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"Windows 95 wird [nicht] gestartet..."

Sie haben über "Systemsteuerung, Software, Startdiskette" eine Bootdiskette erstellt. Sie erlaubt zwar den Start von DOS 7, Windows 95 startet jedoch trotz entsprechender Meldung nicht. Auch der Versuch, Windows 95 anschließend manuell mit "win" aufzurufen, scheitert. PC-WELT zeigt, wie Sie die Diskette manipuliern müssen, um Windows 95 zum Start zu überreden.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Gering

Problem:

Sie haben über "Systemsteuerung, Software, Startdiskette" eine Bootdiskette erstellt. Sie erlaubt zwar den Start von DOS 7, Windows 95 startet jedoch trotz entsprechender Meldung nicht. Auch der Versuch, Windows 95 anschließend manuell mit "win" aufzurufen, scheitert.

Lösung:

Microsoft kopiert auf die Bootdiskette nur DOS 7.0, offensichtlich in der Annahme, daß sie nur bei gravierenden Startproblemen zum Einsatz käme. Aber es gibt auch Fälle, in denen diese Ausstattung nicht reicht, etwa wenn ein Support-Angestellter Windows 95 ohne die Startdateien des Anwenders testen will. Außerdem geht es schneller, den Erfolg einer Reparatur ohne Rechnerneustart sofort mit "win" prüfen zu können.

Der Diskette fehlen nur zwei Dateien und ein CONFIG.SYS-Eintrag: HIMEM.SYS, eine vollständige MSDOS.SYS mit korrekten [Path]-Einträgen und der Device-Aufruf von Himem in der CONFIG.SYS. Wenn Sie die beiden SYS-Dateien auf Diskette kopiert haben und der Himem Aufruf (etwa: DEVICE=A:\HIMEM.SYS) in der CONFIG.SYS steht, sollten Sie Windows 95 mit der Prompt-Eingabe "win" problemlos laden können. Falls Sie wirklich nur eine bootfähige DOS-7-Diskette ohne die diversen Dienstprogramme benötigen, kommen Sie mit dem Kontextmenü "Formatieren" und der Option "Nur Systemdateien übertragen" wesentlich schneller ans Ziel.

Diese Option ist im übrigen intelligenter als der SYS-Befehl der DOS-Box. Sie überprüft nämlich die COMSPEC-Variable und findet daher in jedem Fall den Kommandointerpreter. Das SYS-Programm scheitert, wenn sich COMMAND.COM nicht im Wurzelverzeichnis befindet. Kurios ist, daß der aktuelle Kommandointerpreter in jedem Fall als COMMAND.COM auf der Diskette landet, selbst wenn es sich um einen alternativen Interpreter handelt.

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