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Zubehör: Jetzt müssen Sie das T-DSL-Modem selbst kaufen

28.03.2002 | 12:41 Uhr |

Seit diesem Jahr ist das Modem nicht mehr im Lieferumfang von T-DSL enthalten. Bisher bekamen es die Anwender kostenlos. Gratis gibt's von der Telekom nur noch den Splitter, der die Signale der Telefonleitung in den Telefonie- und den DSL-Teil trennt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Modem dem neuen Telekom-Standard U-R2 entspricht, um die Kompatibilität zur Hardware in der Vermittlungsstelle zu gewährleisten.

Zum Recherchezeitpunkt Anfang Februar gab's von der Telekom nur das Teledat 300 LAN für 120 Euro. Dieses Modem besitzt ein externes Netzteil und eine LAN-Schnittstelle. Sie brauchen also für den DSL-Anschluss eine PC-Netzkarte. Im Gegensatz dazu kommen viele andere neue DSL-Modems als USB-Adapter oder interne PCI-Steckkarte und werden direkt mit dem Splitter verbunden.

Doppelte Verbindung: Die Fritz-Card DSL von AVM entspricht bereits dem neuem Telekom-Standard U-R2. Der Vorteil der PCI-Karte: Liegt die DSL-Verbindung mal brach, geht's auch per ISDN ins Internet

Vorteile: Eine Netzwerkkarte ist dann nicht mehr nötig, auch das externe Netzteil entfällt. Noch ist die Auswahl an U-R2-konformen DSL-Modems begrenzt: AVM (Tel. 030/399760) etwa verkauft für rund 130 Euro die Fritzcard DSL, eine PCI-Karte, die DSL- und ISDN-Funktionalität besitzt. Beim Internet-Provider 1&1 kriegen Sie dieses Gerät für 100 Euro, wenn Sie zugleich einen DSL-Vertrag abschließen.

Von Elsa kommt das Microlink ADSL Fun USB für etwa 130 Euro (Tel. 01805/670004). Elsa bietet es auch im Paket mit einem T-DSL- und T-ISDN-300- oder -XXL-Anschluss an: Dann kostet das Modem 50 beziehungsweise 30 Euro. Auch andere Firmen bieten DSL-Modems an, etwa C-Net (Tel. 02159/5260), Eicon (Tel. 07152/9300) und SMC (Tel. 089/928610).

Dass Sie das Modem zusätzlich kaufen müssen, bedeutet nicht nur finanziell einen Nachteil. Bei Problemen müssen Sie sich jetzt mit drei Ansprechpartnern herumschlagen: dem Provider, dem Zugangsanbieter und dem Modemhersteller. Die Telekom hat die Technik in den Vermittlungsstellen weitgehend auf den neuen U-R2-Standard umgestellt, so dass es mit den neuen Modems keine Verbindungsprobleme geben sollte.

Alte Modems lassen sich nicht aufrüsten, Sie sollten also nicht einfach ein gebrauchtes Modem an einen neuen DSL-Anschluss klemmen. Wenn Sie bereits T-DSL haben und auf ein neues Modem umsteigen wollen, kann es Probleme mit dem Port in der Vermittlungsstelle geben, der noch nach dem alten Standard läuft. In diesem Fall stellt die Telekom die Gegenstelle kostenlos auf den U-R2-Standard um.

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