2611598

iPhone 13 (Pro): 5 Gründe gegen den Kauf

17.09.2021 | 10:30 Uhr | Dennis Steimels

Vor dem Kauf eines iPhone 13 sollten Sie diese Grunde unbedingt kennen, die gegen eine Anschaffung sprechen.

Am 14. September hat Apple seine neue iPhone-Generation vorgestellt , die aus vier Modellen besteht: iPhone 13, 13 Mini, 13 Pro, 13 Pro Max. Und natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder einige Argumente, die gegen einen Kauf sprechen. Die Gründe, die für ein Upgrade sprechen, haben wir Ihnen in diesem Artikel zusammengefasst .

Grund 1: 120 Hertz nur in den teuren Pro-Modellen

Apple hängt vor allem bei der Bildwiederholrate seiner Displays stark der Android-Konkurrenz hinterher, die mittlerweile nicht mehr nur im Flaggschiff-Bereich 120-Hertz-Screens anbietet, sondern auch schon im günstigen Mittelklasse-Segment unter 300 Euro. Der Vorteil: Flüssigere Darstellung und Bedienung von Inhalten wie Spiele oder Scrollen.

Davon ist Apple noch meilenweit entfernt. Immerhin bieten jetzt die beiden Pro-Modelle des iPhone 13 OLED-Display mit einer variablen Bildwiederholrate von 10 bis hoch zu 120 Hertz. Die Standard-Modelle iPhone 13 und 13 Mini schauen hingegen in die Röhre und dürfen sich wohl erst 2022 beim iPhone 14 auf eine hohe Frequenz freuen. Bis dahin dümpeln sie mit 60 Hertz herum. Um also von 120 Hertz zu profitieren, müssen Sie mindestens 1149 Euro ausgeben!

Das liegt einerseits wohl an der Produktion der LTPO-Displays, die eine so hohe Stückzahl, wie sie bei allen vier Modellen nötig gewesen wäre, nicht stemmen kann. Neben Samsung wird Apple für das iPhone 14 wohl LG als weiteren Lieferanten von LTPO-OLED-Bildschirm ins Boot holen .

Grund 2: Kein Fingerabdrucksensor im Display

Lange hielten sich die Gerüchte, dass die Touch-ID mit dem iPhone 13 auch im Highend-Bereich zurückkehren könnte – diesmal aber nicht in Form eines physischen Buttons wie beim aktuellen iPhone SE 2 (im Test) , sondern unter dem Display-Glas, wie Sie es bereits von Android-Handys wie dem aktuellen Galaxy S21 (alle Infos) kennen.

Leider hat sich dieses Gerücht nicht bewahrheitet, was angesichts der bestehenden Pandemie und der aktuellen Maskenpflicht sehr ärgerlich ist. Zwar testet Apple wohl schon einige In-Screen-Fingerabdruck-Scanner, allerdings wird Apple einen solchen wohl erst in den 2022er iPhone-Modellen als komplett neue Touch-ID einbauen, heißt: im iPhone 14. Und da soll Touch-ID als zusätzliche Entsperrmethode ins Apple-Handy kommen, Face-ID bleibt bestehen..

iPhone 14: Alles zu Features, Design, Preis – das kommt 2022

Grund 3: Kamera-Verbesserungen wie 48 Megapixel, Periskop, 8K-Videos fehlen

Ja, die Kamera wurde sowohl bei der Hardware (größere Sensoren, optische Bildstabilisierung mit Sensorverschiebung in allen Modellen) als auch bei der Software verbessert, für eine noch bessere Fotoqualität. Allerdings fehlen Features, die wir bei iPhones vermissen und bei Android-Flaggschiffen schätzen. Dazu gehört beispielsweise eine Periskop-Kamera für einen qualitativ hochwertigen optischen beziehungsweise hybriden Zoom. Oder der 100-fache Digitalzoom im Galaxy S21 Ultra. Klar, das ist nur eine Spielerei, die Qualität ist aber tatsächlich gar nicht so übel und Spaß macht es auch, den Mond mal ganz nah zu sehen. Erst nächstes Jahr sollen die iPhones eine Periskop-Kamera für 10-fach optischen Zoom erhalten,

Auch ist es an der Zeit, die Auflösung anzupassen. Nicht etwa, weil nur durch mehr Pixel die Qualität besser werden würde. Vielmehr nutzen die Konkurrenten Algorithmen, die etwa aus 48-Megapixel-Rohdaten ein 12-Megapixel-Bild erstellen, die dadurch mehr Bild- und Lichtinformationen enthalten. So werden vier Pixel zu einem Pixel, die mit 2,5 Mikrometern deutlich größer wären als die 1,7-Mikrometer-Pixel im iPhone 13.

Apple ermöglicht es im iPhone 13, wie zuvor auch, Videos mit bis zu 4K bei 60 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Im nächsten Jahr sollen Nutzer dann Videos in 8K filmen können.

Grund 4: Notch ist zwar kleiner, aber noch immer da

Man mag die Notch mittlerweile als Alleinstellungsmerkmal der iPhones sehen. Denn während zu Beginn noch alle auf den Zug aufsprangen und die Notch Trend war, sieht man aktuell fast nur noch Punch-Holes. Also super kleine Display-Aussparungen nur für die Frontkamera. Auch wenn die Kerbe in allen iPhone-13-Geräten jetzt 20 Prozent schmaler ist, sie ist noch immer da und stört.

Zuletzt hat der bekannte Jon Prosser Renderings des iPhone 14 veröffentlicht , die wohl das iPhone 14 tatsächlich komplett ohne Display-Kerbe am oberen Bildschirmrand zeigen. Stattdessen ist dort nur ein Punch-Hole für die Frontkamera, die Sensoren für die Face-ID sind hinter dem Display-Glas versteckt. Doch wird Apple wirklich nächstes Jahr diese Revolution schaffen und auf das klassische Design-Merkmal verzichten, das ein iPhone schon auf Ferne von einem Android-Handy unterscheidet? Wir sind skeptisch .

Eine kleine runde Aussparung für die Facetime-Kamera im Display des iPhones 14.
Vergrößern Eine kleine runde Aussparung für die Facetime-Kamera im Display des iPhones 14.
© Jon Prosser & Renders by Rian

Sicher wird die Notch irgendwann verschwinden, aber vermutlich noch nicht jetzt. Laut Bloomberg soll die Notch nächstes Jahr sogar noch kleiner werden als dieses Jahr und damit weniger stören als jetzt, auch wenn sich die meisten iPhone-Nutzer mittlerweile an die Display-Aussparung gewöhnt haben dürften.

Grund 5: Weiterhin langsames Aufladen

Alle vier iPhone-13-Modelle unterstützen kabelgebundenes Aufladen via Lightning-Kabel mit 20 Watt. Laut Apple sollen die Geräte damit in 30 bis 35 Minuten auf rund 50 Prozent Ladung kommen. Das klingt erst einmal gar nicht schlecht – solange man nicht auf die Konkurrenz schaut! Ein OnePlus 9 Pro beispielsweise ist in nur 29 Minuten bei 100 Prozent angelangt dank 65 Watt. Und auch kabellos geht es dank Warp Charge 50 Wireless super fix: In nur 43 Minuten ist das 9 Pro wieder vollständig aufgeladen. In diesem Bereich hat Apple definitiv Nachholbedarf.

Übrigens: Wer sein Gerät mit 20 Watt aufladen möchte, der benötigt das passende Netzteil. Denn das liegt den Geräten seit letztem Jahr nicht mehr im Lieferumfang bei. Das Apple-Ladegerät kostet bei Amazon rund 20 Euro . Wer das oder eine Alternative davon nicht hat, der kann sein Gerät nur via USB etwa über seinen PC/Mac oder Laptop/Macbook aufladen, was noch etwas länger dauert.

Einschätzung

Die Neuerungen des iPhone 13 gegenüber den aktuellen 12er-Modellen fallen nicht so gewaltig aus, als dass Sie auf jeden Fall upgraden müssen, wie Sie auch in unserem Vergleich detailliert nachlesen können . Bei der iPhone-14-Generation aber – wenn die Features denn so kommen – sieht das schon etwas anders aus. Denn hier wird Apple die Features integrieren, die wir uns schon für das iPhone 13 wünschten.

iPhone 14: Warum sich das Warten lohnt

PC-WELT Marktplatz

2611598