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Windows Service-Center: Wartung (fast) automatisch

07.03.2018 | 08:00 Uhr |

Viele Routinearbeiten lassen sich unter Windows automatisieren. Mit unserem PC-WELT Windows Service-Center haben Sie Wartungsaufgaben schnell erledigt.

Wie jedes technische Gerät benötigen auch PCs ein Mindestmaß an Wartung, damit sie problemlos funktionieren. Beim Betriebssystem und der installierten Software müssen Sie dafür nicht viel Zeit einplanen, weil sich vieles automatisieren lässt. Damit alles reibungslos läuft, sind jedoch einige Vorbereitungen nötig. Hierfür legen Sie vorab fest, welche Aufgaben Sie bei der Systemwartung regelmäßig durchführen wollen. Typisch sind beispielsweise regelmäßige Backups, Windows- und Software-Updates, Defragmentieren der Festplatten und allgemeine Aufräumarbeiten wie das Löschen nicht mehr benötigter Dateien. Sie müssen außerdem festlegen, was genau Sie sichern wollen und welche Reinigungsfunktionen für Ihren PC sinnvoll sind.

Für einige Aufräum- und Backup-Aufgaben sind zusätzliche Tools sinnvoll, die wir im PC-WELT Windows-Service-Center für Sie zusammengefasst haben. Sie können die gewünschten Programme darüber direkt ausführen und bei einigen den Zeitpunkt für den automatischen Start festlegen. Eine Hilfe zum Tool, zu Programm-Updates und zu nicht in diesem Artikel erwähnten Funktionen finden Sie hier .

Tipp: Windows-Bordmittel helfen bei der Systemdiagnose

1. PC-WELT Windows Service-Center installieren

Entpacken Sie das Tool auf die Festplatte. Verwenden Sie einen Ordner ohne Leer- und Sonderzeichen, beispielsweise „C:\pcwServiceCenter“. Das Tool und auch einige der enthaltenen Programme benötigen die Microsoft .Net-Laufzeitumgebung ab Version 4.5. Bei Windows 8.1 und 10 ist sie bereits standardmäßig vorhanden, bei anderen Systemen richten Sie bei Bedarf die Laufzeitumgebung über das Setup-Programm „NDP471-KB4033344- Web.exe“ aus dem Verzeichnis „Tools“ des PC-WELT Windows Service-Centers ein. Damit installieren Sie die Laufzeitumgebung in der aktuellen Version 4.7.1.

2. PC-WELT Windows Service-Center konfigurieren

Über das PC-WELT Service-Center erreichen Sie nützliche Tools mit wenigen Mausklicks.
Vergrößern Über das PC-WELT Service-Center erreichen Sie nützliche Tools mit wenigen Mausklicks.

Nach dem Start des Tools klicken Sie zuerst auf „1-Klick-Wartung“, um sich einen Überblick über die vorhandenen Automatikfunktionen zu verschaffen. Die meisten Tools müssen Sie konfigurieren, bevor sie sich automatisch ausführen lassen. Sie sehen hinter den Zeilen Verweise in Klammern, wo das jeweilige Tool zu finden ist.

Ein Beispiel: Wenn Sie „Windows aufräumen, Daten löschen (PC aufräumen, Cleanmgr)“ nutzen wollen, klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem Pfeil („Zurück“) und dann auf „PC aufräumen“. Hier finden Sie zwei Schaltflächen, die sich auf das Tool Cleanmgr („Datenträgerbereinigung“) beziehen. Zuerst klicken Sie auf „Cleanmgr konfigurieren“. Das Tool wird dann mit administrativen Rechten und der Befehlszeile cleanmgr.exe /sageset:1234 aufgerufen. Die Option

„/sageset:1234“  

bewirkt, dass das Tool die Einstellungen in einem Profil mit der Bezeichnung „1234“ speichert. Setzen Sie unter „Zu löschende Dateien:“ Häkchen vor die gewünschten Optionen, beispielsweise vor „Temporäre Dateien“ und „Papierkorb“. Klicken Sie auf „OK“, um die Einstellungen zu speichern. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Datenträgerbereinigung starten“. Das Tool wird mit der Befehlszeile

cleanmgr.exe /sagerun:1234  

aufgerufen. Es liest das zuvor definierte Profil „1234“ ein, startet die von Ihnen festgelegten Bereinigungsschritte und beendet sich dann wieder.

In der Konfiguration legen Sie fest, welche Elemente die Datenträgerbereinigung löschen soll.
Vergrößern In der Konfiguration legen Sie fest, welche Elemente die Datenträgerbereinigung löschen soll.

Automatischen Start aktivieren: Kehren Sie zur „1-Klick-Wartung“ zurück. Setzen Sie ein Häkchen vor „Windows aufräumen, Daten löschen (PC aufräumen, Cleanmgr)“. Wenn Sie später weitere Programme konfiguriert und unter „1-Klick-Wartung“ aktiviert haben, führt das PC-WELT Windows Service-Center alle Aufgaben der Reihe nach aus.

Klicken Sie auf „Planen“, und legen Sie den gewünschten Zeitplan fest, beispielsweise „Täglich“ und hinter „Start:“ den Zeitpunkt „13:00:00“. Tippen Sie den Benutzernamen und das Kennwort eines Benutzers mit Administratorrechten ein, und klicken Sie auf „Planen“.

Um weitere Einstellungen vorzunehmen, klicken Sie auf „Aufgabenplaner öffnen“. Wie Sie die Aufgabenplanung konfigurieren, lesen Sie im Kasten.

Regelmässige Sicherungen der Windows-Registry erstellen

Über das PC-WELT Windows Service-Center können Sie Registry-Backups bei Bedarf manuell oder automatisch nach Zeitplan erstellen. Dabei kommt das Tool Registry-Backup zum Einsatz. Gehen Sie im Service-Center auf „PC sichern“, und klicken Sie auf „Registry sichern und wiederherstellen“. Gehen Sie auf „Settings“. Legen Sie unter „Backup Location“ einen Speicherort für die Backups fest. Danach gehen Sie auf die Registerkarte „Backup Registry“ und klicken auf „Backup Now“. Im Problemfall starten Sie Backup Registry erneut, gehen auf die Registerkarte „Restore Registry“ und wählen über das Auswahlfeld am oberen Fensterrand das letzte Backup aus. Klicken Sie auf „Restore Now“. Danach müssen Sie Windows neu starten. Für automatische Backups klicken Sie im PC-WELT Windows Service-Center auf „1-Klick Wartung“. Setzen Sie ein Häkchen vor „Registry sichern“.

Im PC-WELT Windows Service-Center starten Sie Aufgaben mit einem Mausklick.
Vergrößern Im PC-WELT Windows Service-Center starten Sie Aufgaben mit einem Mausklick.

3. Windows mit Ccleaner gründlich aufräumen

Nach einer gewissen Betriebsdauer des Systems sammeln sich überflüssige Dateien auf dem Rechner an, die unnötig Platz auf der Festplatte belegen. Mit den Tools aus dem PC-WELT Windows Service-Center räumen Sie Ihr System auf und verbessern damit die Leistung.

Überflüssige Dateien löschen: Die Windows-Datenträgerbereinigung (unter Punkt 2 beschrieben) erledigt viele Aufräumarbeiten. Gründlicher geht es mit dem Tool Ccleaner . Beenden Sie alle Programme, vor allem Browser wie Firefox oder Chrome und E-Mail-Programme wie Thunderbird . Gehen Sie in PC-WELT Windows Service-Center auf „PC aufräumen“, klicken Sie auf „CCleaner einstellen“ und dann auf „Analysieren“. Das Programm zeigt an, welche Dateien bei einer Reinigung gelöscht würden. Per Doppelklick auf einen Eintrag erhalten Sie genauere Informationen. Wenn Sie etwas nicht löschen möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen „Als Ausnahme hinzufügen“. Danach klicken Sie auf „Gesamtergebnis ansehen“. Um ganze Rubriken auszuklammern oder hinzuzufügen, entfernen oder setzen Sie die Haken davor auf den Registerkarten „Windows“ und „Anwendungen“. Schließen Sie Ccleaner wieder. Nach einem Klick auf „Überflüssige Dateien löschen (CCleaner)“ im Service-Center führt Ccleaner die gewählten Aufgaben aus. Damit das in Zukunft automatisch geschieht, verwenden Sie die „1-Klick-Wartung“ wie in Punkt 2 beschrieben.

Ccleaner sucht in vielen Bereichen nach überflüssigen Dateien und Datenmüll.
Vergrößern Ccleaner sucht in vielen Bereichen nach überflüssigen Dateien und Datenmüll.

Software deinstallieren: Programme, die Sie nicht mehr nutzen, belegen unnötig Speicherplatz auf der Festplatte. Hier hilft unter „PC aufräumen“ ein Klick auf „Software deinstallieren“. Das Tool Revo Uninstall startet und zeigt die installierte Software an. Wählen Sie das Programm aus, das Sie entfernen möchten, und klicken Sie auf „Uninstall“. Revo Uninstalll entsorgt auch Programmreste im Dateisystem und in der Registry.

PC aufräumen: So bereinigen Sie Windows

4. Dateien löschen und Festplatte defragmentieren

Das Defragmentierungstool stellt zusammenhängende Bereiche auf der Festplatte her.
Vergrößern Das Defragmentierungstool stellt zusammenhängende Bereiche auf der Festplatte her.

Wenn Dateien gelöscht und danach neue abgelegt werden, landen die neuen Dateien meist nicht in einem Stück auf der Festplatte. Das führt zu unnötigen Bewegungen der Schreib-/Leseköpfe, wodurch sich die Transferrate der Platte reduziert. Durch Defragmentierung werden die Dateien so umsortiert, dass sich möglichst große zusammenhängende Bereiche ergeben.

Auf SSDs werden die Dateien anders organisiert. Hier ist eine Defragmentierung unnötig und aufgrund der zahlreichen Löschoperationen sogar schädlich.

Vor der Defragmentierung sollten Sie möglichst viel Platz auf der Festplatte schaffen. Löschen Sie unnötige Dateien, wie unter Punkt 3 beschrieben. Wenn der freie Platz trotzdem knapp ist, lagern Sie selten genutzte und große Dateien, wie Videos oder Backups, auf eine externe Festplatte aus. Wo diese liegen, verrät Windirstat. Sie starten das Programm über „PC aufräumen –› Platzfresser finden“. Danach klicken Sie auf „PC aufräumen –› Defrag einstellen“.

Setzen Sie ein Häkchen vor die Laufwerke, die Sie defragmentieren möchten (keine SSDs). Über „Einstellungen –› Programmeinstellungen“ können Sie auf der Registerkarte „Algorithmen“ weitere Optionen festlegen. Setzen Sie etwa ein Häkchen vor „Systemdateien an den Anfang des Datenträgers verschieben“. Damit beschleunigen Sie den Zugriff auf häufig verwendete Dateien. Schließen Sie das Programm, und klicken Sie im Windows Service-Center auf „Laufwerke defragmentieren (AusDefrag)“. Damit starten Sie die Defragmentierung mit den ausgewählten Optionen. Der Vorgang lässt sich auch in die „1-Klick-Wartung“ einbinden (Punkt 2).

5. Windows-Updates herunterladen und archivieren

Wsus Offline Update kann Sicherheitsupdates für Windows sowie Microsoft Office herunterladen.
Vergrößern Wsus Offline Update kann Sicherheitsupdates für Windows sowie Microsoft Office herunterladen.

Windows aktualisiert sich standardmäßig automatisch. Allerdings werden die Updates direkt in das System integriert und stehen für eine Neuinstallation nicht zur Verfügung. Mit einem frisch installierten Windows sollte man jedoch aus Sicherheitsgründen nicht ins Internet gehen. Es ist daher sinnvoll, die Update-Dateien zu archivieren und direkt nach einer Neuinstallation ohne Internetverbindung zu installieren. Wer mehrere PCs oder Notebooks verwendet und nur über eine langsame Internetverbindung verfügt, kann das Update-Archiv für eine schnelle und sichere Offline-Aktualisierung nutzen.

Windows-Updates herunterladen: Gehen Sie auf „PC aktualisieren“ und klicken Sie auf „Windows-Updates laden/speichern/ installieren“. Damit starten Sie das Tool Wsus Offline Update . Setzen Sie ein Häkchen bei dem gewünschten Betriebssystem, beispielsweise unter „Windows 8.1 / Server 2012 R2“ bei „x64 Global (mehrsprachige Updates), wenn Sie die 64-Bit-Version von Windows 8.1 verwenden. Unter „Optionen“ legen Sie fest, ob auch C++- und .Net-Laufzeitumgebungen und Service Packs eingeschlossen werden sollen. Klicken Sie zum Abschluss auf „Start“. Wsus Offline Update lädt dann die Update-Dateien herunter, was einige Zeit dauert.

Updates automatisch herunterladen: Die Updates lassen sich auch über die „1-Klick-Wartung“ (Punkt 2) automatisch in regelmäßigen Abständen herunterladen. Die Optionen dafür müssen Sie aber zuerst konfigurieren. Klicken Sie auf „WSUS-Offline Autostart-Datei bearbeiten“. Damit öffnen Sie die Datei „Do-Update.bat“ aus dem Ordner „Tools\Wsusoffline“ im Windows-Editor. Mit dem Wert hinter „SET mySYS=“ bestimmen Sie das System, für das Updates heruntergeladen werden sollen, und hinter „SET PARAMS=“ die Parameter. Eine Erklärung für die Abkürzungen steht unter den Befehlszeilen. In der mitgelieferten Batch-Datei ist Windows 8.1 mit 64 Bit voreingestellt. Beispieldateien für Windows 7 und Windows 10 liegen mit der Endung „.bat. Vorlage“ im Ordner „Tools\Wsusoffline“.

Windows-Updates installieren: Die Updates liegen danach unter „Tools\Wsusoffline\Client“ in dem Verzeichnis, in das Sie PC-WELT Windows-Service-Center installiert haben. Updates für Windows 8.1 64 Bit beispielsweise finden Sie unter „w63-x64“, die für Windows 10 64-Bit unter „w100- x64“. Kopieren Sie sich am besten den kompletten Ordner „Wsusoffline“ auf einen USB-Stick. Um die Updates zu installieren, starten Sie nach einer Windows-Neuinstallation oder auf einem anderen PC das Programm UpdateInstaller.exe aus dem Verzeichnis „Wsusoffline\Client“.

Alternative Update-Downloader: Wsus Offline Update lädt nur sicherheitsrelevante Updates herunter. Das ist ausreichend, wenn es vor allem um das Offline-Update einer Windows-Neuinstallation geht.

Wer alle verfügbaren Updates archivieren möchte, kann das für Privatanwender kostenlose Tool Portable Update verwenden. Es lädt und installiert jedoch nur Updates für das System, unter dem es gerade ausgeführt wird.

Eine weitere Alternative ist das Tool Whdownloader . Damit können Sie Update-Dateien für Windows 7, 8.1 und 10 sowie Microsoft Office 2010, 2013 und 2016 herunterladen. Der Download lässt sich jedoch nicht automatisieren, und für die Installation der Updates benötigen Sie für jedes System eine eigene Batchdatei. Mithilfe von WHD-Updates-Installer lassen sich die Updates aber automatisch einrichten.

6. Software schnell und einfach aktuell halten

Sumo ermittelt die Programmversionen und zeigt verfügbare Updates an.
Vergrößern Sumo ermittelt die Programmversionen und zeigt verfügbare Updates an.

Für die Sicherheit des PCs ist es wichtig, dass nicht nur Windows, sondern auch die installierte Software stets aktuell ist. Über das PC-WELT Windows Service-Center können Sie zwei Programme aufrufen, mit denen Sie Ihren PC nach veralteter Software durchsuchen und diese aktualisieren lassen können. Außerdem gibt es ein Tool, das die Aktualität von Treibern prüft.

Software Update Monitor (Sumo): Starten Sie das Programm über „PC aktualisieren –› Software-Updates mit Sumo finden“. Der Update-Checker sucht die auf dem PC installierte Software und ermittelt die Version. Wenn ein Update verfügbar ist, zeigt Sumo das in der Liste an („Update vorhanden“). Nach einem Klick auf „Update holen“ öffnet sich eine Webseite des Sumo-Herstellers . Mit der kostenlosen Sumo-Version ist allerdings kein direkter Download möglich, nur eine Suche etwa über Google. Die kostenpflichtige Pro-Version (ab 14,99 Euro) ermöglicht auch den direkten Download sowie automatische Update-Downloads.

Secunia Personal Software Inspector (PSI): Das Tool sucht nach veralteten Programmversionen, die auch Sicherheitslücken enthalten. PSI 3.0 lädt verfügbare Updates unabhängig von den Aktualisierungsmechanismen der jeweiligen Hersteller herunter.

Wenn Sie das Programm nutzen möchten, gehen Sie auf „PC aktualisieren –› Secunia PSI installieren“. Folgen Sie den Anweisungen des Installationsassistenten. Der Assistent bietet Ihnen drei Optionen an. Sie können alle Programme automatisch aktualisieren lassen, nur die Updates herunterladen und über die Installation selbst entscheiden, oder nur eine Prüfung durchführen und bei Bedarf Download und Update aktivieren.

Nach abgeschlossener Installation gehen Sie auf „PC aktualisieren –› Updates für installierte Software mit Secunia PSI finden“. Klicken Sie auf „Jetzt überprüfen“. Secunia PSI sucht dann nach veralteten Programmversionen und installiert die Updates automatisch, wenn Sie diese Option bei der Installation aktiviert haben. Über „Einstellungen –› Update-Behandlung“ können Sie die Update-Optionen nachträglich ändern.

Neue Treiber? Driver Easy liefert Infos zu Treiber-Updates und bietet den Download an.
Vergrößern Neue Treiber? Driver Easy liefert Infos zu Treiber-Updates und bietet den Download an.

Treiber aktualisieren: Gehen Sie auf „PC aktualisieren –› Treiber-Updates suchen/ installieren (DriverEasy)“. Im Tool Driver Easy klicken Sie auf „Jetzt scannen“. Das Tool zeigt Ihnen dann an, welche Treiber-Updates verfügbar sind. Klicken Sie beim gewünschten Treiber auf „Aktualisierung“. Es öffnet sich das Fenster „Systemwiederherstellungspunkt erstellen“. Schließen Sie dieses Fenster über das Kreuz rechts oben. Oft lädt das Tool nur die Treiberdateien ohne Setup-Programm herunter. Die Aktualisierung erfolgt manuell über den Gerätemanager und den Kontextmenüpunkt „Treibersoftware aktualisieren“ beim jeweiligen Gerät. Die Pro-Version (ab 29,95 Euro) ermöglicht die automatische Aktualisierung aller Treiber mit einem Klick und liefert eine höhere Downloadgeschwindigkeit.

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7. Sicherungskopien der persönlichen Dateien erstellen

Meist genügt es, nur die wichtigsten Dateien zu sichern. Klicken Sie auf „PC sichern –› Backup konfigurieren und starten“. Damit starten Sie das Tool Toucan . Auf der Registerkarte „Backup“ wählen Sie in der linken Spalte den Ordner, den Sie sichern möchten, beispielsweise „Documents“ in Ihrem Benutzerprofil unter „C:\Users\[Benutzername]“. Die tatsächlichen Ordnernamen sind englischsprachig, nur im Windows-Explorer wird der Pfad in der deutschsprachigen Übersetzung als „C:\Benutzer\[Benutzername]\ Dokumente“ angezeigt.

Klicken Sie auf das grüne „+“ rechts neben der Ordnerauswahl. Die Ordner und Dateien erscheinen dann unter „zu sichernde Dateien“. Wählen Sie unter „Typ“ die Option „Differenziell“ und unter Format die Einstellung „7-Zip“. Klicken Sie unter „Backup Ort“ auf „...“ und wählen Sie einen Zielordner für die Sicherung. Klicken Sie oben unter „Auftragsname“ auf das Diskettensymbol, und geben Sie dem Backup-Job einen Namen. Dieser darf keine Leerzeichen enthalten. Klicken Sie auf „OK“.

Per Klick auf „Run“ starten Sie die erste Sicherung. Schließen Sie Toucan danach. Im Windows-Service-Center wählen Sie jetzt unterhalb von „Eigene Dateien sichern (Toucan)“ den eben erstellen Backup-Job aus. Setzen Sie dann bei der „1-Klick-Wartung“ ein Häkchen vor „Eigene Dateien sichern“, um die Sicherung in Zukunft zeitgesteuert und automatisch vorzunehmen.

Sicherung wiederherstellen: Installieren Sie 7-Zip . Gehen Sie in den Backup-Ordner, klicken Sie „BaseFile.7z“ mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im Kontextmenü „7-Zip –› Hier entpacken“. Die zuletzt erstellte 7z-Datei des differenziellen Backups entpacken Sie ebenfalls. Im Unterverzeichnis „Dokuments“ liegen danach alle Dateien mit dem Stand des letzten Backups. Wenn Sie eine inzwischen gelöschte oder geänderte Datei wiederherstellen möchten, entpacken Sie eine der älteren 7z-Dateien, in der die gewünschte Datei noch zu finden ist.

8. Persönliche Dateien in einer WIM-Datei sichern

WIM-Dateien (Windows Imaging Format) eignen sich besonders gut für komprimierte und damit platzsparende Backups. Eine WIM-Datei kann mehrere Backup-Sätze aufnehmen. Identische Dateien werden nur einmal gespeichert, was den Umfang der WIM-Dateien reduziert.

WIM-Dateien lassen sich mit dem unter Windows standardmäßig installierten Kommandozeilentool Dism.exe erstellen und bearbeiten. Im PC-WELT Service-Center kommt jedoch das Open-Source-Tool Wimlib-Imagex zum Einsatz, das mehr Optionen bietet als Dism.

Backup konfigurieren: Gehen Sie in PCWELT Windows Service-Center auf „PC sichern“, und klicken Sie auf „Wimlib-ImageX Backup-Script bearbeiten“. Die Batchdatei „Tools\Wimlib\Backup_mit_Wimlib.bat“ wird im Windows-Editor Notepad geöffnet. Wer häufiger mit Batchdateien oder anderen Scriptdateien zu tun hat, sollte aber besser den Editor Notepad++ verwenden. Dank Syntaxhervorhebung bietet das Programm eine bessere Übersicht in umfangreichen Scriptdateien. Am Beginn der Batchdatei finden Sie einen kommentierten Konfigurationsabschnitt. Hinter „SET BaseBackupFolder=“ tragen Sie den Pfad zum Ordner ein, in dem Sie das Backup speichern wollen. Hinter „SET BackupSource=“ gehört der Quellordner. In unser Beispielscript haben wir

SET BackupSource=%USERPROFILE%\Documents  

eingetragen. Die Variable „%USERPROFILE%“ enthält den Pfad zum Benutzerprofil des angemeldeten Benutzers. Sollte Ihr Pfad Leerzeichen enthalten, setzen Sie die Angabe in Anführungszeichen. Hinter „SET BackupFileName=“ tragen Sie den gewünschten Dateinamen für das Backup ein. „SET FullBackupIntervall=6“ bewirkt, dass alle sieben Tage ein vollständiges Backup in einer neuen WIM-Datei angelegt wird. Wenn Sie das Backup-Script jeden Tag starten, landen alle neuen oder geänderten Dateien in der WIM-Datei mit dem ersten vollständigen Backup.

Backup starten: Klicken Sie im PC-WELT Service-Center auf „Backup mit Wimlib- ImageX starten“. Für die automatische Sicherung setzen Sie in der „1-Klick-Wartung“ ein Häkchen vor „Backup mit Wimlib“.

PC-WELT Service-Center führt die Datei „Backup_mit_Wimlib.bat“ nicht direkt aus, sondern stattdessen „BackupMasterJob.bat“.  Darin können Sie weitere Batchdateien nach dem gleichen Bauplan angeben, die dann der Reihe nach ausgeführt werden. Tragen Sie zusätzlich beispielsweise

call BackupBilder.bat  

ein, um auch den Ordner „%USERPROFILE%\ Pictures“ zu sichern. Die Datei „BackupBilder.bat“ passen Sie entsprechend an, wie oben beschrieben.

Nach dem gleichen Prinzip können Sie auch alle Ordner unter „/Users“ oder die komplette Systempartition sichern. Wimlib-Imagex kann die von Windows gesperrten Dateien zwar sichern, aber unter einem laufenden Windows nicht wiederherstellen. Wenn Sie sich für diese Methode interessieren, finden Sie ausführliche Infos in der Online-Hilfe zum PC-WELT Windows Service-Center hier .

Dateien wiederherstellen: Im Backup-Verzeichnis finden Sie einen Ordner, der als Name Datum und Uhrzeit der letzten vollständigen Sicherung trägt. Darin liegt die WIM-Datei, die Sie mit 7-Zip öffnen können (via Kontextmenü: „7-Zip –› Öffnen“). Im 7-Zip-Dateimanager sehen Sie eine fortlaufende Nummerierung der enthaltenen Backups. Es genügt, den Ordner mit der höchsten Nummer zu entpacken, um den Stand der letzten Sicherung zu erhalten. Ältere Versionen oder inzwischen gelöschte Dateien finden Sie in den Ordnern mit den niedrigeren Nummern.

Windows-Aufgabenplanung konfigurieren

Die Windows-Aufgabenplanung ermöglicht es, bestimmte Programm zu einem festgelegten Zeitpunkt automatisch zu starten. Rufen Sie die Aufgabenplanung über das PC-WELT Service-Center auf, indem Sie auf „1-Klick-Wartung“ gehen und dann auf „Aufgabenplaner öffnen“ klicken.

Im linken Bereich des Fensters klicken Sie auf „Aufgabenplanungsbibliothek“. Im mittleren Teil des Fensters klicken Sie unter „Name“ auf „PC-WELT-ServiceCenter“. Über das Kontextmenü (mit der rechten Maustaste aufrufbar) lässt sich die Aufgabe deaktivieren und wieder aktivieren oder löschen, wenn Sie das Tool nicht mehr verwenden wollen. Über das Kontextmenü „Eigenschaften“ können Sie auf der Registerkarte „Allgemein“ ein Häkchen vor „Ausgeblendet“ setzen. Alle Aufgaben werden dann unsichtbar im Hintergrund ausgeführt. Auf der Registerkarte „Trigger“ lässt sich der Zeitplan ändern, und auf der Registerkarte „Bedingungen“ können Sie das Häkchen vor „Aufgabe nur starten, falls Computer im Netzbetrieb ausgeführt wird“ entfernen, wenn die Aufgaben auch im Akkubetrieb laufen sollen.

Die Themen in Tech-up Weekly #102: +++ Oculus Go: Günstige, autonome VR-Brille vorgestellt +++ Windows 10 Fall Creators Update - alle Neuerungen +++ Kommt die GeForce GTX 1070 Ti Ende Oktober? +++ Quick-News der Woche +++ Kommentar der Woche +++ Fail der Woche: Google Home Mini zeichnet ungewollt alles auf

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► Oculus Go: Günstige, autonome VR-Brille vorgestellt: (0:28):
www.pcwelt.de/2305137

► Windows 10 Fall Creators Update - alle Neuerungen (2:11):
www.pcwelt.de/2264171
► Windows 10 Herbst-Update per Trick früher zum Download:
www.pcwelt.de/2305098

► Kommt die GeForce GTX 1070 Ti Ende Oktober? (5:19 ):
www.pcwelt.de/2304964

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Quick-News (6:38):

► Pornhub-Nutzer von Malware-Angriff betroffen:
www.pcwelt.de/2304947

► Oneplus-Smartphones übertragen heimlich Nutzerdaten:
www.pcwelt.de/2304891

► Bundesnetzagentur warnt vor Ping-Anrufen:
www.pcwelt.de/2304284

► Färöer Inseln starten Google-Translate-Konkurrenten:
www.pcwelt.de/2304123

► Studie: 90 Prozent der Deutschen sind online:
www.pcwelt.de/2304949

► RIP AIM: AOL Instant Messenger stirbt am 15.12.2017:
www.pcwelt.de/2304197

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Kommentar der Woche (8:25)

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Fail der Woche (9:27):

► Google Home Mini zeichnet ungewollt alles auf:
www.pcwelt.de/2304795


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