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Windows-Produktschlüssel wiederverwendbar? So finden Sie es heraus

16.06.2022 | 15:15 Uhr |

Ob Sie Ihren Product Key wiederverwenden können, hängt von Ihrer Windows-Lizenz ab. So finden Sie diese heraus.

Die Art Ihrer Windows-Lizenz entscheidet darüber, ob Sie Ihren Produktschlüssel auf andere PCs übertragen können oder nicht. Dabei werden drei Lizenzen unterschieden: Retail-, OEM- und Volumenlizenz. Wir erklären Ihnen, was die drei Lizenzen auszeichnet und wie Sie herausfinden, welche davon auf Ihrem Computer genutzt wird.

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Windows-Lizenzen: Das müssen Sie wissen

Produktschlüssel dienen der Aktivierung von Windows-Versionen. Je nach Lizenztyp ist ein solcher Schlüssel entweder an ein bestimmtes Gerät (beziehungsweise dessen Hardware) gebunden oder frei auf andere Geräte übertragbar, solange er nicht mehrfach aktiviert wird – denn das geht nicht. Microsoft vergibt drei Lizenztypen:

Retail-Lizenz: Einzelhandelsschlüssel sind die flexibelste Art von Lizenz. Sie dürfen einen solchen Schlüssel auf verschiedenen Computern wiederverwenden (aber nicht gleichzeitig verwenden). Wenn Sie also einen völlig neuen PC bauen, können Sie die Lizenz ohne Probleme auf diesen übertragen.

OEM-Lizenz: OEM-Schlüssel (OEM = Original Equipment Manufacturer ) werden von den Herstellern verwendet, um einen neuen PC zu aktivieren. Sie sind nur für einen einzigen Computer bestimmt und daher an die Hardware des Systems (in der Regel die Hauptplatine) gebunden, für das der Schlüssel verwendet wird. 

Volumenlizenz: Volumenschlüssel sind Lizenzen, die von Einrichtungen wie Behörden, Schulen und Unternehmen erworben werden. Ein IT-Administrator bestimmt, welche Computer eine aktive Lizenz haben.

Mit diesem Tool erfahren Sie Ihre Windows-Lizenz

Um Ihre Windows-Lizenz auszulesen, gibt es ein bordeigenes Software Licensing Management Tool (SLMGR). Sie haben zwei Möglichkeiten zur Ausführung des Tools:

  1. Öffnen Sie die Ausführen-Funktion mit [WIN+R] und geben Sie den Befehl slmgr.vbs /dlv ein. Klicken Sie dann auf OK.

  2. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie dort den Befehl slmgr.vbs /dlv aus.

In beiden Fällen öffnet sich nach wenigen Sekunden ein Windows-Script-Host-Fenster mit den entsprechenden Lizenzinformationen zu Ihrem Windows-System. Die Art Ihrer Lizenz erkennen Sie zum einen ganz oben unter „Beschreibung“ und zum anderen etwas weiter unten bei „Product Key-Kanal“.

Mit dem SLMGR-Befehl erhalten Sie Informationen zu Ihrer verwendeten Lizenz.
Vergrößern Mit dem SLMGR-Befehl erhalten Sie Informationen zu Ihrer verwendeten Lizenz.

Übrigens: Trotz der Beschränkungen für OEM-Lizenzen können Sie einen OEM-Schlüssel auch auf geänderter Hardware reaktivieren. Diese Option ist in erster Linie für Personen gedacht, deren Hardware unerwartet den Geist aufgegeben hat und die einen Ersatz erhalten haben. Nach größeren Hardware-Änderungen kann eine Reaktivierung anfallen. Wird die Hardware des PCs aber grundlegend geändert, kann Microsoft die Reaktivierung ablehnen. Mehr Informationen hierzu finden Sie in diesem PC-WELT-Beitrag.

Dieser Artikel basiert auf dem englischen Original unserer Kollegen von PC-World.
 
 

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