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Android und iOS: Besserer Datenschutz für Onlinedienste

30.03.2020 | 13:02 Uhr | Arne Arnold

Die App Jumbo überprüft die Datenschutzeinstellungen bei einer ganzen Reihe wichtiger Onlinedienste.

Darüber hinaus verbessert sie mangelhafte Einstellungen auf Wunsch. Zu den überprüfbaren Diensten zählen Alexa, Gmail, Google, Googlemaps, Facebook und Twitter. Im Test wies die App etwa auf wichtige Einstellungen hin, die den Schutz der eigenen Privatsphäre deutlich verbessern können.

So geht’s: Nach der Installation der App Jumbo wählen Sie in Jumbo einen der überprüfbaren Dienste aus, wie beispielsweise Facebook. Jumbo fordert Sie danach auf, sich in diesen Dienst einzuloggen. Im Anschluss daran erteilen Sie der Jumbo-App das Recht, auf Ihre Facebook-Daten zugreifen zu dürfen. Mit diesem Recht analysiert Jumbo die Datenschutzeinstellungen in Facebook. Bei diesem Dienst kann Jumbo an besonders vielen Stellen den Datenschutz verbessern. Die App prüft zum Beispiel, ob in Ihrem Facebook-Konto die Gesichtserkennung auf Fotos aktiviert ist, ob Daten an externe Werbekunden verkauft werden dürfen, ob Facebook Ihren Standort abfragen darf und welche Infos Ihres Profils öffentlich sind. Mit Jumbo können Sie auch einschränken, wer Sie bei Facebook markieren kann und ob Suchmaschinen auf Ihr Profil verlinken dürfen. Alle diese Verbesserungen lassen sich grundsätzlich ebenfalls in den Einstellungen von Facebook vornehmen. Nur sind sie dort auf verschiedenen Unterseiten verstreut und nicht immer eindeutig beschrieben. Der Einsatz von Jumbo lohnt sich bei Facebook deshalb besonders.

Mit der App Jumbo prüfen Sie wichtige Onlinedienste, etwa Facebook und Google, auf Datenschutzeinstellungen.
Vergrößern Mit der App Jumbo prüfen Sie wichtige Onlinedienste, etwa Facebook und Google, auf Datenschutzeinstellungen.

Wer mit Jumbo seinen Google-Account scannt, kann überdies seine Privatsphäre verbessern. Jumbo prüft, welche Ihrer Suchanfragen bei Google gespeichert sind, und testet hierbei nicht nur die Anfragen bei der Suchmaschine Google, sondern gleichfalls in Gmail und Google Maps. Allerdings bietet Google selber einen guten Privatsphärencheck, der noch mehr Verbesserungen anbietet als Jumbo. Sie finden den Check unter https://myaccount.google.com/privacycheckup.

Bei Twitter wird auch die Standortfreigabe geprüft. Das Gleiche gilt für den Verkauf Ihrer Daten an externe Werbeanbieter und das Tracking auf Webseiten außerhalb von Twitter. Bei Alexa lassen sich die Aufzeichnungen Ihrer Sprachbefehle löschen.

Grundsätzlich gilt: Sie müssen der App Jumbo vertrauen, wenn Sie ihr die Zugriffsrechte auf Ihr Konto bei Facebook & Co. gewähren. Die Datenschutzerklärung der Jumbo-Macher finden Sie unter https://blog.jumboprivacy.com/privacy-policy.html. Aber selbst wenn Sie der App vertrauen, sollten Sie die Zugriffsrechte nicht für immer bei Jumbo belassen. Sie wiederrufen sie, indem Sie auf „Protect“ klicken und dann auf den fraglichen Dienst, etwa „Facebook“. Nun erscheint ein Menü, in dem Sie auf „Auf Verbindung trennen“ klicken. So lange Sie das nicht tun, hat Jumbo Zugriff auf Ihr Facebook-Konto und scannt dieses regelmäßig auf bessere Datenschutzeinstellungen.

Die App Jumbo ist größtenteils deutschsprachig. Einige Infobereiche sind allerdings noch englischsprachig.
Vergrößern Die App Jumbo ist größtenteils deutschsprachig. Einige Infobereiche sind allerdings noch englischsprachig.

Unter den weiteren Funktionen ist auch ein Leak-Test Ihrer Mailadresse. Unter dem Punkt „Protect –› Schutz“ können Sie eine Mailadresse eingeben und Jumbo überprüft, ob diese als Login-Info bereits im Internet kursiert. Hierzu übergibt die App Ihre E-Mail-Adresse an den vertrauenswürdigen Dienst https://haveibeenpwned.com.

Die App ist nicht komplett übersetzt. Zwar zeigt der Großteil von Jumbo eine deutschsprachige Bedienerführung an (Stand Ende 2019), doch neuere Funktionen und Informationen erscheinen englischsprachig.

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