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Kontextmenü: Überflüssige Einträge entfernenWenn das Kontextmenü des Windows-Explorers überquillt ...... löschen Sie so entbehrliche Einträge:

29.08.2002 | 11:06 Uhr | Hermann Apfelböck, David Wolski

Windows 95, 98, ME, NT, 2000, XP

Das Kontextmenü von Dateien und Ordnern im Windows-Explorer soll schnellen Zugriff auf die am häufigsten benötigten Programme und Befehle bieten.

Da sich aber fast jede Software für wichtig hält, tragen sich viele Programme im allgemeinen Kontextmenü aller Dateien und Ordner ein. Einige fragen bei der Installation, ob das gewünscht ist, andere erstellen den Eintrag ohne Rückfrage.

Wenn auf einem Rechner massenhaft Programme installiert sind, sehen die Menüs entsprechend überfrachtet aus.

Werfen Sie zuerst jeweils einen Blick in das Kontextmenü von Dateien und das von Ordnern. Treffen Sie dann eine Auswahl, welche Menüpunkte Sie entfernen möchten, und notieren Sie sich die Namen der überflüssigen Punkte.

Starten Sie den Registry-Editor REGEDIT.EXE. Da die Registry mehrere Orte für die Kontextmenüpunkte bietet, müssen Sie hier systematisch einige Schlüssel in der Struktur unter "Hkey_Classes_Root" durchgehen.

Der erste Ort, der für Einträge im Kontextmenü von Dateien in Frage kommt, ist "Hkey_Classes_Root\*\Shell". Unter "Shell" angelegte Unterschlüssel interpretiert Windows als Eintrag im Kontextmenü aller Dateien. Die Bezeichnung des Eintrags ist entweder identisch mit dem Namen des Unterschlüssels oder mit dessen "(Standard)"-Wert. Sollten Sie hier nicht benötigte Kontextmenüpunkte entdecken, löschen Sie einfach den betreffenden Unterschlüssel.

Der nächste potenziell relevante Schlüssel findet sich unter "Hkey_Classes_Root\*\ShellEx\ContextMenuHandlers". Programme tragen ihren Kontextmenüpunkt hier aber nicht im Klartext ein, die Einträge sind deshalb schwerer zu identifizieren. Beispielsweise legt Winzip einen Unterschlüssel namens "Win-Zip" an, dessen Eintrag "(Standard)" in Form einer hexadezimalen Zahlenkette auf eine Class-ID verweist.

Diese Class-ID bestimmt die eigentlichen Menüpunkte und deren Namen. Wenn Sie wegen der abstrakten Class-ID nicht sicher sind, welcher Menüpunkt sich tatsächlich hinter der Zahlenkette versteckt, machen Sie einen einfachen Test:

Gehen Sie zu einem verdächtigen Schlüssel, klicken Sie doppelt auf den Eintrag "(Standard)", und tragen Sie im Dialog "Zeichenkette bearbeiten" ein Minuszeichen am Anfang der Zahlenkette ein.

Die Class-ID ist damit deaktiviert. Sehen Sie jetzt im Kontextmenü nach, ob der entsprechende Menüpunkt verschwunden ist. Ist das der Fall, dann haben Sie den richtigen Registry-Eintrag gefunden. Wenn sich der Punkt weiterhin zeigt, entfernen Sie das Minuszeichen wieder vom Anfang der Zahlenkette und wiederholen den Test mit dem nächsten verdächtigen Eintrag.

Anschließend geht es weiter zum Schlüssel "Hkey_Classes_Root\AllFileSystemObjects\Shell", der nicht nur Auswirkungen auf das Kontextmenü von Dateien hat, sondern auch von Ordnern.

Falls der Unterschlüssel "Shell" vorhanden ist, können hier analog zu "Hkey_Classes_Root\*\Shell" Menü-Einträge im Klartext vorliegen. In den Unterschlüsseln von "Hkey_Classes_Root\AllFileSystemObjects\ shellex\ContextMenuHandlers" finden Sie wieder Class-IDs, die die Menüpunkte festlegen.

So ist hier etwa unter "Send To" die Funktion des Kontextmenüpunkts "Senden an" definiert. Nach dem gleichen Schema enthalten "Hkey_ Classes_Root\Folder" und "Hkey_Classes_Root\Directory" in den Unterschlüsseln "Shell" und "ContextMenuHandlers" mögliche Einträge für das Kontextmenü von Ordnern.

Wenn Sie diese Registry-Schlüssel nicht systematisch durchgehen, sondern pauschal alle Kontextmenüpunkte löschen möchten, die nicht als Standard zu Windows gehören, nehmen Ihnen zwei Registry-Dateien die Arbeit ab:

9XNOKONT.REG ist eine REG-Datei für Windows 95/98 und ME. Ein Doppelklick importiert die Datei in die Registry und löscht aus den genannten Schlüsseln alle Kontextmenüpunkte. Das Pendant für Windows 2000 und XP ist 2KNOKONT.REG .

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