Das Bearbeiten von Windows-Dateien unter Linux funktioniert ebenfalls problemlos. Normale Bilddateien lassen sich aufgrund der plattformübergreifenden Formate sowieso problemlos verschieben und kopieren. Aber auch mit Worddateien kann man unter Linux arbeiten. Diesen Test speicherten wir beispielsweise unter Windows 98 SE als Word 2000-Datei ab.

Danach starteten wir den PC neu und wählten im LILO das Betriebssystem Linux. Nach dem Bootvorgang öffneten wir die Worddatei mit StarOffice 5.2, dem das Word-Format keine Probleme bereitet.

Zum Öffnen der Datei startet man entweder zunächst StarOffice und öffnet dann die Datei, oder man öffnet die gewünschte Datei im Konqueror durch einen Klick mit der linken Maustaste. Sollte die Datei-Endung noch nicht einer Applikation fest zugewiesen sein, so erscheint folgendes Auswahlmenü:

Alternativ lässt sich die Datei auch mit der rechten Maustaste und mit "Öffnen mit" starten. Die Konvertierung klappte ohne Probleme. Bei aufwendiger formatierten Worddateien kann es allerdings Schwierigkeiten geben.

Wir machten den Test mit einer Seite, die folgende Bestandteile enthielt: Eine Tabelle mit unterschiedlicher Spalteneinteilung, Fett- und Normaldruck, Tabulatorenschritte und ein integriertes Farbfoto. Das Foto wurde perfekt wiedergegeben, auch der Fettdruck und die Tabelle waren in Ordnung. Die Tabulatoren-Abstände wurden jedoch teilweise verschoben.

Beim erneuten Abspeichern fragt StarOffice nach, ob die Datei im StarOffice-Format gespeichert werden soll. Ein Klick auf "Nein" hat das Speichern im ursprünglichen Word-Format zur Folge. Auch beim Schließen liefert StarOffice eine störende Fehlermeldung: "Beim Speichern in Fremdformate kann ein Informationsverlust aufgetreten sein. Trotzdem schließen?" Trotz der bedrohlichen Meldung sind uns dabei jedoch nie Informationen abhanden gekommen.

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