Channel Header
1523495

Cache mit Intel Smart Response Technology

18.07.2012 | 15:15 Uhr | Thorsten Eggeling

Bei Intel Smart Response Technology können Sie maximal 64 GByte auf der SSD als Cache-Speichern verwendern.
Vergrößern Bei Intel Smart Response Technology können Sie maximal 64 GByte auf der SSD als Cache-Speichern verwendern.

Sie wollen sich einen neuen PC zusammenstellen oder kaufen? In diesem Fall sollten Sie eine Hauptplatine mit einem Intel Z68-Chipsatz oder neuer mit kaufen. Wenn in den technischen Daten etwas von Intel Smart Response Technology (ISRT) steht, können Sie damit die SSD-Cache-Technik von Intel nutzen. Der Cache wird per Software über den Intel-Festplattentreiber realisiert. Deswegen lässt sich die Cache-Funktion auch nur unter Windows aber nicht mit anderen Betriebssystemen nutzen.

Bevor Sie Windows auf dem neuen PC installieren, stellen Sie im BIOS den RAID-Modus für den Festplattencontroller ein.  Der AHCI-Modus ist nicht ausreichend. Sollte Windows bereits installiert sein, können Sie mit einem Tool wie RaifFix den Treiber für den RAID-Modus aktivieren. Einige Hauptplatinen-Hersteller liefern ebenfalls Tools aus, mit denen sich nachträglich der RAID-Modus aktivieren lässt.

Mehr Reserverspeicher: Bisher gibt es noch keine Langzeiterfahrungen mit SSDs als Cache speicher. Über die Beanspruchung und damit der Lebensdauer der SSD lassen sich daher nur Vermutungen anstellen. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte daher den Reservespeicher der SSD vergrößern (Overprovisioning). Einige Hersteller stellen Tools für ihre SSDs zur Verfügung, mit dem sich der verfügbare Speicher verkleinern und damit der Reservespeicher vergrößern lässt.
Bei SSDs von  Samsung können Sie beispielsweise das Tool Samsung Magican verwenden. Overprovisioning hat außerdem den Vorteil, dass dem Controller auf der SSD mehr Puffer für die Optimierung des Speichers zur Verfügung steht. Dadurch wird die Leistung der SSD verbessert.

Links sehen Sie einen Benchmark der Festplatte ohne und rechts mit SSD-Cache.
Vergrößern Links sehen Sie einen Benchmark der Festplatte ohne und rechts mit SSD-Cache.

Cache aktivieren: Installieren Sie zuerst den aktuellen Treiber für den Festplatten-Controller von Intel. Sie erhalten ihn entweder vom Hersteller des PCs beziehungsweise der Hauptplatine oder direkt bei Intel . Starten Sie das Verwaltungsprogramm des Treibers. Sie finden es im Startmenü unter dem Namen "Intel Rapid Storage-Technologie". Klicken Sie auf "Beschleunigen" und dann auf "Beschleunigung aktivieren".
Im folgenden Dialog können Sie wählen, ob Sie die gesamte SSD als Cache-Speicher verwenden wollen oder nur 18,6 GB. Maximal sind 64 GB möglich. Bei einer größeren SSD können Sie eine Partition im verbliebenen Bereich erstellen und wie gewohnt als Datenspeicher nutzen.

Zwei Beschleunigungs-Modi: Im "Erweiterten Modus" werden die Daten gleichzeitig auf die Festplatte und die SSD geschrieben. Das ist zwar etwas langsamer, bietet aber mehr Sicherheit. Bei "Maximierter Modus" schreibt der Treiber die Daten zuerst auf die SSD und dann in bestimmten Intervallen auf die Festplatte. Das ist kaum schneller, birgt aber bei System-Abstürzen die Gefahr von Datenverlust.

Über das Dienstprogramm des Treibers können Sie den Cache jederzeit abschalten und dann wieder die komplette SSD nutzen. Auch der Modus lässt sich nachträglich ohne Datenverlust ändern. Nach einem Neustart des Systems ist der Cache aktiv. Spätestens nach dem zweiten Start sollte die Beschleunigungswirkung deutlich spürbar sein.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
1523495