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Zukunftsmusik: Fernsehen via Internet

Durch den Ausbau von Breitbandnetzen wird die Übertragung von bewegten Bildern via Internet ("Streaming") zunehmend interessant. Bereits heute konsumieren über 40 Prozent aller Internet- Nutzer in den USA Live-Inhalte aus dem Internet, wie eine Studie von The Arbitron Company und Edison Media Research belegt. War die bisherige Infrastruktur mit Modem- und ISDN-Verbindungen für Streaming-Inhalte nur bedingt geeignet, so bietet vor allem das für Anwender dank Flatrate kostengünstige DSL einen Mehrwert. Die Software-technischen Voraussetzungen (Client und Server) sind seit über fünf Jahren gegeben.

Mit Systemen wie den Real-Servern und dem entsprechenden Real-Player oder dem Konkurrenzprodukt von Microsoft, dem Windows Media Player (www.microsoft.de), lassen sich Ton und Bild vom Video-Server übers Internet transportieren. Die Qualität ist allerdings stark abhängig von der Bandbreite, die Ihr Internet- Provider bereitstellt.

Für ruckelfreie Bilder im kleinsten Format von 160 x 120 Pixel reicht eine Transferrate von etwa 45 KB/s aus. Für Vollbild-Darstellungen werden 150 KB/s, für DVD-Qualität etwa 400 KB/s Datendurchsatz benötigt. Bei DSL lassen sich je nach Provider Datentransferraten zwischen 60 KB (512-KBit- Anschluss) und 130 KB (1-MBit-Anschluss) erzielen. Zu wenig für Monitor füllende Fernsehqualität, aber ausreichend für kleinere Anzeigeformate (320 x 200 Bildpunkte).

In der Praxis kann DSL seine Stärken hier (noch) nicht ausspielen. Es sei denn, Sie laden Inhalte aus dem Provider-eigenen Netz: Bei einigen Anbietern greifen Kunden auf das interne Netz mit 1,5 MBit zu, Verbindungen außerhalb dieses Netzes laufen über 1-MBit-Leitungen. Die Provider sind allerdings in der Lage, die Bandbreiten zu erhöhen – bei S-DSL werden in Business-Paketen 2,3-MBit-Leitungen angeboten, die Übertragungsraten von etwa 250 KB/s ermöglichen. Technisch sind die Leitungen sogar für 11 MBit ausgelegt – und dann ist selbst DVD-Qualität realisierbar.

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