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iTunes in Unternehmen

07.02.2011 | 09:49 Uhr |

Aber diese Art der iTunes-Verwendung ist in einem Unternehmen nicht notwendig, behauptet Lindeman, denn Sie können Medien und Apps direkt vom iPad oder iPhone kabellos herunterladen. Sie benötigen dafür zwar ein iTunes-Benutzerkonto, jedoch nicht die iTunes Software. Die iTunes-Software ist nur für die Aktualisierung des iOS und die Datensicherung notwendig, wobei die Medien und Apps, welche über iTunes erworben wurden auch bei Apples Servern gesichert sind.

Die wenigsten Unternehmen verteilen deren geschäftliche Apps über iTunes. Apple bietet die Möglichkeit die Apps direkt zu installieren. Für große Unternehmen können Sie Verwaltungs-Programme für Mobilgeräte, wie beispielsweise AirWatch, Boxtone und Mobilelron verwenden, um alle iOS-Geräte kabellos mit Apps zu versorgen. Auf diese Art und Weise kommen die Geräte auch nicht in Konflikt mit dem iTunes-Benutzerkonto des Nutzers. Die persönlichen Apps werden durch diese Verbindung nicht gelöscht oder in anderer Weise beeinflusst.

Benötigen Sie nicht iTunes, um die Unternehmens-Apps und Daten zu sichern? Nein, sagt Lindeman. Die Datensicherung , die iTunes auf dem Nutzer-PC vollzieht, beinhaltet keine Unternehmens-Apps, E-Mails, Kalender oder andere Daten, die über Exchange ActiveSync an das iOS gesendet wurden. Diese Informationen werden auf den Exchange Servern oder den MDM-Servern gesichert. Dies ist ein großer Vorteil für Datensicherheit.

Das iPad oder iPhone kann beide Daten, von iTunes und die Unternehmensdaten auf dem integrierten Speicher speichern. Wenn ein Gerät vollständig gelöscht oder eine App entfernt wird, so verschwinden auch die damit verbundenen lokal gespeicherten Daten. Die Synchronisation über iTunes sichert diese privaten Daten, aber da die Unternehmens-Apps nicht über iTunes synchronisiert werden, werden die damit verbundenen Daten auch nicht gesichert. Die Lösung für dieses Problem ist, nach Lindeman, die geschäftlichen Daten des Gerätes in regelmäßigen Abständen auf den Unternehmensservern zu sichern. Folglich können die Arbeitnehmer die iOS-Geräte zu Hause mit iTunes synchronisieren, ohne sich über die unternehmensbezogenen Daten sorgen zu müssen. Es sind folglich keine weiteren Sicherheitsvorkehrungen für den heimischen PC notwendig, da dort keine Geschäftsgeheimnisse gesichert würden.

Die meisten Organisationen müssen sich heutzutage keine Sorgen über iTunes-Konflikte machen, auch wenn die Smartphones privat und geschäftlich genutzt werden, solange Exchange oder ein vergleichbares MDM-Programm für die Unternehmens-Apps verwendet wird. Aber wenn Sie die AirPlay-Funktionen nutzen wollen, so sind Ihre Möglichkeiten sehr eingeschränkt.

Es steht uns noch eine spannende Entwicklung bevor und wir sind gespannt, wie iOS die AirPlay-Zugriffsverwaltung für Unternehmen in Zukunft handhaben wird. Wird es in Zukunft mehrere Nutzerkonten pro Gerät geben? Diese Funktion wird in Zukunft immer wichtiger, da die Synchronisation immer häufiger kabellos stattfindet und seltener an einem bestimmten Computer. Irgendwer wird hierfür sicher eine entsprechende App entwickeln.

Der Originalartikel stammt von Galen Gruman.

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