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Windows 10: So nutzen Sie das Info-Center richtig

31.07.2018 | 08:09 Uhr |

Mit dem Windows 10 April 2018 Update hat Microsoft das Info-Center erneut optimiert, um nicht nur den Zugriff auf wichtige Funktionen zu erleichtern, sondern auch die Konfiguration der Benachrichtigungen zu vereinfachen.

Das Info-Center, das Sie per Klick auf das ganz rechts in der Systray platzierte Sprechblasen-Symbol öffnen, ist bereits seit der ersten Version in Windows 10 integriert und wird – ebenso wie das Startmenü und der Dialog „Windows-Einstellungen“ – bei jedem großen Update punktuell verbessert. Oftmals fallen die Änderungen allerdings so klein aus, dass sie von vielen Nutzern überhaupt nicht bemerkt werden. Manche Anwender werden nach dem letzten großen Windows-Update vom April bereits gemerkt haben, dass Microsoft diesmal ein wenig mehr getan hat. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, was es im Zusammenhang mit dem Info-Center im Allgemeinen und den Benachrichtigungen im Speziellen Neues gibt und wie Sie davon in der täglichen Praxis profitieren.

Tipp: Windows 10 April-Update - alle Infos & Details

Info-Center: Die Schaltzentrale

Die im Info-Center verankerten Schnellzugriffsbuttons lassen sich einspaltig darstellen.
Vergrößern Die im Info-Center verankerten Schnellzugriffsbuttons lassen sich einspaltig darstellen.

Im Info-Center, das Microsoft aus der von Windows 8 bekannten – als Charms Bar bezeichneten – Seitenleiste weiterentwickelt hat, sammelt das Betriebssystem nicht nur alle erhaltenen Benachrichtigungen, sondern gibt Ihnen über die im unteren Bereich platzierten Schaltflächen auch Zugriff auf wichtige Systemfunktionen.

Die Anzahl der zur Verfügung stehenden, von Microsoft als schnelle Aktionen bezeichneten, Buttons hängt vom verwendeten System ab. Während etwa auf einem Standard-Desktop-PC, auf dem das Windows 10 April 2018 Update noch nicht eingespielt ist, nur neun solcher Aktionen auswählbar sind, stehen auf einem Notebook mit Touch-Display 16 Aktionen zur Auswahl, darunter die neue Funktion „Umgebungsfreigabe“. Und auf einem Surface Pro 4, auf dem die aktuellste Insider-Preview läuft, sind es sogar 20 schnelle Aktionen, darunter die schon für das letzte Milestone-Update angekündigte Funktion „Bildschirmausschnitt“, mit deren Hilfe Sie Bildschirmfotos schießen können.

Sie können selbst festlegen, welche schnellen Aktionen im Info-Center angezeigt werden sollen, indem Sie in den „Windows- Einstellungen“ auf „System“ klicken und sich für „Benachrichtigungen und Aktionen“ entscheiden. Anschließend setzen Sie den Schalter neben den einzelnen Funktionen entweder auf „Ein“ oder auf „Aus“. Wie viele schnelle Aktionen Sie in diesem Dialog aktivieren, spielt keine Rolle, da der im Info-Center zur Verfügung stehende Platz dynamisch angepasst wird. Zudem können Sie die Buttonleiste im Info-Center per Klick auf den Link „Reduzieren“ so verkleinern, dass nur noch vier Symbole angezeigt werden. Ein Klick auf „Erweitern“ blendet wieder alle Kacheln ein.

Benachrichtigungen anpassen

Im oberen Teil des Info-Centers werden Ihnen wie gewohnt die gesammelten Benachrichtigungen angezeigt. Bei diesen Nachrichten kann es sich um Hinweise auf neu eingegangene E-Mails, Warnungen von Apps und Anwendungen oder Meldungen über ein in einem Spiel freigeschalteten Erfolg handeln. Welche Apps Ihnen grundsätzlich Benachrichtigungen senden dürfen, legen Sie in den „Windows-Einstellungen“ nach Klicks auf „System“ und „Benachrichtigungen und Aktionen“ fest.

Die im oberen Bereich des Abschnitts „Benachrichtigungen“ zusammengefassten Optionen drehen sich um das grundlegende Verhalten. Hier können Sie etwa auswählen, ob Benachrichtigungen auch auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden sollen und ob sich Windows immer wieder mit Tipps, Tricks und Vorschlägen zu Wort melden darf. Weiter unten sind alle Apps, Anwendungen und Systemfunktionen aufgeführt, die prinzipiell in der Lage sind, Benachrichtigungen auszugeben. Sie können deren Nachrichten komplett deaktivieren, indem Sie den nebenstehenden Schalter auf „Aus“ setzen. Klicken Sie eines der Elemente hingegen an, gelangen Sie zur Detailseite, wo Sie unter anderem festlegen können, ob ein Benachrichtigungsbanner angezeigt, ein Sound abgespielt und die Nachricht im Info-Center eingeblendet werden soll. Im gleichen Dialog definieren Sie auch die Anzahl der im Info-Center sichtbaren Benachrichtigungen und deren Priorität. Letztere spielt insbesondere im Zusammenhang mit der neuen Funktion „Benachrichtigungsassistent“ eine Rolle.

Windows 10: Grundeinstellungen gezielt anpassen

Neu: Benachrichtigungsassistent

Auf einem Surface Pro 4 mit Insider-Preview stehen insgesamt 20 schnelle Aktionen zur Verfügung.
Vergrößern Auf einem Surface Pro 4 mit Insider-Preview stehen insgesamt 20 schnelle Aktionen zur Verfügung.

Es ist übrigens problemlos möglich, die Benachrichtigungen komplett auszuschalten. Dazu setzen Sie den Schalter neben „Benachrichtigungen von Apps und anderen Absendern abrufen“ auf „Aus“. Dadurch werden auch alle unter „Benachrichtigungen dieser Absender abrufen“ aufgeführten Apps, Anwendungen und Systemfunktionen auf Aus gesetzt. Schalten Sie dann auch die beiden noch aktiven Optionen aus, um keinerlei Benachrichtigungen mehr zu erhalten. Scheinbar haben sich viele Nutzer für diesen Weg entscheiden, um während der Arbeit nicht permanent gestört zu werden. Denn Microsoft hat mit dem Windows 10 April 2018 Update eine neue Funktion eingeführt: „Benachrichtigungsassistent“. Klicken Sie unter „Windows-Einstellungen –› System“ in der linken Spalte auf den gleichnamigen Eintrag, können Sie ganz genau festlegen, wann welche Benachrichtigungen angezeigt werden dürfen. Im oberen Teil legen Sie fest, ob nur Bildschirmhinweise mit einer bestimmten Priorität oder ausschließlich als Alarme bezeichnete Warnmeldungen angezeigt werden dürfen. Entscheiden Sie sich für die erstgenannte Option, wählen Sie nach einem Klick auf „Prioritätsliste anpassen“ aus, welche Komponenten die Sperre umgehen dürfen.

Sehr gute Idee: Unter „Automatische Regeln“ bietet Ihnen Windows 10 an, die Zeiten oder Aktivitäten, bei denen Sie nicht durch Benachrichtigungen gestört werden möchten, auszuwählen. Wollen Sie etwa während der Arbeitszeit Ihre Ruhe haben, klicken Sie auf „Zu diesen Zeiten“. Im folgenden Dialog legen Sie „Startzeit“ und „Endzeit“ fest, wählen unter „Wiederholungen“ den Eintrag „Wochentage“ aus und geben unter „Fokus-Ebene“ an, ob Benachrichtigungen mit Priorität oder Alarme diese Vorgaben ignorieren dürfen.

Die etwas unglückliche Bezeichnung „Fokus- Ebene“ kommt übrigens daher, dass die Funktion „Benachrichtigungsassistent“ in der US-Version von Windows 10 „Focus assist“ heißt.

Ebenfalls zur Auswahl stehen die drei automatischen Regeln „Wenn ich meinen Bildschirm dupliziere“, „Wenn ich spiele“ und „Wenn ich Zuhause bin“. Auch diese drei Profile lassen sich nach einem Klick auf den jeweiligen Eintrag konfigurieren. Dass die Benachrichtigungen in einen dieser „Bitte nicht stören“-Modi geschalten sind, erkennen Sie übrigens durch einen Blick auf das Systray-Icon: In der rechten unteren Ecke des Sprechblasen-Symbols wird ein Halbmond eingeblendet.

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