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Woher kommen Viren und Superviren?

29.03.2013 | 08:34 Uhr | Arne Arnold

7. Wo verstecken sich die meisten Viren?

Frage: Solange ich auf bekanntermaßen harmlosen Internetseiten unterwegs bin und auf keine Phishing-Mail hereinfalle, kann ich mir doch eigentlich keinen Virus einfangen, oder?

Antwort: Noch vor wenigen Jahren hatten Sie mit dieser Einschätzung recht. Doch die Bedrohungslage hat sich leider geändert. Wie der Antiviren-Spezialist Kaspersky bekannt gab, tauchen die meisten schädlichen Links (31 Prozent) unter Videobeiträgen auf Seiten wie Youtube & Co. auf. Auf Platz zwei dieser unrühmlichen Liste mit Links zu Virenseiten finden sich die Ergebnislisten von Suchmaschinen wie Google (22 Prozent). Mit 21 Prozent liegen soziale Netze wie Facebook und vor allem das russische Gegenstück VKontakte auf Platz 3. Auf Porno-Websites, die noch immer den Ruf haben, die meisten Viren zu verbreiten, fand Kaspersky nur 14 Prozent der gefährlichen Links. Oder kurz gesagt: Youtube, Google, Facebook & Co. verbreiten mehr Viren als alle anderen Seiten.

Ein gutes Antiviren-Programm und ein gesundes Mistrauen gegenüber Links, deren Ziel Sie nicht abschätzen können, sind also überall angebracht.

 

8. Ist mein PC durch die neuen Super-Viren bedroht?

Frage: Ich höre immer öfter von neuen Superviren, die sogar in geheime Fabrikanlagen eindringen und dort Maschinen manipulieren. Mit einer Fabrik kann ich als Privatperson nicht dienen. Ist mein PC zu Hause damit sicher vor diesen hoch entwickelten Schädlingen?

Antwort: Mehr oder weniger: ja. Die Superviren Stuxnet, Duqu und Flame stammen, da sich sich heute die meisten Antiviren-Experten einig, nicht von Cyber-Kriminellen, sondern von einem Geheimdienst. Ihr Ziel waren ganz bestimmte Rechner in ganz bestimmten Ländern. Diese Schädlinge werden also nicht spamartig per E-Mail verbreitet oder in irgendwelchen Download-Archiven versteckt.

Auf der anderen Seite sind auch diese Schädlinge für Windows programmiert, damit funktionieren sie grundsätzlich auch auf Ihren PC zu Hause. Sollte sich ein Supervirus auf Ihren PC verirren, würde er dort grundsätzlich schon funktionieren. Gefährlicher sind aber dennoch die vielen oft ebenfalls sehr raffinierten Viren der Cyber-Kriminiellen, die direkt auf die Rechner von Privatanwendern abzielen.

Hier gibt’s weitere Infos zu Stuxnet , Duqu und Flame .

9. Wie lösche ich Dateien und Surfspuren sicher?

Frage: Einige meiner Dokumente möchte ich so löschen, dass sie auch mit einem Rettungs-Tool nicht wieder hergestellt werden können. Welches Programm ist dafür am besten geeignet?

Antwort: Empfehlenswert ist Archicrypt Shredder . Es löscht sensible Dateien zuverlässig von der Festplatte. Klicken Sie dafür mit der rechten Maustaste auf eine Datei und wählen Sie „Archicrypt Shredder ➞ Auswahl sicher löschen“. 

Achtung: Ab Windows Vista Professional und Windows 7 Home Premium gibt es hierbei ein kleines Problem. Denn seit diesen Versionen legt Windows von jeder neu erzeugten oder veränderten Benutzerdatei einmal am Tag eine Sicherung (Schattenkopie) über die Systemwiederher­stellungsfunktion an. Diese müssen Sie manuell beseitigen, wenn Sie eine Datei vom Rechner fegen wollen. Wie das geht, verrät der Beitrag Dateien wirklich sicher löschen .

Auf Wunsch reinigt das Tool auch Surf­spuren aus gängigen Internet-­Browsern. So beseitigen Sie etwa den Surfverlauf, Cookies und automatisch heruntergeladene Bilder gründlich. Das geht über das Symbol für Surfspuren (in der Mitte der Symbolleiste) und „Daten automatisch löschen“. Archicrypt Shredder bietet viele weitere Funktionen. Sie können Ihre Festplatte etwa nach versteckten Datenströmen durchsuchen lassen und solche Daten löschen.

Hinweis: Unter Windows Vista und 7 stehen Ihnen nur dann alle Funktionen von Archi­crypt Shredder zur Verfügung, wenn Sie das Tool mit Administratorrechten gestartet ha­ben (über die rechte Maustaste). Haben Sie das verpasst, klicken Sie im Programm rechts oben auf das Schild­-Symbol und holen sich so nachträglich die nötigen Rechte.

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