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eSafe Desktop

04.08.2000 | 22:08 Uhr |

Esafe Desktop bietet eine komplette, konfigurierbare Sandbox. Der Desktop-Firewall ist nicht nur mit Port-Filtern ausgestattet, der Anwender kann den Internet-Verkehr auch mittels Wortlisten einschränken: So lässt sich das Übertragen sensibler Daten - etwa Adresse oder Kreditkartennummer - verhindern. Zudem löscht das Programm beim Systemstart Cache, History und Cookies. Eine Benutzerverwaltung ist vorhanden.

Standardmäßig sind alle Ports offen. Dank der umfangreichen Regelvorlagen lässt sich das aber schnell ändern. Bei den entsprechenden Einstellungen haben alle derzeit verbreiteten Backdoors keinen Zugang mehr zum PC. Das Programm speichert sensible Benutzerdaten, etwa die Kreditkartennummer, in der Registry und im Installationsverzeichnis, allerdings im Klartext oder nur leicht verschlüsselt. Änderungen und Löschversuche im Esafe-Verzeichnis lassen sich durch die Regeln der Sandbox unterbinden.

Die deutsche Übersetzung ist unprofessionell. Das macht sich an abgeschnittenen Texten und fehlerhaften Umbrüchen bemerkbar. Die Beschriftung im Virenscanner ist unlogisch: "OK" zeigt keine Wirkung, nur ein Klick auf "Jetzt scannen" startet den Suchlauf. Während der Installation lassen sich Notfalldisketten erstellen und ein Internet-Update durchführen.

Der Virenscanner war nur von mäßiger Qualität. Einige verbreitete Viren erkannte er nicht (Erkennung: 96%), zudem produzierte er Fehlalarme. Beim Systemstart gibt er seine Texte unter DOS mit schwarzer Schrift auf schwarzem Grund aus, also nicht lesbar.

Aladdin Knowledge Systems

www.esafe.com

für private Nutzung kostenlos

Preise für Firmen auf Anfrage

gute Sandbox, umfangreiche Regelvorlagen

schlechter integrierter Viren-scanner

Von der gebotenen Sicherheit her ist das Tool trotz Mängeln beim Virenscanner zu empfehlen. Die Konfiguration lässt sich individuell anpassen

Funktionen: 4,5

Sicherheit: 4

Bedienung: 3

Virenschutz: 2,5

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