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Zugriffspriorisierung durch PCF

Ein weiteres optionales Verfahren zur Priorisierung des Zugriffs ist die Point Coordination Function (PCF). PCF-Frames werden schneller als DCF-Frames übertragen, weil ihr IFS kleiner ist.

Die PCF erzeugt die Contention Free Period (CFP), ein periodisches Zeitintervall, in dem das Medium nicht belegt ist, und verwaltet alle Medienzugriffe während dieser Zeit. Die CFP wechselt sich mit der Contention Period (CP) ab - der Zeit, in der das Medium belegt ist. Der Zugriff während der CP wird von der DCF gesteuert (CTS/RTS). DCF und PCF arbeiten parallel in einem BSS.

Die PCF benötigt einen AP und kommt deswegen nur in Infrastruktur-Netzen zum Einsatz. Der AP fungiert als so genannter Point Coordinator (PC), der den Datenverkehr aller Stationen in diesem BSS regelt.

Im PCF-Betrieb akzeptieren alle Stationen den PC als Wächter über den Medienzugriff. Der PC sendet regelmäßig so genannte Beacon-Frames an alle Stationen, die unter anderem eine Zeitspanne enthalten, während der die Stationen das Medium nicht verwenden dürfen: die CFP. Alle Stationen setzen ihren NAV auf die CFP.

Während der CFP pollt der PC die Stationen nacheinander und gibt ihnen damit Gelegenheit zum Senden. Nicht pollbare Stationen antworten mit einem DCF-ACK, danach hat der PC wieder die Kontrolle. Pollbare Stationen dürfen nur jeweils einen MAC-Frame an eine Station oder den PC senden und müssen dann warten, bis sie wieder an der Reihe sind (in der Poll-Liste oben stehen).

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