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Windows auf dem USB-Stick: Schritt 6 bis 7

27.06.2012 | 09:23 Uhr | Thorsten Eggeling

6. Start vom USB-Laufwerk vorbereiten

Windows startet nicht von USB-Laufwerken, weil die USB-Treiber erst nach den Festplattentreibern geladen werden. Bei einem Startversuch erhalten Sie daher einen blauen Bildschirm mit einem Stopp-„7B“-Fehler. Damit signalisiert Windows, dass es die Startfestplatte nicht findet. Das Problem lässt sich beheben, indem man Windows für einen früheren Start der USB-Treiber konfiguriert.

Schritt 1: Starten Sie Ihr bisheriges Windows von der Festplatte und schließen Sie die USB-Festplatte mit dem neu installierten oder geklonten Windows an. Drücken Sie die Windows-Taste und dann die Taste R. Tippen Sie hinter „Öffnen“ Regedit ein und klicken Sie auf „OK“. Bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung mit „Ja“.

Schritt 2: Klicken Sie in der Baumansicht auf der linken Seite auf „Hkey_Locale_Machine“. Gehen Sie im Menü auf „Datei, Struktur laden“. Navigieren Sie dann zum Ordner „\Windows\System32\config“ auf der USB-Festplatte, klicken Sie auf die Datei SYSTEM und dann auf „Öffnen“. Im Fenster „Struktur laden“ geben Sie unter „Schlüsselname“ den Buchstaben Z ein und klicken auf „OK“. Dadurch ist der Registry-Zweig Hkey_Locale_Machine\System in Regedit über Hkey_Locale_Machine\Z erreichbar.

Schritt 3: Gehen Sie auf „Hkey_Locale_Machine\Z\ControlSet001\Services“ und hier auf den Schlüssel „usbccgp“. Klicken Sie doppelt auf „Group“, tragen Sie unter „Wert“ System Bus Extender ein, und klicken Sie auf „OK“. Klicken Sie doppelt auf „Start“, tragen Sie unter „Wert“ 0 ein und klicken Sie auf „OK“. Gehen Sie auf den Schlüssel „usbhub“ und nehmen Sie hier die gleichen Änderungen vor.

Schritt 4: Wie in Schritt 3 beschrieben, ändern Sie auf die Werte für „usbehci“, „usbohci“ und „usbuhci“. Soll einer dieser Schlüssel nicht vorhanden sein, können Sie das ignorieren. Tragen Sie für „Group“ jeweils Boot Bus Extender ein. Den Wert für Start setzen Sie jeweils auf 0.

Beim Schlüssel „Usbstor“ müssen Sie den Eintrag „Group“ neu erstellen und den Wert SCSI Miniport eintragen. Der Wert für „Start“ muss wie bei allen anderen Treibern auch auf 0 gesetzt sein.
Vergrößern Beim Schlüssel „Usbstor“ müssen Sie den Eintrag „Group“ neu erstellen und den Wert SCSI Miniport eintragen. Der Wert für „Start“ muss wie bei allen anderen Treibern auch auf 0 gesetzt sein.

Schritt 5: Gehen Sie auf den Schlüssel „usbstor“. Gehen Sie auf „Bearbeiten, Neu – Zeichenfolge“. Geben Sie der Zeichenfolge den Namen Group. Klicken Sie doppelt auf die neu erstellte Zeichenfolge „Group“, tragen Sie unter „Wert“ SCSI miniport ein und klicken Sie auf „OK“. Klicken Sie doppelt auf „Start“, tragen Sie unter „Wert“ 0 ein, und klicken Sie auf „OK“.

Schritt 6: Führen Sie die Schritte 3 bis 5 noch einmal für die Schlüssel unter „Hkey_Locale_Machine\Z\ControlSet002\Services“ durch. Dieser Zweig der Registry dient als Sicherungskopie, wenn Windows etwa nach einer missglückten Treiberinstallation nicht mehr startet. Bei einem neu installierten Windows enthält er die gleichen Werte wie ControlSet001. Windows verwendet immer einen der beiden Registry-Zweige und spricht ihn über CurrentControlSet an. Welcher das gerade ist, steht im Schlüssel „Hkey_Local_Machine\System\Select“ im Wert „Current“.

Schritt 7: Klicken Sie auf „Hkey_Locale_Machine\Z“ und dann im Menü auf „Datei, Struktur entfernen“.

Tempo-Bremsen beim Windows-Start lösen

7. Windows vom USB-Laufwerk starten

Starten Sie Ihren PC neu. Wählen Sie im BIOS als Startfestplatte das USB-Gerät aus, wie in Punkt 4 beschrieben.

Sie müssen jetzt noch dafür sorgen, dass Windows die in Punkt 6 vorgenommenen Änderungen in der Registry nicht wieder rückgängig macht. Die Werte werden auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt, wenn Windows ein neues USB-Gerät einrichtet.

Laden Sie zunächst die Datei USB-Bootfix.zip herunter.. Starten Sie die enthaltene Batch-Datei Usbbootfix.bat, indem Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken und im Menü „Als Administrator ausführen“ wählen. Bestätigen Sie die Meldung der Benutzerkontensteuerung mit „Ja“. Starten Sie auf die gleiche Weise die Batch-Datei StorageBootStart.bat. Damit aktivieren Sie alle in der Registry vorhandenen Festplattentreiber. Das sorgt selbst bei abweichender Hardware für einen problemlosen Start.

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