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Windows unter Kontrolle

Anforderung

Zeitaufwand

Immer den rechten Überblick über seine Windows-Konfiguration zu behalten ist ein schier undurchführbarer Vorsatz. Da gibt es eine Unzahl von Dateien, zumal DLLs im Systemverzeichnis, deren Funktion ebenso unklar bleibt wie ihre Herkunft. Wer hier irgendwann 15 MB DLLs radikal aufräumen will, steht vor einem unüberwindlichen Problem. Ebenso schwierig ist es, einem fehlkonfigurierten Windows im INI-Dschungel auf die Spur zu kommen. Der Anwender, der sich auf diese Wühlarbeit in den Dateien erst gar nicht einlassen will und nur in den Dialogboxen herumklickt, ist hier in der Regel ganz verloren.

Die kleine Batchlösung CWIN.BAT kann daran eine ganze Menge ändern: Wer sich mit dem Ausgabemodus des DOS-Utilities FC.EXE anfreunden kann, findet hier exakte Informationen über alle Änderungen im Windows-Verzeichnis (und in Unterverzeichnissen) sowie in den wichtigsten Konfigurationsdateien. Die Arbeitsweise von CWIN.BAT ist denkbar einfach: Wird Windows statt mit "win" mit "cwin" aufgerufen, kopiert das Listing die maßgeblichen Konfigurationsdateien SYSTEM.INI und Co und erstellt eine Liste sämtlicher Dateien im Windows-Ordner. Nach dem Abschluß von Windows nimmt CWIN.BAT seine Arbeit wieder auf und vergleicht mit Hilfe von FC.EXE die aktuellen Konfigurationsdateien mit den abgelegten Sicherungskopien. Ferner prüft es, ob sich der aktuelle Dateibestand vom vorherigen unterscheidet. FC.EXE schreibt alle Unterschiede in eine Ausgabedatei, die der Benutzer schließlich mit Edit durchblättern kann.Die Routine berücksichtigt alle INI-Dateien, die Sie in der Zeile "set INIFILES" definieren, zusätzlich auch noch die AUTOEXEC.BAT und die CONFIG.SYS. Da sich in den DOS-Startdateien selten etwas ändert, können Sie diese vier Zeilen auch streichen. Die Prüfung des Dateienbestands läßt sich problemlos noch genauer definieren, indem Sie in den beiden DIR-Zeilen auf den Schalter /b verzichten: Dann meldet die Logdatei CWIN.TXT nicht nur neu installierte oder gelöschte Dateien, sondern auch Änderungen an bestehenden Dateien wie den Gruppendateien *.GRP. Diese Genauigkeit geht aber auf Kosten der Übersichtlichkeit, die in diesem Fall höher zu bewerten ist.Der Aufruf "cwin" ist nicht als Standardmaßnahme gedacht, sondern als Kontrollmittel in besonderen Fällen - etwa wenn Sie eine Installation vorhaben oder wichtige Systemeinstellungen ändern. Sie können die geplante Aktion kurz erläutern, indem Sie zum Beispielcwin Ich ändere die Größe der Auslagerungsdateieingeben, was sich dann als Kommentar in der Logdatei wiederfindet. Ein ideales Einsatzgebiet für CWIN.BAT sind - neben Neuinstallationen - Konfigurationsänderungen mit Hilfe der Windows-Dialogboxen, deren Auswirkung auf die INI-Dateien Sie nicht (oder nicht mehr) kennen, aber wissen möchten oder wissen müssen.Das Listing öffnet die Logdatei CWIN.TXT stets im Append-Modus (>>), das heißt, die neuen Daten werden an die bereits bestehende Datei angehängt. Wenn Sie an einer längerfristigen Sammlung (unbedingt mit Kommentareingabe!) nicht interessiert sind, schreiben Sie in der vierten Zeile nur ein Umleitungszeichen (>). Es bewirkt, daß die Datei jeweils neu erstellt und eine eventuell bestehende CWIN.TXT einfach überschrieben wird.

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