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11 kleine Windows-Tricks mit großer Wirkung

01.12.2019 | 08:01 Uhr | Thorsten Eggeling

Windows bietet zahlreiche Einstellungen, über die sich das System für jeden Anwender perfekt anpassen lässt. Nicht alle Optionen sind leicht zu finden, und manchmal ist deren Nutzen auch nicht sofort ersichtlich.

Windows zeigt sich direkt nach der Installation mit den Vorgaben und Einstellungen, die Microsoft für die meisten Nutzer als sinnvoll erachtet. Dadurch liegen jedoch etliche Funktionen des Betriebssystems brach, weil Microsoft die zugehörigen Optionen gut versteckt oder deaktiviert hat. Das geschieht in dem durchaus guten Willen, für mehr Übersichtlichkeit zu sorgen und unerfahrene Benutzer von bestimmten Einstellungen fernzuhalten.

Wer sich intensiver mit Windows beschäftigt, empfindet die Einschränkungen eher als lästig und ändert als Erstes beispielsweise einige Einstellungen im Windows-Explorer, um wirklich alle relevanten Ordner und Dateien zu sehen. Weitere Optimierungen betreffen in der Regel das Windows-Startmenü und den Schnellzugriff auf häufig genutzte Programme.

Einige Windows-Einstellungen sind zwar für jeden nützlich, entfalten ihre Wirkung jedoch nur bei einer bestimmten Hardware-Ausstattung. Weitere interne Festplatten im PC sowie mehrere USB-Sticks und externe Festplatten etwa mit umfangreichen Audiound Videobeständen sind keine Seltenheit. Mit einer optimierten Konfiguration lassen sich weitere Laufwerke besser einbinden und schneller durchsuchen.

Der Artikel bezieht sich auf das zurzeit aktuelle Windows 10 in der Version 1903. Die Tipps funktionieren teilweise auch mit älteren Windows-Versionen, die Bezeichnungen können jedoch abweichen.

Windows entnerven: 20 Tipps zum Optimieren

1. Ausgeblendete Elemente sichtbar machen

Der Windows-Explorer ist als Dateimanager eins der wichtigsten vorinstallierten Tools. Dateien kopieren, verschieben, umbenennen sowie Ordner erstellen gehören zu den Standardaufgaben für jeden PC-Benutzer. Man muss allerdings wissen, dass der Windows-Explorer nicht die tatsächlichen Verhältnisse auf der Festplatte darstellt. Standardmäßig sind bestimmte Elemente verborgen, vor allem um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Für viele Anwender ist das so in Ordnung, wenn es nur um den Umgang mit persönlichen Dateien geht. Wer jedoch Zugriff auf bestimmte Systemordner oder Dateien benötigt, bekommt diese erst einmal nicht zu Gesicht.

Das lässt sich schnell ändern, in dem Sie im Windows-Explorer beispielsweise das Laufwerk „C:“ öffnen, dann im Menüband auf das Register „Ansicht“ klicken und ein Häkchen vor „Ausgeblendete Elemente“ setzen. Sollte das Fenster des Windows-Explorers zu schmal aufgezogen sein, sehen Sie die Schaltfläche „Ein-/Ausblenden“ und erst nach einem Klick darauf die Option „Ausgeblendete Elemente“.

Sie sehen jetzt die zuvor ausgeblendeten Ordner, beispielsweise „ProgrammData“, in dem viele Anwendungen die systemweite Konfiguration speichern. In Ihrem Profilverzeichnis unter „C:\Benutzer\Benutzername“ taucht jetzt der Ordner „AppData“ auf. Darin liegen die Konfigurationsdateien des Benutzers.

Aber auch jetzt zeigt der Windows-Explorer noch nicht alles an. Das passiert erst, wenn Sie im Menüband auf „Ansicht“ und dann auf „Optionen –› Ordner- und Suchoptionen ändern“ und die Registerkarte „Ansicht“ gehen und das Häkchen vor „Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)“ entfernen. Auf Laufwerk „C:“ erscheinen jetzt auch Dateien wie „pagefile.sys“ (Auslagerungsdatei) und „swapfile.sys“ (Auslagerungsdatei für Apps) sowie Ordner wie „$Recycle.Bin“ (Papierkob).

Übrigens: Der Windows-Explorer zeigt für Ordnernamen teilweise die deutschsprachigen Übersetzungen an. „C:\Benutzer“ heißt eigentlich „C:\Users“ und die Bezeichnung von „C:\Programme“ lautet auf der Festplatte „C:\Program Files“. Den tatsächlichen Namen sehen Sie, wenn Sie einen dieser Ordner öffnen und dann in die Adressleiste des Windows-Explorers klicken. Für die Arbeit im Windows-Explorer sind die Bezeichnungen in der Regel nicht relevant, wohl aber in der Eingabeaufforderung.

2. Erweiterungen bei allen Dateien anzeigen 

Potenzielles Risiko: Wer nicht genau hinsieht, kann bei ausgeblendeten Dateinamenserweiterungen eine ausführbare BAT-Datei für eine harmlose Textdatei halten.
Vergrößern Potenzielles Risiko: Wer nicht genau hinsieht, kann bei ausgeblendeten Dateinamenserweiterungen eine ausführbare BAT-Datei für eine harmlose Textdatei halten.

Dateinamen bestehen unter Windows in der Regel aus dem Dateinamen, einem Punkt und der Dateinamenserweiterung. An der Erweiterung erkennt Windows, um welchen Dateityp es sich handelt und mit welcher Anwendung eine Datei per Doppelklick geöffnet wird.

Der Windows-Explorer zeigt die Dateinamenserweiterungen standardmäßig nicht an, dafür aber in der Ansicht „Details“ eine Beschreibung in der Spalte „Typ“. Bei ausführbaren Dateien („.exe“) erscheint hier „Anwendung“, bei Textdateien („.txt“) lesen Sie „Textdokument“. Auch das soll wohl der Übersichtlichkeit dienen, allerdings lassen sich Dateien so schwerer identifizieren, wenn man nicht genau hinsieht. Es sorgt für mehr Klarheit, wenn Sie im Windows-Explorer auf das Register „Ansicht“ gehen und ein Häkchen vor „Dateinamenserweiterungen“ setzen.

Das hat nebenbei auch den Effekt, dass sich Dateinamenserweiterungen unkompliziert vergeben lassen. Wenn Sie beispielsweise eine Textdatei erstellen und speichern, erhält diese die Endung „.txt“. Soll aus der Text- eine Batchdatei mit der Endung „.bat“ oder „.cmd“ werden, können Sie die Dateinamenserweiterung im Windows-Explorer jetzt einfach ändern, indem Sie die Datei umbenennen. Sind die Dateinamenserweiterungen im Windows-Explorer ausgeblendet, ist das nicht möglich. Wenn Sie ein „.bat“ anhängen, lautet die Bezeichnung „Dateiname.bat.txt“, wodurch der Editor für die Datei zuständig bleibt und daraus keine Windows-Batchdatei wird.

Die ausgeblendeten Dateinamenserweiterungen stellen außerdem ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar. „Dateiname.txt.bat“ beispielsweise zeigt der Windows-Explorer standardmäßig als „Dateiname.txt“ an. In der Spalte „Typ“ steht dann zwar „Windows- Batchdatei“, was man aber nur in der nicht standardmäßigen Ansicht „Details“ sieht. Wem die unterschiedlichen Icons für Text- und Batchdateien nicht auffallen, der startet dann möglicherweise eine gefährliche Batchdatei, statt eine Textdatei in Notepad zu öffnen.

Alternatives Startmenü verwenden

Wer auf interaktive Kacheln verzichten kann und ein Startmenü im Windows- 7-Stil bevorzugt, sollte sich Open Shell ansehen, dem Nachfolger von Classic Shell. Das Tool ersetzt das Startmenü von Windows 10 komplett und zeigt die bislang von Windows 7 gewohnten Menüeinträge und Schaltflächen an.

Nach der Installation erscheint nach einem Klick auf die Schaltfläche „Start“ ein Konfigurationsdialog. Hier legen Sie fest, wie das neue Startmenü aussehen soll. Setzen Sie ein Häkchen vor „Show all settings“ und gehen Sie auf die Registerkarte „Language“. Klicken Sie auf „de_DE Deutsch (Deutschland)“ und dann auf „OK“, um die deutschsprachige Oberfläche zu aktivieren. Bestätigen Sie mit „OK“. Klicken Sie die Schaltfläche „Start“ mit der rechten Maustaste an und gehen Sie auf „Exit“. Danach gehen Sie im Explorer auf „C:\Programme\Open-Shell“ und starten das Programm „StartMenu“ („StartMenu.exe“) per Doppelklick.

Das Original-Windows-Startmenü lässt sich auch weiterhin aufrufen. Dazu halten Sie die Shift-Taste gedrückt und klicken auf die Schaltfläche „Start“.

3. Laufwerksbuchstaben neu vergeben und stabil halten

Laufwerksbuchstaben selbst festlegen: Bei USB-Laufwerken sollten Sie einen Buchstaben am Ende des Alphabets wählen, damit sich die Zuordnung sicher nicht ändert.
Vergrößern Laufwerksbuchstaben selbst festlegen: Bei USB-Laufwerken sollten Sie einen Buchstaben am Ende des Alphabets wählen, damit sich die Zuordnung sicher nicht ändert.

In der Regel ist die Systemfestplatte über den Laufwerksbuchstaben „C:“ ansprechbar, danach folgt – wenn vorhanden – eine Datenpartition („D:“) und das CD/DVDLaufwerk („E:“). Wenn Sie einen USB-Stick oder eine externe Festplatte anschließen, weist Windows dem Laufwerk den nächsten freien Laufwerksbuchstaben zu, bei unserem Beispiel „F:“. Wenn Sie den USB-Stick abziehen und einen anderen Stick mit dem PC verbinden, erhält auch dieser den nächsten freien Buchstaben, also „F:“. Sind jedoch beide Sticks verbunden, lässt sich der erste über „F:“ ansprechen, der zweite erhält mit „G:“ den nächsten freien Laufwerksbuchstaben.

Windows merkt sich in diesem Fall die Zuordnung der Laufwerksbuchstaben. Der zweite USB-Stick bekommt jetzt immer den Laufwerksbuchstaben „G:“ auch wenn „F:“ gerade nicht belegt ist. Es ist daher ungewiss, welchen Laufwerksbuchstaben Windows jeweils vergibt.

Wer sich mehr Kontrolle über die Laufwerksbuchstaben wünscht, vergibt diese manuell. Dazu drücken Sie die Tastenkombination Win-R, tippen diskmgmt.msc ein und bestätigen mit „OK“. Sie öffnen damit die Datenträgerverwaltung. Klicken Sie das gewünschte Laufwerk im oberen oder unteren Teil des Fensters mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie im Kontextmenü „Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern“. Klicken Sie auf „Ändern“ und wählen Sie den neuen Laufwerksbuchstaben. Verwenden Sie beispielsweise „X“, „Y“ oder „Z“. Diese Zuweisung sollte sich in Zukunft nicht mehr ändern, da Windows bei neuen Geräten zuerst die vorderen Buchstaben des Alphabets vergibt. Klicken Sie auf „OK“.

Sie erhalten einen Warnhinweis über Probleme, die Programme mit dem geänderten Laufwerksbuchstaben haben könnten. Das gilt jedoch nur, wenn Anwendungen auf dem USB-Laufwerk installiert sind und Pfade in der Registry oder in Konfigurationsdateien auf den bisherigen Laufwerksbuchstaben verweisen. In diesem Fall sollten Sie auf „Nein“ klicken und den Laufwerksbuchstaben nicht ändern. Enthält das USB-Laufwerk nur Daten, spielt der Buchstabe keine Rolle.

4. Laufwerke in beliebigen Ordnern bereitstellen 

Wer ganz ohne oder mit weniger zusätzlichen Laufwerksbuchstaben auskommen möchte, kann Laufwerke auch in einem Pfad bereitstellen. Ob das sinnvoll ist oder nicht, hängt von den eigenen Vorlieben und der persönlichen Arbeitsweise ab. Um beispielsweise ein externes oder internes Laufwerk mit einer Musiksammlung einzubinden, gehen Sie so vor: 

Schritt 1: Erstellen Sie den Ordner „C:\Benutzer\ Benutzername\Musik\MP3-Stick“. Für „Benutzername“ setzen Sie die Bezeichnung Ihres Windows-Kontos ein.

Schritt 2: Verbinden Sie den USB-Stick mit dem PC und öffnen Sie die Datenträgerverwaltung (Win-R, diskmgmt.msc). Gehen Sie vor wie in Punkt 3 beschrieben, klicken Sie aber auf „Entfernen“, um den Laufwerksbuchstaben zu löschen. 

Schritt 3: Gehen Sie erneut auf „Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern“, klicken Sie auf „Hinzufügen“, und wählen Sie „In folgendem NTFS-Ordner bereitstellen“. Über „Durchsuchen“ wählen Sie den in Schritt 1 erstellten Ordner aus. Im Dialog „Nach Laufwerkspfad suchen“ sind die Pfade übrigens nicht deutschsprachig lokalisiert, sodass Sie den Ordner unter „C:\Users\Benutzername\Music\MP3-Stick“ finden. Klicken Sie auf „OK“, um die Änderung zu speichern. Der Inhalt des USB-Laufwerks ist von nun an unter dem gewählten Pfad zu finden. Wenn Sie das Laufwerk trennen und erneut anschließen, bindet Windows es automatisch wieder dort ein.

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5. Dateien effektiv in Bibliotheken organisieren

Bibliotheken einblenden: Bei Windows 10 zeigt der Windows-Explorer die Bibliotheken standardmäßig nicht an. Sie lassen sich aber unter „Navigationsbereich“ aktivieren.
Vergrößern Bibliotheken einblenden: Bei Windows 10 zeigt der Windows-Explorer die Bibliotheken standardmäßig nicht an. Sie lassen sich aber unter „Navigationsbereich“ aktivieren.

Gleichartige Inhalte lassen sich unter Windows unabhängig vom Speicherort in Bibliotheken organisieren. Die Idee dahinter: Musik, Bilder, Videos und Dokumente sollen in nur einem Ordner zu finden sein, egal, wo sie tatsächlich gespeichert sind. Sie können Ordner von internen und externen Festplatten in Bibliotheken aufnehmen und damit zentral zugänglich machen. Das erspart Klickarbeit bei der Navigation zu Laufwerken und Ordnern. Nebenbei nimmt Windows Bibliotheksinhalte automatisch in den Suchindex auf (Punkt 6), sodass Sie Dateien oder Dateiinhalte schneller finden. Unter Windows 10 zeigt der Windows-Explorer die Bibliotheken standardmäßig nicht an. Um das zu ändern, gehen Sie im Menüband auf „Ansicht“, klicken auf „Navigationsbereich“ und dann auf „Bibliotheken anzeigen“. Sie können auch die Option „Alle Ordner anzeigen“ aktivieren. Dann sehen Sie zusätzlich die Systemsteuerung im Navigationsbereich.

Wenn Sie einen Ordner zu einer Bibliothek hinzufügen möchten, gehen Sie im Kontextmenü auf „In Bibliothek aufnehmen“ und wählen dann die gewünschte Kategorie, beispielsweise „Bilder“ oder „Musik“. Das funktioniert auch mit Ordnern, die auf weiteren internen Festplatten, einem USB-Stick oder USB-Laufwerk liegen. Sollte der Menüpunkt nicht erscheinen, etwa bei einem Netzwerklaufwerk, befindet sich der Ordner auf dem Server nicht im Suchindex (siehe Punkt 6).

6. Weitere Ordner in den Suchindex aufnehmen

Schneller finden: Binden Sie zusätzliche Ordner von anderen Festplatten in den Suchindex ein. Das Suchergebnis erscheint dann schneller, und Sie können auch nach Dateiinhalten suchen.
Vergrößern Schneller finden: Binden Sie zusätzliche Ordner von anderen Festplatten in den Suchindex ein. Das Suchergebnis erscheint dann schneller, und Sie können auch nach Dateiinhalten suchen.

Windows erstellt automatisch für alle Ordner in den Benutzerprofilen, für Bibliotheksordner und für das Startmenü einen Suchindex. Über den Index finden Sie Dateien über den Windows-Explorer oder das Suchfeld in der Taskleiste in Bruchteilen von Sekunden. Bei einigen Dateitypen, beispielsweise DOC, DOCX oder PDF, nimmt der Index auch den Inhalt auf, und Sie können nach Wörtern suchen, die in den Textdokumenten vorkommen.

Sie können weitere Ordner in den Suchindex aufnehmen, etwa wenn Sie nach Dateien oder Dateiinhalten auf einer externen Festplatte (keinem USB-Stick) oder weiteren internen Festplatten suchen möchten. Öffnen Sie die „Einstellungen“ (Win-I), und gehen Sie auf „Suche –› Windows durchsuchen“. Unter „Indizierungsstaus“ sehen Sie, wie viele Elemente der Index bereits enthält und ob die Indizierung abgeschlossen ist. Klicken Sie unter „Meine Dateien finden“ auf „Suchorte hier anpassen“ und dann auf „Ändern“.

Erweitern Sie die Baumansicht im oberen Teil des Fensters und setzen Sie Häkchen vor den gewünschten Ordnern. Sie sollten aber nicht zu viele Ordner oder gar das komplette Laufwerk in den Index aufnehmen, weil sich die Suche sonst verlangsamt und Windows sehr lange braucht, um Dateiänderungen zu berücksichtigen.

7. Schnelleren Zugriff auf Netzwerkfreigaben einrichten 

Buchstaben zuweisen: Netzwerkfreigaben erreichen Sie im Windows-Explorer unter „Netzwerk“. Für den schnellen Zugriff sollten Sie bei häufig genutzten Freigaben einen Laufwerksbuchstaben festlegen.
Vergrößern Buchstaben zuweisen: Netzwerkfreigaben erreichen Sie im Windows-Explorer unter „Netzwerk“. Für den schnellen Zugriff sollten Sie bei häufig genutzten Freigaben einen Laufwerksbuchstaben festlegen.

Freigaben im lokalen Netzwerk, etwa von einem anderen PC oder einem NAS, finden Sie im Windows-Explorer unter „Netzwerk“. Darüber sprechen Sie die Freigaben über den UNC-Namen (Uniform Naming Convention) in der Form

\\Servername\Freigabename\Pfad

an. Die UNC-Schreibweise verstehen fast alle Anwendungen, sodass Sie Dateien direkt von einer Netzwerkfreigabe aus öffnen können. 

Über einen Laufwerksbuchstaben lässt sich schneller auf eine Netzwerkfreigabe zugreifen. Wählen Sie unter „Netzwerk“ den gewünschten Server, und gehen Sie im Kontextmenü der Freigabe auf „Netzwerklaufwerk verbinden“. Hinter „Laufwerk:“ stellen Sie einen Laufwerksbuchstaben ein, beispielsweise „Z:“ oder „Y:“. Setzen Sie ein Häkchen vor „Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen“, damit Windows das Netzwerklaufwerk beim Start automatisch einbindet.

8. Windows-Startmenü anpassen und aufräumen 

Listen und Kacheln: Das Startmenü zeigt unter Windows 10 die installierten Programme und Kacheln an. Anordnung, Größe und Inhalt der Kacheln lassen sich individuell festlegen.
Vergrößern Listen und Kacheln: Das Startmenü zeigt unter Windows 10 die installierten Programme und Kacheln an. Anordnung, Größe und Inhalt der Kacheln lassen sich individuell festlegen.

Das Startmenü hat seit Windows 8 und über die unterschiedlichen Windows-10-Versionen zahlreiche Änderungen erfahren. Inzwischen zeigt es sich relativ aufgeräumt und beschränkt sich auf die wesentlichen Funktionen.

Das Startmenü besteht aus drei Spalten. Auf der linken Seite ist ein Symbol für den Benutzer zu sehen, das zu einem Menü für „Kontoeinstellungen ändern“, „Sperren“ und „Abmelden“ führt. Darunter gibt es Symbole für „Dokumente“ und „Bilder“, über die sich der jeweilige Ordner im Windows-Explorer öffnen lässt. Dann folgen die Symbole für „Einstellungen“ und „Ein/Aus“. Mit einem rechten Mausklick etwa auf „Dokumente“ öffnen Sie ein Menü, in dem Sie auf „Diese Liste personalisieren“ gehen. Anschließend aktivieren oder deaktivieren Sie die Ordner, die Sie im Startmenü sehen beziehungsweise nicht mehr sehen wollen. Zur Auswahl stehen beispielsweise „Downloads“, „Musik“ und „Netzwerk“.

Die mittlere Spalte enthält eine alphabetische Liste der installierten Apps und Desktop-Programme. Was hier angezeigt wird, lässt sich in den „Einstellungen“ unter „Personalisierung –› Start“ festlegen. Sie können die App-Liste ganz ausblenden oder sich auch die meistverwendeten oder zuletzt hinzugefügten Apps anzeigen lassen.

Die rechte Spalte schließlich zeigt die interaktiven Kacheln. Was hier angezeigt wird, hängt von den installierten Apps ab. Sie können beispielsweise eine Kachel mit dem aktuellen Wetterbericht hinzufügen. Dazu klicken Sie die App „Wetter“ in der App-Liste mit der rechten Maustaste an und wählen „An ‚Start‘ anheften“. Klicken Sie die „Wetter“-Kachel an und konfigurieren Sie den Standort.

Die Kacheln sind in Gruppen organisiert. Standardmäßig sind „Produktivität“ und „Durchsuchen“ vorhanden. Wenn Sie eine Kachel ein Stück tiefer unter eine Gruppe ziehen, erscheint ein blauer Balken. Lassen Sie die Kachel los, bildet sich eine neue Gruppe, der Sie per Klick auf den Bereich darüber einen Namen geben können. Ziehen Sie die Kachel in den Bereich knapp unterhalb einer Gruppe, um sie in diese Gruppe einzufügen. Sobald Sie eine Kachel auf eine andere ziehen, entsteht ein Ordner, dem Sie ebenfalls einen Namen geben können. Ein Ordner lässt sich auf und zu klappen und spart somit Platz im Startmenü. Über den Kontextmenüpunkt „Größe ändern“ lassen sich die Abmessungen einer Kachel anpassen, etwa für die bessere Lesbarkeit der Informationen.

Wer die Kacheln nicht verwenden möchte, muss bei jeder einzelnen im Kontextmenü „Von ‚Start‘ lösen“ wählen. Eine Funktion, die alle Kacheln auf einmal ausblendet, gibt es bisher nicht.

Windows 10: Suchfunktion optimal nutzen

9. Programme bequem und schnell starten

Schneller starten: Über ein Desktop-Icon lässt sich ein häufig genutztes Programm bequem starten. In den Eigenschaften der Verknüpfung können Sie außerdem ein Tastaturkürzel festlegen.
Vergrößern Schneller starten: Über ein Desktop-Icon lässt sich ein häufig genutztes Programm bequem starten. In den Eigenschaften der Verknüpfung können Sie außerdem ein Tastaturkürzel festlegen.

Statt im Startmenü nach der gewünschten Anwendung zu suchen, können Sie auch eine Verknüpfung auf dem Desktop verwenden. Einige Programme bieten bei der Installation an, eine Verknüpfung zu erstellen. Wenn nicht, suchen Sie die ausführbare Datei im Windows-Explorer unter „C:\Programme“ oder „C:\Programme (x86)“. Ziehen Sie die Datei mit der Maus auf den Desktop, um eine Verknüpfung zu erstellen, über die sich das Programm per Doppelklick starten lässt.

Wer eine Tastenkombination bevorzugt, geht im Kontextmenü der Verknüpfung auf „Eigenschaften“, klickt in das Feld hinter „Tastenkombination“ und drückt dann die gewünschte Tastenkombination.

Eine Alternative ist der Kontextmenüpunkt „An Taskleiste“ anheften einer ausführbaren Datei. Diesen gibt es unter „Mehr“ auch bei den Apps im Startmenü, für die sich keine Verknüpfungen erstellen lassen.

Allerdings ist der Platz in der Taskleiste knapp, weshalb sich hier nicht sehr viele Icons unterbringen lassen.

10. Datensicherung mit dem Dateiversionsverlauf 

Als einfache Backup-Funktion bietet Windows 10 den Dateiversionsverlauf. Sie benötigen dafür eine zweite Festplatte, die auch über den USB-Port angeschlossen sein kann, oder ein Netzwerklaufwerk. 

Für die Konfiguration rufen Sie die Systemsteuerung auf, beispielsweise über die Tastenkombination Win-R und control. Klicken Sie auf „Sicherungskopie von Dateien mit dem Dateiversionsverlauf speichern“. Wenn Sie hinter „Anzeige“ etwas anderes als „Kategorie“ eingestellt haben, klicken Sie auf „Dateiversionsverlauf“. Klicken Sie auf „Laufwerk auswählen“ und geben Sie das gewünschte Sicherungslaufwerk an. Danach klicken Sie auf „Einschalten“.

Der Dateiversionsverlauf sichert standardmäßig nur einige Ordner mit Ihren persönlichen Daten. Die Konfiguration erfolgt bei Windows 10 in den „Einstellungen“ über „Update und Sicherheit –› Sicherung“ per Klick auf „Weitere Optionen“. Unter „Diese Ordner sichern“ sehen Sie, welche Ordner berücksichtigt werden. Sie können einzelne Ordner entfernen oder weitere über „Ordner hinzufügen“ angeben.

Dateien wiederherstellen: Klicken Sie im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf den Ordner, in dem die verlorene Datei gespeichert war. Gehen Sie auf „Vorgängerversionen wiederherstellen“. Sie sehen eine Liste der Sicherungen. Markieren Sie die gewünschte Version, klicken Sie auf den Pfeil neben „Öffnen“ und auf „In Dateiversionsverlauf öffnen“. Nun sehen Sie den gesicherten Inhalt des Ordners. Markieren Sie die Wunschdatei mit einem Klick und gehen Sie dann unten auf den grünen Knopf. Windows stellt die Datei im ursprünglichen Ordner wieder her.

11. Zusatztools für die Windows-Optimierung verwenden 

Ultimate Windows Tweaker: Über das Tool lassen sich zahlreiche Windows-Einstellungen konfigurieren und optimieren. Einiges davon ist in den Standardeinstellungen von Windows nicht zu finden.
Vergrößern Ultimate Windows Tweaker: Über das Tool lassen sich zahlreiche Windows-Einstellungen konfigurieren und optimieren. Einiges davon ist in den Standardeinstellungen von Windows nicht zu finden.

Tuningtools sehen viele Windows-Anwender skeptisch – und das mit Recht. Wer ein schnelleres Windows nach nur einem Mausklick verspricht, dem ist wahrscheinlich nicht uneingeschränkt zu vertrauen.

Ultimate Windows Tweaker und Winaero Tweaker  gehören jedoch in eine andere Kategorie. Beide Tools bündeln Optionen, die in den Tiefen der Windows-Einstellungen oder Systemsteuerung nur schwer zu finden sind oder sich nur über die Registry ändern lassen. Der Nachteil beider Tools: Es gibt sie nur mit englischsprachiger Oberfläche. Winaero Tweaker bietet jedoch bei den meisten Einstellungen den Link „See in detail how this tweak works“. Der führt zu einer ebenfalls englischsprachigen Webseite, die aber für die meisten Nutzer verständliche Informationen bieten sollte.

Beide Tools bieten jeweils um die 150 Einstellungen. Diese umfassen beispielsweise Anpassungen für die Taskleiste, das Desktop-Kontextmenü, Benutzerkonten, den Windows-Explorer, den Sperrbildschirm und den Internet Explorer. 

Windows-Komplettsicherung und Backup

Mit Bordmitteln von Windows 10 lässt sich auch eine Komplettsicherung der Festplatte erstellen. Wer die Funktion nutzen will, geht in den Einstellungen auf „Update und Sicherheit –› Sicherung“ und klickt auf „Zu sichern und Wiederherstellen (Windows 7) wechseln“. Wir können von dieser Backup-Methode jedoch nur abraten. Sie ist als unzuverlässig bekannt und zudem langsam und unflexibel.

Macrium Reflect Free ist einfacher zu bedienen und gilt als zuverlässig. Mit dem Programm sichern Sie das System, die komplette Festplatte, einzelne Partitionen oder ausgewählte Dateien und Ordern. Für regelmäßige Sicherungen lässt sich ein Zeitplan erstellen.

Um Macrium Reflect Free nach der Installation auf Deutsch umzustellen, drücken Sie im geöffneten Programm die Tastenkombination Strg-Shift-L. Wählen Sie „Deutsch“ und klicken Sie auf „OK“.

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