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Windows 8 und Notebook-Hersteller schielen auf ARM-Prozessoren

19.12.2011 | 09:15 Uhr | Steffen Zellfelder

Microsofts Metro UI: So wird Windows 8 auf Tablets mit ARM-CPUs aussehen
Vergrößern Microsofts Metro UI: So wird Windows 8 auf Tablets mit ARM-CPUs aussehen

Die nächste Windows-Version (Windows 8) wird es erstmals auch in einer Version für ARM-CPUs geben. Microsoft möchte sich damit einen Teil des lukrativen Tablet-Marktes sichern, der momentan von iOS (iPad) und Android dominiert wird.

In der Folge rechnen Experten in nicht allzu ferner Zukunft auch mit Notebooks, die mit ARM-Prozessoren in Kombination mit Windows 8 arbeiten. Gerüchten zufolge sollen die ersten Notebooks dieses Typs spätestens Ende 2012 vorgestellt werden. Die ARM-Prozessoren für Windows-8-Tablets und –Notebooks werden voraussichtlich von Nvidia, Texas Instruments und Qualcomm gefertigt.

Die so genannten „Windows-on-ARM“-Notebooks werden sich auf dem Markt jedoch erst beweisen müssen: Denn im Gegensatz zu Systemen mit x86-Prozessoren dürfte die Auswahl von Anwendungen - zumindest am Anfang - bei den ARM-Geräten eher dürftig ausfallen. Das liegt vor allem an den grundverschiedenen Befehlssätzen, mit denen die Prozessoren arbeiten. Software für klassische PCs muss für ARM-Systeme daher aufwendig umgeschrieben werden.

Erwartungsgemäß großes Vertrauen in die Zukunft der ARM-Prozessoren hat der Geschäftsführer (CEO) von ARM. Sein Name: Tudor Brown. Er geht davon aus, dass der globale Notebook-Markt schon bald zu 40 Prozent aus Geräten mit ARM-CPU bestehen wird. Zumindest der Trend ist nicht ganz abwegig - schließlich bieten die Chips genau jene Vorteile, auf die es besonders bei Notebooks ankommt: Sie sind sehr klein, enorm energieeffizient und brauchen daher auch nur wenig bis gar keine Kühlung.

Eine aktuelle Umfrage von Morgan Stanley unter 30 PC- und Notebook-Produzenten ergab, dass knapp die Hälfte der Hersteller in den kommenden zwei Jahren zumindest teilweise auf ARM-CPUs setzen will. Ob Notebooks mit ARM-CPUs ein Erfolg werden, hängt maßgeblich davon ab, ob genügend Software dafür vorhanden sein wird, also ob genügend Entwickler ihre Programme mühsam für die ARM-Architektur umschreiben werden.

Pro Tag werden heute rund 16 Millionen ARM-CPUs produziert - angesichts solcher Zahlen klingt es nicht allzu utopisch, dass zumindest die klassische Notebook-CPU bald ausgedient haben wird.

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