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Windows-Explorer: „Verknüpfung mit“ unterdrücken und Dateien stoppen

03.01.2005 | 11:17 Uhr | Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling, David Wolski, Christian Löbering

Windows Explorer: Zusatz „Verknüpfung mit“ unterdrücken

Die Automatik: Immer wenn Sie per Drap & Drop eine Verknüpfung erstellen, erhält sie im Dateinamen den Zusatz „Verknüpfung mit“. Das soll den Status der Datei als Link verdeutlichen – zusätzlich zu dem kleinen schwarzen Pfeil auf weißem Grund beim Programmsymbol.

So stellen Sie sie ab (98, ME, 2000, XP): Die meisten Anwender finden den Hinweis überflüssig und entfernen den Zusatz manuell. Windows ist aber relativ leicht zu überreden, generell darauf zu verzichten: Gehen Sie in der Registry zum Schlüssel „Hkey_Current_ User\Software\Microsoft\Windows\Cur rentVersion\Explorer“. Im rechten Fenster erstellen Sie, falls noch nicht vorhanden, einen neuen Binärwert mit dem Namen „Link“ und geben ihm den Wert „00 00 00 00“. Legen Sie dann bis zum nächsten Neustart keine weitere Verknüpfung an, da Windows den Wert sonst selbständig wieder zurücksetzt.


Windows-Explorer: Jagd nach verlinkten Dateien stoppen

Die Automatik: Verknüpfungen sind Dateien, die selbst wieder eine andere Datei aufrufen. Dabei enthalten sie nichts weiter als Informationen über die Zieldatei. Wenn Sie die Zieldatei löschen, bleibt die Verknüpfung bestehen und verweist einfach ins Leere. Bei einem Doppelklick auf einen solchen Link startet ein Windows-Automatismus die Suche nach einem passenden Ziel: Falls auf dem Rechner eine Datei existiert, die in möglichst vielen der Kriterien Name, Typ oder Erstellungsdatum übereinstimmt, dann bietet Windows Ihnen nach dem Suchlauf an, die Verknüpfung auf das gefundene alternative Ziel zu korrigieren. Dieser Service ist gut gemeint, ist aber in den seltensten Fällen sinnvoll. Außerdem kostet er immens Zeit.

So stellen Sie sie ab (98, ME, 2000, XP) : Um der Suchautomatik den Saft abzudrehen, gehen Sie in der Registry zum Schlüssel „Hkey_Current_ User\ Software\Microsoft\Windows \Cur rentVersion\Policies\Explorer“. Legen Sie hier den neuen DWORD-Wert „NoResolve- Search“ an, und setzen Sie ihn auf „1“. Nach einer erneuten Anmeldung am System startet bei einem Doppelklick auf einen verwaisten Link keine Suche mehr. Stattdessen bekommen Sie gleich eine Fehlermeldung zu sehen.

Eine nützliche Funktion für Links, deren Ziel sich geändert hat, gibt es unter Windows 2000/XP aber durchaus: Wenn Sie nämlich Dateien auf NTFS-Partitionen umbenennen und innerhalb der Partition verschieben, funktionieren die darauf verweisenden Verknüpfungen weiterhin. Hier ist der von Microsoft erdachte Automatismus gelungen, denn er funktioniert ohne Wartezeit. Erst wenn Sie die Datei auf ein anderes Laufwerk verschieben, kennt sich die Verknüpfung nicht mehr aus. Auch diese Automatik lässt sich unter „Hkey_Cur rent_User \Software\Microsoft\Windows \CurrentVersion\Policies\Explorer“abschalten, indem Sie den DWORD-Wert „NoResolveTrack“ eintragen und ihm „1“ zuweisen.

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