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Alternativen zu DSL: Internet per Satellit, Fernseh- & Stromkabel

28.03.2002 | 12:41 Uhr |

DSLkommt für Sie nicht in Frage, weil Sie zu weit von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt wohnen oder die Verbindung aus Glasfaser besteht? Es gibt alternative Techniken, die das schnelle Internet trotzdem zu Ihnen bringen können. Per Satellit kommt das High-Speed-Internet auch in abgelegene Gegenden, da die Daten hier nicht auf Kabel angewiesen sind. Strato bietet mit Sky-DSLbereits einen Internet-Zugang über Satellit an (Tel. 030/88615615).

Zum Versenden der Daten ins Internet ist allerdings weiterhin ein normaler Online-Zugang per Modem oder ISDN notwendig. Zum Empfangen brauchen Sie eine Satellitenschüssel, die Strato kostenlos zur Verfügung stellt. Die weitere Ausstattung (PCI-Karte oder USB-Adapter und Software) kostet 250 bis 300 Euro, die Einrichtung 99 Euro, ein Online-Tarif inklusive 1 GB Transfervolumen 249 Euro pro Monat.

Die Telekom will nach der CeBIT mit T-DSL via Satellit starten: Auch hier benötigt der Anwender zusätzlich einen Internet-Zugang per Modem oder ISDN. Nur wenn bei umfangreichen Websites oder Downloads die Datenrate nicht ausreicht, schaltet sich der Satellit dazu und soll bis zu 768 KBit/s ermöglichen. Die endgültigen Preise stehen noch nicht fest, im Testbetrieb mit 500 Anwendern verlangte die Telekom für den Internet-Zugang je nach Freivolumen 20 bis 50 Euro und 100 Euro für die Einrichtung.

Die Anbieter Freenet (Tel. 01803/010431) und Tiscali (Tel. 01805/ 080151) testen derzeit Angebote, bei denen auch der Rückkanal, also der Datentransport ins Internet, über Satellit laufen soll. Sie sollen ab Mitte des Jahres verfügbar sein. Auch per Fernsehkabel kommt das schnelle Internet ins Haus - aber nur in der Großstadt. In einigen Ballungsräumen gibt es lokale Kabelbetreiber, etwa Cablesurf in München (Tel. 089/95083220).

Die neuen Besitzer der Telekom- Kabelnetze planen dagegen überregionale Angebote: Bisher sind aber nur Ish in Düsseldorf, Neuss und Köln (Tel. 0800/ 6663330) sowie Iesy in Hessen (Tel. 0800/1011538)) gestartet. Beide Unternehmen wollen weitere Gebiete mit Internet-fähigem Fernsehkabel ausrüsten - doch das kostet. Weiter unsicher ist der Verkauf des größten Teils des Telekom- Fernsehkabels: Der neue Besitzer Liberty Media zeigt wenig Interesse am Ausbau der Kabelnetze fürs schnelle Internet. Das Bundeskartellamt untersagte deshalb den schon besiegelten Verkauf. Eine weitere DSL-Alternative ist Powerline, der schnelle Internet-Zugang via Stromnetz.

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