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Windows 7 belastet die CPU signifikant geringer

04.01.2010 | 10:03 Uhr | Hermann Apfelböck

Alltagsbetrieb: Die drei Konkurrenten liegen im Anwendungstest eng beieinander. Windows 7 kann sich nur um wenige Sekunden absetzen
Vergrößern Alltagsbetrieb: Die drei Konkurrenten liegen im Anwendungstest eng beieinander. Windows 7 kann sich nur um wenige Sekunden absetzen
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3. Anwendungstest: Windows 7 liegt knapp vor Windows XP
In unserem Anwendungstest mussten die Systeme ordentlich schuften. Im Multitasking wurde unter Hochlast eine breite Palette von Aufgaben abgearbeitet: Archive entpacken, Ordnerinhalte lesen, Film abspielen, Anwendungen, Fotos und Dokumente laden.
Am schnellsten konnte Windows 7 den Parcours durchlaufen – der Vorsprung gegenüber XP beträgt etwa 4 Prozent, gegenüber Vista etwa 10 Prozent. Das sind zwar gut messbare Leistungsvorteile, aber sie fallen zu gering aus, um wirklich spürbar zu werden: Im Alltagsbetrieb werden Sie als Nutzer keine gravierenden Unterschiede gegenüber XP oder Vista feststellen. Allerdings kennt Win 7 keine Aussetzer und Arbeitsverweigerungen wie Vista.

Wie viel Zeit kosten drei Minuten Film den Prozessor? Unter Windows 7 ist es am wenigsten, nämlich nur 21 Sekunden
Vergrößern Wie viel Zeit kosten drei Minuten Film den Prozessor? Unter Windows 7 ist es am wenigsten, nämlich nur 21 Sekunden
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4. Ökonomie: Windows 7 und Windows XP können punkten
Microsoft konnte Windows 7 auf bescheidene Mindestanforderungen von 1 GB RAM und einer 1-GHz-CPU trimmen. Selbst der Plattenplatz wurde mit 8 GB nach der Installation gegenüber Vista (13 GB) deutlich reduziert. Trotzdem sollten Sie Windows 7 etwa 80 GB gönnen (für Pagefile, Ruhezustand, Wiederherstellungspunkte, Updates, Papierkorb und Schattenkopien). Die Sicherheitsfunktio-nen der Wiederherstellungspunkte und Schattenkopien lassen sich nur mit genügend Plattenplatz angemessen nutzen.
Das einfache XP verschwindet auf heutigen Festplatten geradezu – mit seinen bescheidenen 2 GB nach der Installation.
Der RAM-Bedarf des Systems ohne geladene Programme beträgt bei 2 GB RAM und nach 10 Minuten Leerlauf unter
• Windows XP 320 MB
• Windows Vista 660 MB
• Windows 7 515 MB
Vorteile für Win 7 beim Filmegucken: Beim Abspielen von DVDs und Videodateien mit dem Media Player ist Windows 7 noch Ressourcen-schonender als das kleine XP. Die Grafik auf der nächsten Seite zeigt, wie viel CPU-Zeit die Systeme für das Abspielen von drei Minuten Film fordern: XP und Vista liegen eng beieinander, Windows 7 belastet die CPU signifikant geringer. Dieser als „Core Parking“ bekannt gewordene Mechanismus scheint aber derzeit begrenzt auf den Windows Media Player 12. Längere Akkulaufzeiten bei Notebooks dürfen Sie unter Win 7 nur bei genau diesem Einsatz erwarten.

5. Setup und Konfiguration: Klare Vorteile für Windows 7
Wenn Sie Windows 7 selbst installieren wollen, stehen Sie vor keiner schweren Aufgabe. Sofern eine freie Partition vorhanden ist oder ein älteres Windows einfach ersetzt werden soll, ist der Vorgang je nach PC in 25 bis 40 Minuten erledigt. Ähnlich wie unter Vista ist nur eine Handvoll Fragen zu beantworten (Partition, Region, erstes Benutzerkonto). Nach dem Setup blicken Sie in aller Regel auf einen Desktop mit angemessener Auflösung und in einen Geräte-Manager mit funktionierender Hardware: Windows 7 ist aktuell, erkennt daher die meisten angeschlossenen Geräte und installiert die passenden Treiber. Das bedeutet einen gewissen Zeitgewinn gegenüber der Vista-Installation.
Der Unterschied zum XP-Setup ist jedoch dramatisch: Hier können Sie heute locker einen halben Tag verbringen, um die Treiber der nicht automatisch erkannten Hardware einzusammeln.

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