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Windows-Treiber mit Ndiswrapper nutzen

29.06.2007 | 08:30 Uhr |

Gibt es für Ihr WLAN-Gerät keine Linux-Treiber oder scheuen Sie sich, Kernel-Module zu kompilieren, stellt das Paket Ndiswrapper eine Alternative dar. Es fungiert als Schnittstelle zwischen dem Linux-Kernel und vorhandenen Windows-Treibern.

Unter Ubuntu installieren Sie das Paket über "System, Administration, Synaptic-Paketverwaltung", unter Suse verwenden Sie Yast. Außerdem benötigen Sie die Windows-Treiber für Ihre WLAN-Karte, die Sie in ein beliebiges, für Linux lesbares Verzeichnis entpacken.

Melden Sie sich dann in einem Terminal-Fenster als root an: Unter Ubuntu tippen Sie dazu "sudo s", unter Suse nur "su" ein. Wechseln Sie nun mit "cd Pfad" in das Verzeichnis, das die Windows-Treiber enthält, und geben Sie dort den Befehl ndiswrapper i Infdatei. inf ein.

Damit verweisen Sie auf die dort enthaltene Windows-INF-Datei, beispielsweise neti2220.inf für die Ipconn-WLAN-Chipsätze auf Acer-Aspire-Notebooks der 1500er-Reihe. Ndiswrapper kopiert nun die benötigten Treiber in ein entsprechendes Unterverzeichnis unter /etc/ndiswrapper und richtet diese ein.

Gewissheit, ob das Programm alles korrekt installiert hat, erhalten Sie mit dem Befehl "ndiswrapper l". Die Ausgabe sollte den Treibernamen enthalten sowie die Meldungen "driver present" und "hardware present". Sollte Letztere fehlen, erfahren Sie unter http://ndiswrapper.sourceforge.net/mediawiki/index.php/ List mehr über Probleme Ihres Chipsatzes und mögliche Lösungen.

Ein Beispiel: Beim USB-WLAN-Gerät von Asus mit Ralink-2500-Chipsatz stimmen beispielsweise die USB-ID-Nummern mit den in der Treiber-Liste enthaltenen nicht überein. Mit dem Befehl "lsusb" erfahren Sie die achtstellige ID-Nummer, hier ,,0b05:1706".

Diese können Sie dann mit ndiswrapper d ID-Nummer Ndiswrapper mit auf den Weg geben. Danach sollte "ndiswapper l" auch die Meldung "hardware present" ausgeben. Abschließend laden Sie den Treiber mit "modprobe ndiswrapper".

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