805545

Xeon-Prozessoren beschleunigen Server und Workstations

Intels Xeon-Prozessoren unterstützen die Turbo-Boost-Funktion. Die Technik übertaktet Prozessorkerne automatisch um bis zu 20 Prozent.
Vergrößern Intels Xeon-Prozessoren unterstützen die Turbo-Boost-Funktion. Die Technik übertaktet Prozessorkerne automatisch um bis zu 20 Prozent.
© 2014

Die Xeon-Prozessoren von Intel sind im Gegensatz zu den herkömmlichen Desktop-Prozessoren des Unternehmens ausschließlich für den Einsatz in Servern und Workstations vorgesehen. Aus dem aktuellen Angebot, das aus den Modellreihen Xeon 3000, Xeon 5000 und Xeon 7000 besteht, empfiehlt der Hersteller für den Einsatz in Workstations explizit die Baureihen Xeon 3400, Xeon 3600 und Xeon 5600. In mobilen Intel-basierten Workstations – also Notebooks, die Workstation-Kriterien erfüllen – kommen hingegen die aktuellen Core-i7- und Core-i5-Prozessoren mit vPro-Technik zum Einsatz.
 
Unterscheiden kann man die Xeon-CPUs anhand einer vor Jahren eingeführten vierstelligen Kennziffer, die eine eindeutige Zuordnung erlaubt. Die erste Ziffer steht für Modellreihe und Prozessorart: Die 3000er-Serie ist für Einzel-, die 5000er-Serie ist für Einzel- und Dual-Prozessor-Systeme ausgelegt. An der zweiten Ziffer lässt sich die Generation ablesen – beispielsweise ist die 3600er Modellreihe moderner als die 3400er (es wird ab 0 aufsteigend gezählt). Die letzten beiden Ziffern spezifizieren das jeweilige Modell.

Für mobile Workstations empfiehlt Intel keine Xeon-, sondern Core-i7-Mobilprozessoren mit vPro-Technik.
Vergrößern Für mobile Workstations empfiehlt Intel keine Xeon-, sondern Core-i7-Mobilprozessoren mit vPro-Technik.
© 2014

Hinzu kommen noch drei Buchstaben. Die beiden separierten beschreiben den Verwendungszweck: "MP" steht für "multi processor" (Multi-Prozessor-System), "DP" steht für "dual processor" (Dual-Prozessor-System) und "UP" steht für "uni processor" (Single-Prozessor-System). Der einzelne Buchstabe direkt vor der Kennziffer gibt einen Hinweis auf die TDP (Thermal Design Power), also die thermische Verlustleistung der Prozessoren: "L" kennzeichnet Low-Voltage-Prozessoren mit einer TDP von unter 65 Watt. "E"-Modelle sind die klassischen Versionen mit Verlustleistungen von 65 bis 90 Watt. Die starken "X"-CPUs erreichen TDPs von über 90 Watt, und die "W"-Modelle haben eine TDP von 130 Watt und mehr. Letztere sind die Spitzenmodelle ihrer jeweiligen Generation. Diese TDP-Kennzeichnung wurde bisher allerdings nicht durchgängig konsequent angewendet.
 
Der Intel Xeon UP W3680 ist also eine für Single-Prozessor-Systeme gedachte CPU, gehört zur aktuellen siebten Generation der 3000er-Familie, ist ein Spitzenmodell in diesem Bereich und hat eine TDP von mindestens 130 Watt. Der Intel Xeon UP L3406 hingegen ist ebenfalls für Single-CPU-Systeme konzipiert, gehört zwar derselben Familie an, entstammt aber der älteren fünften Generation und verbraucht unter 65 Watt.

PC-WELT Marktplatz

805545