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Zukunftsweisend: NFC, Augmented Reality und KI

13.02.2016 | 10:31 Uhr |

Zukunftsmusik von Kyocera: Das Kyocera Echo
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© Kyocera

Near Field Communication , kurz NFC, erlaubt Ihnen vereinfachte Transaktionen, Datenaustausch und Verbindungen von Ihrem Smartphone aus. Die dafür nötigen NFC-Chips in Smartphone-Hardware und die dazugehörige NFC-Software steckt noch in den Kinderschuhen. Doch in den nächsten zwei oder drei Jahren sollte die neuartige NFC-Technologie im Smartphone regelrecht explodieren. Android 2.3, alias Gingerbread - das auf den meisten neueren Android-Geräten installiert ist - unterstützt bereits NFC, aber nur wenige Geräte (zum Beispiel das Nexus S) haben auch den passenden NFC-Chip eingebaut. Hinzu kommt, dass NFC bislang noch hauptsächlich für elektronische Zahlungen benutzt wird - etwas, dem noch nicht viele Smartphone-Nutzer hundertprozentig über den Weg trauen.

Google hat dagegen große Pläne mit NFC: bereits im nächsten Android-Update - bekannt als Ice Cream Sandwich - soll eine Funktion namens "0-click-interaction" enthalten sein. Indem Sie einfach zwei Smartphones mit NFC-Chip Rücken an Rücken aneinander legen, sollen sie eine Peer-to-Peer-Verbindung aufbauen können. Damit wäre ein Smartphone in der Lage, Kontaktinformationen, Webseiten, Youtube-Videos und so ziemlich jede andere Art von Content via NFC mit einem anderen Smartphone zu teilen - ohne eine separate App dafür zu installieren. Auf Googles Entwicklerkonferenz, der I/O 2011, zeigte der Konzern bereits einige vielversprechende Demos all der Dinge, die Android-Entwickler mit NFC anstellen können. Mit NFC und der App "Sticky Notes" können Smartphone-Nutzer anderen Leuten beispielsweise einfach eine Notitz auf ihrem Gerät hinterlassen, indem sie deren Smartphone kurzzeitig berühren. Noch cooler wird der NFC-Gebrauch allerdings bei Spielen: NFC macht 1-gegen-1-Versus-Matches spielend einfach - und Sie müssen sich mit NFC außerdem nicht af das reguläre Handynetz verlassen.

Augmented Reality - also die erweiterte Realität - ist eine weitere Funktion, die mittlerweile von der einen oder anderen Smartphone-App unterstützt wird. Llamas hingegen prophezeit, dass AR sich zur Standard-Funktion des alltäglichen Bedarfs entwickeln wird. Ein bisschen was von dieser Zukunftsmusik erleben Nutzer bereits in Microsofts Bing visueller Suchfunktion, die auf Windows Phone 7-Smartphones vorinstalliert ist. Wenn Sie auf Reisen sind oder einfach nur Ihre nähere Umgebung erkunden, halten Sie die Kamera Ihres Smartphones einfach auf Ihre Umgebung und die App fügt historische Landmarken in das Bild ein.

Wenn Sie hingegen schon mal in Disneyland oder anderen Freizeitparks unterwegs waren, wissen Sie, wie schwer es manchmal ist, die nächste Toilette ausfindig zu machen. In den kommenden Jahren dürfte Ihr Smartphone nicht nur in der Lage sein, Ihnen den schnellsten Weg zur nächstgelegenen Toilette zu weisen, sondern Ihnen auch gleich zu sagen, wie lang die Warteschlange bei der beliebtesten Achterbahn des Parks gerade ist. Zwar ist das nur ein hypothetisches Szenario, doch Llamas meint, dass GPS in Zukunft viel mehr sein wird, als nur ein einfacher Richtungsweiser. Mit schnelleren Datennetzen wird GPS in der Lage sein. akkuratere Echtzeit-Ergebnisse in den Bereichen Verkehr, Wetter, Veranstaltungen, etc, zu übermitteln. Die neue Generation GPS kann womöglich sogar Ihre genaue Position innerhalb eines Gebäudes ermitteln.

Ein weiteres Gerücht macht derzeit die Runde in der Industrie: die Implementierung von Künstlicher Intelligenz in Smartphones. Cool? Allemal! Unheimlich? Ein bisschen vielleicht. Am MIT haben Wissenschaftler jedenfalls ein mobiles System entwickelt, das automatisch Nutzer-Reviews auf Webseiten wie Citysearch oder Yelp durchforstet, nützliche Informationen über ein bestimmtes Etablissement extrahiert und diese Informationen suchbar macht. Wenn Sie also beispielsweise herausfinden wollen, ob es in einem bestimmten Restaurant gute Martinis gibt, würde der Algorhithmus eine grammatikalische Analyse von Adjektiv-Nomen-Paaren wie "Exzellente Martinis" oder "Ekelhafte Martinis" durchführen.

Lin Zhong, Professor am Computer-Wissenschaften-Programm der Rice Universität, sagt vorher, dass Smartphones in Zukunft für den Nutzer relevante Informationen sammeln, analysieren und zur Verfügung stellen, ohne dass der Nutzer davon überhaupt etwas mitkriegt. "Während wir Smartphones mit uns herumtragen, sammeln sie Daten, analysieren Situationen und versorgen uns mit selbst zusammengestellten Informationen. Ganz so, wie ein menschlicher Partner oder Kollege an unserer Seite das tun würde."

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