1614547

10 Fragen und Antworten rund um SSDs

26.01.2018 | 08:46 Uhr |

SSDs haben im Vergleich zu herkömmlichen HDDs viele Vorteile, etwa die höhere Geschwindigkeit und den geringeren Formfaktor. Doch nicht jedem sind diese Vorteile bewusst. Wir beantworten die zehn wichtigsten Fragen zu SSDs.

1. Was ist der Unterschied zwischen einer SSD und einer HDD?

Eine SSD besteht aus einem Flashspeicher und punktet dank ihres komplett geräuschlosen Betriebs, da sie keine beweglichen Teile mitbringt. Das macht diesen Plattentyp außerdem noch sehr robust, was vor allem für mobil eingesetzte PCs wie Notebooks oder All-in-Ones von entscheidendem Vorteil ist.

Doch neben diesen Vorzügen gibt es auch einige Nachteile: So lässt sich eine SSD nicht beliebig oft beschreiben, da die Speicherzellen einer gewissen Abnutzung unterliegen. Bei einem eventuellen Defekt ist es sogar sehr viel schwieriger, die Daten zu retten, als bei HDDs. Und natürlich spielt auch der Preis eine Rolle: Im Vergleich zu HDDs und SSHDs sind SSDs deutlich teurer und bieten zum gleichen Preis oft nur sehr wenig Speicherkapazität. Die herkömmliche Festplatte (HDD) ist ein magnetisches Speichermedium und meist mit von der Partie, wenn es um einen neuen Rechner geht: Kein anderer Datenträger bietet zurzeit so viel Speicherplatz für vergleichsweise wenig Geld. HDDs kommen also immer dann zum Einsatz, wenn große Datenmengen ihren Platz finden müssen. Und durch den Zusammenschluss in einen RAID-Verbund lässt sich die Geschwindigkeit bis zu einem gewissen Grad steigern. Doch da HDDs mit beweglichen Teilen arbeiten, sind sie sensibel gegenüber Erschütterungen. Außerdem können eben jene Teile recht schnell verschleißen.

Kaufberatung: Die besten 2,5-Zoll-SSDs mit 240 bis 256 GB im Test  

2. Welche Anschlussmöglichkeiten habe ich?

SSDs gibt es wie HDDs als interne und externe Ausführungen. Externe SSDs kommen meist mit USB-Anschluss, teils bereits Typ C. Interne SSDs schließen Sie üblicherweise per SATA III an Ihr Mainboard an. Etwas exotischer ist dagegen die M.2-Steckkartenbauform, die sich immer mehr durchsetzt. Grund hierfür sind der geringere Platzbedarf und die höheren Datenraten, sofern die Karten die richtigen Protokolle unterstützen. Über SATA angeschlossene Speichermedien können bis zu 600 MB/s erreichen. Auf höhere Datenraten kommen Sie über PCI-Express: Bei x2-Anbindung sind es bis zu 1000 MB/s, bei maximal möglicher x4-Anbindung klettert die Datenrate auf satte 2000 MB/s. Die künftigen M.2-Karten, die die dritte PCI-Express-Generation unterstützen und voll angebunden sind, werden es sogar auf bis zu 4000 MB/s bringen.

Eine Sonderform bei SSDs ist die M.2- Bauweise, für welche ein spezieller Steckplatz nötig ist.
Vergrößern Eine Sonderform bei SSDs ist die M.2- Bauweise, für welche ein spezieller Steckplatz nötig ist.

Damit unerfahrene Nutzer nicht versehentlich mSATA-Steckkarten in einen M.2-Anschluss stecken (oder umgekehrt), weisen die Anschlüsse unterschiedliche Kerben auf. Neben der flotteren Datenübertragung entfallen bei M.2-SSDs auch noch die üblichen Strom- und Datenkabel – die kleine Karte wird in den entsprechenden Steckplatz eingebaut und ist sofort betriebsbereit. Auch die Installation von Treibern oder Konfigurationsschritte entfallen, da die Speichermodule die im Betriebssystem integrierten AHCI-Treiber nutzen können.

Bevor Sie sich aber eine M.2-SSD zulegen, müssen Sie erst einmal Ihre vorhandene Hardware überprüfen: Checken Sie im Handbuch oder auf der offiziellen Webseite Ihres Mainboard-Herstellers, ob Ihre Hauptplatine überhaupt einen M.2-Steckplatz besitzt. Das ist meist ab dem Intel-Chipsatz Z97 und neueren FX-990-Chipsätzen von AMD der Fall. Wichtig dabei ist es auch noch, zu prüfen, ob der Steckplatz über SATA oder PCI-Express kommuniziert. Denn eine PCIe-M.2 funktioniert nicht in einem über SATA angebundenen Anschluss. Weiterhin müssen auch die goldenen Kontakte (Steckverbinder) an der M.2-SSD zu Ihrem Mainboard-Steckplatz passen. Die Anzahl der Pins auf den Steckverbinder entscheidet auch darüber, wie schnell die kleine Flashkarte Daten überträgt (siehe Abbildung). B-markierte Verbinder können via SATA oder PCIe-x2 kommunizieren. M-markierte Stecker unterstützen neben SATA auch noch PCIe-x4 und somit die theoretisch aktuell maximale Geschwindigkeit.

M.2-SSDs können um einiges schneller sein als klassische SSDs.
Vergrößern M.2-SSDs können um einiges schneller sein als klassische SSDs.

Haben Sie diese Hürden genommen, bleibt noch ein letztes Detail zu beachten: die Länge der M.2-Karte. Länge und Breite der M.2- Speicher lassen sich oft schon aus der Modellbezeichnung ableiten: So ist eine „M.2 2280“-Karte 22 Millimeter breit und 80 Millimeter lang. Die Länge variiert von 30 bis 110 Millimeter. Je länger ein Modul ist, desto mehr Speicherchips lassen sich darauf unterbringen, was wiederum zu einer höheren Speicherkapazität führt. Beachten Sie auch, dass M.2-Module nicht hot-plugfähig sind, sich also nicht während des Betriebs ein- oder ausstecken lassen.

3. Welche Kosten kommen bei der Anschaffung auf mich zu?

SSDs bekommen Sie derzeit mit Kapazitäten zwischen 32 GB und 4 TB. Um den Preis einschätzen zu können, sollten Sie ihn auf Cent pro GB herunterrechnen. Beispiel: Eine SATA-III-SSD mit 128 GB kostet um die 55 Euro, was etwa 43 Cent pro GB entspricht. Eine SATA-III-SSD mit 256 GB bekommen Sie für etwa 100 Euro, was 39 Cent pro GB entspricht. Folglich kommt Sie das 256-GB-Modell günstiger als die 128-GB-Ausführung.

Möchten Sie den Vergleich mit SATA gegen M.2 anstellen, kommen Sie zu folgendem Ergebnis: Eine M.2-SSD mit 256 GB liegt bei etwa 120 Euro, ist also etwas teurer als eine SATA-III-SSD. Die Entscheidung sollten Sie hier also davon abhängig machen, welche Schnittstelle für Ihren PC günstiger ist.

SSD statt Festplatte: So zieht Windows ohne Neu-Installation um

4. Was bedeuten die Abkürzungen IOPS, MTBF und TBW?

Wer sich mit SSDs beschäftigt, der stolpert über verschiedene Abkürzungen:

Der IOPS-Wert (Input and Output Operations per Second, Eingabe- und Ausgabevorgänge pro Sekunde) gibt an, wie viele Ein-/ Ausgabeanforderungen eine SSD verarbeiten kann. Je höher dieser Wert ist, desto schneller ist das Laufwerk. Wenn das Laufwerk jedoch für längere Zeit in Betrieb ist, nimmt der IOPS-Wert mit steigender Anzahl der auszuführenden Operationen ab.

Der MTBF-Wert (Mean Time Between Failures, mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen) ist die voraussichtliche Laufzeit zwischen zwei Systemausfällen während des Betriebs. Sie errechnet sich aus der Summe der Betriebszeiten geteilt durch die Anzahl der beobachteten Ausfälle.

Die TBW-Angabe (Terabytes Written, geschriebene Terabyte) ist ein vom Hersteller gemachte Aussage über die Lebensdauer einer SSD. In Verbindung mit der Garantie lassen sich daraus die Drive Writes per Day (DWPD) berechnen, also wie oft Sie eine SSD pro Tag beschrieben können. Die Formel lautet:

DWPD = (TBW in TB x 1000) / (356 Tage x Garantiezeit x SSD-Kapazität in GB) 

5. Wie bekomme ich meine Daten von einer HDD auf eine neue SSD?

Wer seine alte HDD durch eine schnelle SSD ersetzen möchte, sollte sich zuerst Zeit für die Vorbereitung nehmen: Räumen Sie Ihre alte HDD vor dem Umzug auf, und sichern Sie alle wichtigen Dateien in einem Backup. Dann geht es ans Übertragen der Daten auf die SSD. Am leichtesten und schnellsten geht es, wenn der PC über einen freien SATA-Port verfügt, an den Sie die SSD einfach anschließen können. Sollte das nicht möglich sein, verwenden Sie einen USB-SATA-Adapter, am besten für den USB-3.0-Port.

Für den Transfer verwenden Sie ein Tool wie Aomei Partition Assistant Standard Edition für den Partitionsstil MBR oder Minitool Partition Wizard Free für GPT-Partitionen. Welchen Partitionsstil Ihre HDD einsetzt, erfahren Sie in der Datenträgerverwaltung: Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, tippen Sie diskmgmt.msc ein, und klicken Sie auf „OK“. Klicken Sie im unteren Bereich die Festplatte mit der Systempartition, beispielsweise „Datenträger 0“, mit der rechten Maustaste an, und gehen Sie im Menü auf „Eigenschaften“. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Volumes“. Wenn hinter „Partitionsstil“ der Eintrag „Master Boot Record (MBR)“ steht, können Sie Aomei Partition Assistant Standard Edition verwenden. Taucht dagegen „GUID-Partitionstabelle (GPT)“ auf, nutzen Sie Minitool Partition Wizard Free, dessen Verwendung wir im Folgenden beschreiben.

Variante 1: Wenn Sie nur die Partitionen des Betriebssystems spiegeln möchten, klicken Sie unter „Wizards“ auf „Migrate OS to SSD/HD Wizard“. Wählen Sie in der Liste die SSD als Ziellaufwerk aus, und klicken Sie auf „Next“. Standardmäßig ist die Option „1. Fit partitions to entire disk“ voreingestellt. Partition Wizard Free erstellt dann auf der SSD Partitionen proportional zur bisherigen Größe. Sie können den Vorschlag einfach übernehmen oder die Option „Edit partitions on this disk“ wählen und die Partitionsgröße anpassen. Für die Wiederherstellungs- und EFI-Partition beispielsweise können Sie sich an den bisherigen Größen orientieren. Diese müssen in der Regel nicht verändert werden. Ist die SSD groß genug, können Sie auch Platz für eine weitere Partition schaffen. Das erleichtert das Backup. Zum Abschluss klicken Sie auf „Next“ und „Finish“.

Variante 2: Befindet sich auf der Festplatte eine weitere Datenpartition, die auch auf die SSD soll, gehen Sie auf „Copy Disk Wizard“. Klicken Sie auf „Next“, wählen Sie die zu kopierende Festplatte aus, und klicken Sie auf „Next“. Wählen Sie die SSD als Ziellaufwerk aus, und klicken Sie auf „Next“. Anschließend haben Sie die gleichen Partitionierungsoptionen wie unter unter „Variante 1“ . Zum Abschluss klicken Sie auf die Schaltflächen „Next“ und „Finish“.

Um die Änderungen anzuwenden, klicken Sie auf „Apply“ und bestätigen mit „Yes“. Partition Wizard Free kopiert zuerst die nicht gesperrten Partitionen. Da auf der Windows-Partition Dateien geöffnet sind, kann diese nur vor dem Windows-Start kopiert werden. Das Programm informiert Sie darüber, und Sie klicken auf „Restart Now“. Nach dem Neustart setzt Partition Wizard Free seine Arbeit automatisch fort. Ist der Vorgang abgeschlossen, startet Windows neu. Wegen der optimalen Ausrichtung der Partitionen („Alignment“) müssen Sie sich keine Gedanken machen, denn dies erledigt das Tool automatisch.

SSDs und Festplatten: Fünf Tipps zur Optimierung

6. Wie kann ich die Lebensdauer einer SSD auslesen?

Mit einem Gratistool wie SSD Life Free können Sie die Lebensdauer einer SSD besser einschätzen.
Vergrößern Mit einem Gratistool wie SSD Life Free können Sie die Lebensdauer einer SSD besser einschätzen.

Angeblich haben SSDs eine kürzere Lebensdauer als HDDs, die noch mit rotierenden Magnetscheiben arbeiten. Tatsächlich verkürzt sich die Lebensdauer einer Solid State Disk, je mehr Schreibzyklen die Speicherchips durchlaufen. Jedoch liegt die Anzahl der Zyklen bei über 10 000, weshalb es im Normalfall eigentlich kaum möglich ist, dass der Flashspeicher an seine Grenzen kommt. Außerdem gewährleisten neue Techniken eine Optimierung der Schreibvorgänge, um beispielsweise dafür zu sorgen, dass die Speicherzellen gleichmäßig beschrieben werden.

Wer es genau nehmen möchte, der kann sich mithilfe von kostenlosen Tools die zu erwartende Lebensdauer seiner SSD auslesen lassen. Ein Beispiel wäre „ SSD Life Free “, das auch noch weitere nützliche Daten des Flashspeichers verzeichnet. Neben der aktuell installierten Firmwareversion, der genauen Modellbezeichnung und der gesamten Arbeitszeit der SSD zeigt die Software auch den aktuellen Gesundheitszustand an – und darunter die zu erwartende Lebenszeit des Flashspeichers. Doch komplett vertrauen können Sie der Angabe gleich nach der Installation noch nicht. Der Hersteller empfiehlt, das Programm mindestens zwei Wochen lang im Hintergrund aktiv zu lassen, damit es protokollieren kann, wie viele Daten Sie tatsächlich auf die SSD schreiben. Und selbst dann kann das Tool nicht hundertprozentig die exakte Lebensdauer des Flashspeichers voraussagen.

Die sogenannten S.M.A.R.T.-Daten (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology), die Ihnen beispielsweise Temperaturen oder Fehlerraten anzeigen, können Sie mit diesem Programm allerdings nur auslesen, wenn Sie sich die kostenpflichtige Version zulegen. Eine kostenlose Alternative hierfür ist zum Beispiel das Tool SSD-Z, das unter anderem auch einen kleinen Benchmark mitbringt. Auf diese Weise lassen sich die Geschwindigkeiten der Schreibraten und Zugriffe messen.

7. Was hat es mit dem TRIM-Kommando auf sich?

Das Kommando TRIM löst Performanceprobleme, die bei einer SSD im Laufe ihrer Benutzung gelegentlich auftreten können. Da ein bereits beschriebener Block erst komplett gelöscht werden muss, bevor er sich erneut beschreiben lässt, kann dies die Geschwindigkeit der Platte verringern, wenn er nur bei Bedarf ausgeführt wird. Das TRIM-Kommando greift schon ein Weilchen vorher ein, indem es ab Windows 7 das Betriebssystem anweist, nicht mehr benutzte Datenblöcke direkt zu löschen und sie so auf einen weiteren Schreibvorgang vorzubereiten.

Ab Windows 7 sollte das Betriebssystem also eine SSD erkennen und das TRIM-Kommando automatisch aktivieren, sofern die Platte dies unterstützt – das sollten Sie im Vorfeld überprüfen. Öffnen Sie dazu die Kommandozeile, und tippen Sie „fsutil behavior query disabledeletenotify“ (ohne Anführungszeichen). Wenn Sie die Antwort „DisableDeleteNotify=0“ erhalten, ist TRIM bereits aktiviert. Wenn nicht, stellen Sie sicher, dass Ihre SSD-Treiber auf dem neuesten Stand sind.

Siehe auch: Das müssen Sie beim Kauf von M.2-SSDs beachten

8. Wie kann ich die Leistung einer SSD unter Windows 7 verbessern?

Windows 10 optimiert auch SSDs, allerdings auf eine andere Art als normale Festplatten.
Vergrößern Windows 10 optimiert auch SSDs, allerdings auf eine andere Art als normale Festplatten.

Das Advanced Host Controller Interface (AHCI) garantiert im Zusammenspiel mit einem SSD-Laufwerk eine optimierte Datenübertragung mit einem deutlich höheren Datendurchsatz als IDE. Damit Sie diesen nutzen können, sind zwei Voraussetzungen zu erfüllen: Der AHCI-Modus muss im Bios des PCs aktiviert sein, und Windows muss die passenden Treiber laden.

Unter Windows 10 geschieht dies automatisch. Bei Windows 7 müssen Sie eventuell nachhelfen: Kontrollieren Sie beim nächsten Booten Ihres PCs, ob der entsprechende Parameter im Bios eingetragen ist. Wenn dort die richtigen Werte gesetzt sind, rufen Sie den Geräte-Manager auf. An dieser Stelle sollten Sie unter dem Punkt „IDE ATA / ATAPI-Controller“ einen Verweis auf den AHCI-Controller finden. Ist dieser nicht vorhanden, lässt er sich mit den folgenden Einträgen in der Registry aktivieren:

Setzen Sie den Schlüssel „Start“ im Verzeichnis „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ CurrentControlSet\services\msahci“ auf den Wert 0. Setzen Sie anschließend den Schlüssel „Start“ von „HKEY_LOCAL_MACHINE\ SYSTEM\CurrentControlSet\services\ iaStorV“ ebenfalls auf den Wert 0. Starten Sie dann Ihren Rechner neu, und kontrollieren Sie den Geräte-Manager. Der entsprechende Eintrag sollte vorhanden sein.

9. Schadet das Defragmentieren unter Windows 10 meiner SSD?

Bei Festplatten gehört das Defragmentieren zu den Basisaufgaben: Windows räumt dabei den Magnetspeicher so auf, dass zusammenhängende Dateien auch auf der Platte nahe beieinanderliegen. Das erhöht die Geschwindigkeit der Festplatte vor allem beim Lesen und Schreiben großer Dateien, da die Schreib-/Leseköpfe keine weiten Wege zurücklegen müssen.

Auch Windows 10 bietet eine Funktion, um Laufwerke zu defragmentieren und zu optimieren – selbst bei SSDs. Allerdings ist bei Flashspeichern das Defragmentieren kontraproduktiv, denn wenn Windows Dateien neu sortieren würde, müsste es jedes Mal Schreibvorgänge auf der SSD durchführen. Da SSDs aber nicht beliebig viele Schreibvorgänge vertragen, würde das Defragmentieren ihre Lebensdauer verkürzen. Deshalb schaltet Windows 10 das Defragmentieren aus, sobald es eine SSD im System entdeckt. Trotzdem finden Sie aber auch bei einer SSD die Funktion zur Laufwerksoptimierung – bringt Windows 10 also Ihre SSD schrittweise um?

Nein. Denn das Betriebssystem optimiert SSDs anders als Festplatten. Die Optimierung umfasst nämlich neben dem Defragmentieren zahlreiche andere Optionen, die das Speichertempo erhöhen sollen. Bei einer SSD führt Windows 10 keine Defragmentierung durch. Stattdessen verbessert es die SSD-Geschwindigkeit per TRIM-Befehl (siehe dazu Punkt 7), und die Schreibgeschwindigkeit der SSD steigt. Damit stellt der TRIM-Befehl die Verbindung her zwischen dem Dateisystem, in dem Windows den Speicherinhalt organisiert, und der Blockstruktur, mit der die SSD den Speicherplatz verwaltet.

Solange also Windows den eingesetzten Flashspeicher als SSD erkennt, wendet das Betriebssystem die passende Optimierung für den Speicher an. Es schickt dazu einen ATA-Befehl an die SSD, mit dem es unter anderem die Drehgeschwindigkeit der Platte abfragt. Gibt die SSD die korrekte Antwort, die sie als nichtdrehendes Speichermedium ausweist, weiß Windows, dass ein Flashspeicher im System steckt. Sollten Sie eine SSD eingebaut haben, die Windows fälschlicherweise als Festplatte erkennt, sollten Sie die Firmware der SSD so schnell wie möglich aktualisieren.

Siehe auch: Die besten SSD-Gratis-Tools

10. Wie lösche ich eine SSD am besten ohne Rückstände?

In den üblichen SSDs kommt ein Flashspeicher zum Einsatz, der nur eine begrenzte Anzahl an Schreibvorgängen verkraftet. Denn mit der Zeit verlieren die Zellen die Fähigkeit, Ladung zu speichern. Danach wird die Speicherzelle “vergesslich” und kann keine neuen Daten mehr speichern, bleibt allerdings lesbar. Der Nebeneffekt: Ein zuverlässiges Löschen und Überschreiben von Daten ist damit auf herkömmlichen Weg nicht möglich.

Um dennoch Daten dauerhaft von der SSD werfen zu können, legen die Hersteller ihren Produkten Toolpakete bei, die auch eine Löschfunktion enthalten. So findet sich etwa in der Software „Samsung Magician“ die Option „Secure Erase“.

► Samsung 960 PRO 1 TB bei Caseking: bit.ly/2tIGoXp
3500 MB/s beim sequenziellen Lesen, 2100 MB/s beim Schreiben: Die Samsung SSD 960 PRO NVMe M.2 ist die aktuell schnellste M.2-SSD auf dem Markt - perfekt für System-SSD der Höllenmaschine 8. Die Samsung 960 Pro erreicht damit vier- bis siebenmal so hohe Datenraten wie die besten SATA-SSDs. Der Preis liegt bei 500 Euro, standesgemäß bauen wir in Kooperation mit Samsung gleich vier Stück in die Höllenmaschine 8, der Wert der System-SSD liegt damit bei 2000 Euro.

--------

►Alle ausführlichen Infos zu den SSDs:
www.pcwelt.de/2280108

► Höllen-Hardware zum Schnäppchen-Preis - die Höllen-Deals der Woche:
www.pcwelt.de/hm08deals

► Alle Infos zur Höllenmaschine 8:
www.pcwelt.de/hm08

► Höllenmaschine 8 - So nehmt Ihr teil:
youtu.be/ks0W_PaFeO4


PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
1614547