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Zerstörung eines Kulturraums befürchtet

08.04.2002 | 13:12 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

In einer eiligst veröffentlichen Pressemitteilung forderte die Bezirksregierung andere Provider in Deutschland auf, nicht gegen die Sperrverfügung vorzugehen. "Würden alle Provider in der BundesrepublikDeutschland die unzulässigen rechtsextremistischen Angebote sperren, wären diese faktisch für 70 - 80 Prozent der Nutzer nicht mehr erreichbar."

Andy Mueller Maguhn, ICANN- Direktor und CCC-Sprecher erklärte in seinen Redebeitrag "In der Wirtschaft gibt es bereits Interessen noch viel umfassender die Informationsfreiheit des Internets den kommerziellen Begehrlichkeiten zu opfern und Filterprodukte zu verkaufen. Hinter den Versuchen der Bezirksregierung in Düsseldorf stehen die wirtschaftlichen Interessen der in Bonn ansässigen Firma Bocatel. Ähnliche Produkte werden bereits von der Musikindustrie gefordert. Hier beginnen wirtschaftliche Interessen, einen Kulturraum zu zerstören."

Bilder und Berichte von der Demo finden Sie hier, und an der Unterschriftenaktion gegen Netzzensur können Sie sich auf dieser Website beteiligen. Die Unterschriften werden noch bis zum Sommer gesammelt und dann offiziell übergeben.

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