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Wireless HDMI: Ohne HDMI-Anschlüsse schaut man ins Leere

19.04.2010 | 12:34 Uhr |

Philipss Wireless-HDMI: Leeres Versprechen?
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Auf der CES 2007 quälte Philips Messebesucher mit Gerüchten über ein drahtloses HDMI-Gerät. Das Gerät, das angeblich für den Mai des Jahres 2007 zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 300 Dollar geplant war, sollte unkompliziert und unkomprimiert High-Definition-Video kabellos mit einer Reichweite von bis zu 25 Meter übertragen können. Darüber hinaus sollte das Gerät mit den aktuellen DVD-Playern zusammenarbeiten und so ein echtes HD-Erlebnis mit 1080p möglich machen, ganz ohne Kabelgewirr.

Im November 2007 verschob Philips das Debüt von Wireless-HDMI schließlich auf das Jahr2008. Dann, auf der CES 2008, kündigte Belkin einen eigenen Ausflug in den drahtlosen HD-Markt mit dem sogenannten Flywire an, einer Technik, die Philips Idee sogar noch übertrumpfen sollte, indem sie den Nutzern sechs Ports (im Gegensatz zu einem bei Philips) für die ultimative drahtlose Erfahrung zur Verfügung stellt (einschließlich S-Video und Component-Video) .

Belkin hat sein Produkt inzwischen für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Die gute Nachricht? Seit Oktober 2009 kann man (endlich) Philips Wireless-HDMI-Gerät erwerben, wenn auch zu einem wesentlich höheren Preis (800 Dollar) als zunächst angekündigt.

Und schließlich hat ein bei solchen Vorhaben unvermeidlicher Ausschuss - das Wireless Home Digital Interface (WHDI) Konsortium - Ende letzten Jahres angekündigt, dass man die WHDI-Spezifikationen nun festgelegt habe. Vielleicht können wir nun endlich (zumindest am Horizont) das HD-freundliche und kabellose Wohnzimmer erblicken, das dann nicht nur eine Fata Morgana bleibt.

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