisch in der Cloud sichern: Indem Sie NAS-Dateien in einem Cloudspeicher sichern, spannen Sie ein zusätzliches Sicherheitsnetz auf. Die meisten NAS-Hersteller bieten Erweiterungen für gängige Clouddienste an. NAS-Geräte von Synology unterstützen zum Beispiel Dropbox , Google Drive , Onedrive und Amazon Cloud Drive .

Laden Sie dafür die App Cloud Sync über das Paketzentrum im NAS-Menü herunter. In Cloud Sync wählen Sie den Clouddienst aus, den Sie mit dem NAS verbinden wollen: Es öffnet sich danach ein Anmeldefenster, in dem Sie die Zugangsdaten für die Cloud eingeben. Anschließend müssen Sie der NAS-App erlauben, dass sie auf die Clouddateien zugreifen darf.

In Cloud Sync können Sie jetzt sofort eine Sicherungsaufgabe erstellen: Die App übernimmt als Aufgabenamen die Bezeichnung des Clouddienstes, zum Beispiel Dropbox. Bei „Lokaler Pfad“ wählen Sie den NAS-Ordner aus, der zukünftig automatisch gesichert werden soll, und unter „Remote-Pfad“ den Zielordner in der Cloud. Erstellen Sie für das Backup am besten einen neuen Cloudordner. Da Sie den Clouddienst nur als zusätzliches Backup für das NAS verwenden möchten, stellen Sie bei „Synchronisierungsrichtung“ die Option „Nur lokale Änderungen hochladen“ ein: Dann läuft der Datenabgleich nur vom NAS zum Clouddienst.

Wenn Sie die Option „Datenverschlüsselung“ aktivieren, verschlüsselt das NAS das Backup, bevor es die Daten in die Cloud lädt. Auf dem NAS selbst sind die Dateien weiterhin unverschlüsselt. Wollen Sie die Verschlüsselung nutzen, müssen Sie im nächsten Schritt ein Passwort dafür angeben. Sichern Sie außerdem den Schlüssel über „Exportieren“.

Sie können auch einstellen, dass Dateien, die Sie auf dem NAS (versehentlich) löschen, im Backup erhalten bleiben – das erhöht ebenfalls die Sicherheit. Danach lädt das NAS sofort die Dateien in die Cloud hoch. Am besten führen Sie das Backup regelmäßig durch: Einen Zeitplan dafür erstellen Sie unter „Systemsteuerung -> Aufgabenplaner“. Dort markieren Sie unter „Aufgabeneinstellungen“ die Option „Dienst starten“ sowie den Dienst „Cloud Sync“. Verlegen Sie die Backup-Aufgabe am besten in die Nacht, da sie unter Umständen länger dauert, denn die Upload-Bandbreite ist bei den meisten Internetanschlüssen deutlich schmaler als die Download-Rate.

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