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Index-Dienst und Systemsteuerungs-Applet

15.05.2013 | 16:13 Uhr | Hermann Apfelböck

Die Suche im Startmenü und im Suchfeld des Explorers funktioniert auch ohne Indizierung. Aber alles was im Index steht, macht die Suche wesentlich schneller. Windows muss dann nicht mehr die Dateien durchsuchen, sondern nur noch den bereits nach Schlagwörtern organisierten Index. Umgekehrt ist es aber kontraproduktiv, den Index mit unnötigem Ballast aufzublähen: Dadurch wird die Suche wieder langsamer, und die Festplatten kommen nicht mehr zur Ruhe.

Windows-Dienst Wsearch: Verantwortlich für die Indizierung ist der Systemdienst „Windows Search“ (interner Kurzname „Wsearch“). Es gibt Benutzer, die die Indizierung komplett abschalten möchten. Dies ist in der Dienstekonsole „services.msc“ nach Doppelklick dieses Dienstes problemlos möglich: Nach „Beenden“ schalten Sie den Dienst über „Starttyp“ auf „Deaktiviert“ und bestätigen mit „OK“.

Indizierungsoptionen: Ein aktiver Indexdienst durchsucht standardmäßig alle Dateien in den „Bibliotheken“. Was Sie in die Bliotheken aufnehmen, landet automatisch auch im Index. Das ist der von Microsoft vorgesehene Standard. Wenn Sie diese Bibliotheken nicht für Ihre Benutzerdateien verwenden, können Sie die Indizierung aber auch auf anderem Weg auf Ihre Daten lenken: Kontrolle und Anpassung der indizierten Pfade bieten die „Indizierungsoptionen“ der Systemsteuerung.

Mit der Schaltfläche „Ändern“ erhalten Sie eine gute Übersicht der aktuell indizierten Ordner, können dort per Häkchen unnötige herausnehmen und umgekehrt andere neu aufnehmen. Möglich sind hier lokale Ordner auf allen internen Festplatten und USB-Festplatten. Netzwerk-Pfade und USB-Sticks bietet der Anpassungsdialog nicht an. Bei USB-Festplatten im Index müssen Sie über die Datenträgerverwaltung dafür sorgen, dass diese immer denselben Laufwerksbuchstaben verwenden.

Besser unter Windows suchen - danke Suchfiltern

„Apps“, „Einstellungen“ und „Dateien“ bei der Suche im Windows-8-Startbildschirm: Hier werden aufgrund des aktuellen Filters nur drei Ergebnisse angezeigt, ein Klick auf „Dateien“ bringt 234 Ergebnisse.
Vergrößern „Apps“, „Einstellungen“ und „Dateien“ bei der Suche im Windows-8-Startbildschirm: Hier werden aufgrund des aktuellen Filters nur drei Ergebnisse angezeigt, ein Klick auf „Dateien“ bringt 234 Ergebnisse.

Seltene, aber mögliche Fehlerquellen
Sie haben die Suche aktiviert und sind sicher, dass sie etwas liefern müsste – doch Sie haben keinen Erfolg? Dateien mit den Eigenschaften Hidden („Versteckt“) und System werden nicht indiziert – und damit nicht gefunden. Vielleicht hat der Ordner, der diese Dateien enthält, diese beiden Attribute? Solche Dateien berücksichtigt der Index nicht. Entfernen Sie gegebenenfalls die störenden Attribute. Das System-Attribut bekommen Sie nur auf der Kommandozeile „Cmd.exe„ und dem Befehl
attrib -s <Datei | Ordner>
weg.

EFS-Verschlüsselung: Die Indexsuche von Windows 7 und 8 ignoriert verschlüsselte Dateien standardmäßig. Über die Option „Systemsteuerung, Indizierungsoptionen, Erweitert, Verschlüsselte Dateien indizieren“ können Sie die Aufnahme in den Index erzwingen.

Dateitypen: Eventuell wird ein für Sie relevanter Dateityp nicht oder nur mit seinen Dateiattributen (Name, Datum) indiziert? Diese mögliche Fehlerquelle können Sie unter „Indizierungsoptionen, Erweitert, Dateitypen“ überprüfen. Wenn die fragliche Erweiterung nicht auftaucht, können Sie sie im Eingabefeld manuell hinzufügen. Wird ein Dateityp nur nach den Dateieigenschaften durchsucht, erzwingen Sie über die Option „Eigenschaften und Dateiinhalte indizieren“, dass auch der Inhalt durchsucht wird.

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