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5. Zum Update gezwungen

12.09.2009 | 09:07 Uhr |

Aus geschätzten Kunden eierlegende Wollmichsäue zu machen, ist eine Kunst für sich, die häufig durch Updatezwang in die Tat umgesetzt wird. Vor einigen Wochen kaufte Dave Jackson, Executive Director von Awake in America , einer Non-Profit-Organistaion zur Hilfe von Menschen mit Schlafstörungen, einige Programmlizenzen für einen Personal Information Manager (PIM) für 400 Dollar pro Stück. Jackson, der mit dem PIM unter anderem Spenderdaten verwalten wollte, vereinbarte zunächst einen 45-Tage-Testlauf der Software. "Wir sprachen daneben auch über Upgrades und Updates des Programms - und alles klang gut." Drei Wochen nach dem Abschluss der Bestellung bekam Jackson eine E-Mail, in der von der neuen 2010er-Programmversion die Rede war und das er doch upgraden solle - mit 50 Dollar Preisnachlass. Wenn er mehrere Kopien abnehme, bekomme er gar 75 Dollar Rabatt. Jackson fragte nach, warum er während der vorherigen Verhandlungen nicht erfahren habe, dass eine neue Version bereits in Arbeit sei. "Der erste Mitarbeiter am Telefon wusste von nichts - der zweite berief sich auf die Unternehmens-Policy, derartige Neuigkeiten aus Wettbewerbsgründen nicht bekannt geben zu dürfen." Jackson ging auf das Upgrade-Angebot nicht ein und blieb bei seiner beinahe vom Start weg "veralteten" Version.

Phil Stone kennt das Update-Problem auch: "Wir arbeiten mit VMware , die entschieden haben, die Enterprise-Lizenzen ihrer Virtualisierungssoftware vSphere auslaufen zu lassen. Für 26.000 Dollar pro Jahr wollen sie uns auf vSphere Enterprise Plus upgraden." Er habe nun drei Möglichkeiten: Zahlen, auf die Advanced-Version downgraden, die längst nicht alle benötigten Features unterstütze oder auf Hyper-V umsteigen und dafür einen Microsoft-Server aufsetzen. Letztere Option sei die wahrscheinlichste - Pech für VMware.

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