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Windows 7 Highlitghts

29.06.2013 | 14:55 Uhr | Hermann Apfelböck

Notfallsystem vorinstalliert: Die Bootoption „Computer reparieren“ lädt das Zweitsystem Windows PE.
Vergrößern Notfallsystem vorinstalliert: Die Bootoption „Computer reparieren“ lädt das Zweitsystem Windows PE.
© 2014

6. Win-7-Highlight: Ein virtuelles Windows XP gibt es gratis dazu
Der „XP-Mode“ sorgt dafür, dass alle XP-Anwendungen unter Windows 7 lauffähig sind. Er ist ein virtuelles XP SP3, das unter Win 7 gestartet wird.
Neu ist das prinzipiell nicht: Kernkomponente ist mit Virtual PC die bekannte Virtualisierungs-Software von Microsoft. Auch den neuen Seamless-Modus haben andere Virtualisierungslösungen bereits vorgemacht: Das virtuelle XP muss nur für die Installation einer neuen Anwendung gestartet werden; danach kann der Benutzer die Software direkt über das Windows-7-Startmenü aufrufen, ja sie wird sogar mit den Dateitypen des Hauptsystems verknüpft. So startet etwa ein virtualisierter XP-Adobe-Reader, wenn Sie eine PDF-Datei unter Windows 7 anklicken.
Damit ist die Virtualisierung vorbildlich in das System integriert. Es war nie einfacher, virtuelle Maschinen zu nutzen oder neue virtuelle Systeme anzulegen. Der Begriff „XP-Mode“ verkürzt nämlich die Tatsache, dass Windows 7 die komplette Virtual-PC-Software integriert, die natürlich auch andere Systeme als das vorgegebene XP-Image verwaltet oder erstellt.
Abgerundet wird die Virtualisierung durch zwei weitere Funktionen: Das Windows-Tool Bcdedit kann VHD-Images (die Festplatten der virtuellen Systeme) als Bootoption eintragen, und der PC kann folglich direkt davon booten. Ferner lassen sich die VHD-Images der virtuellen Systeme in der Datenträgerverwaltung als Laufwerke laden und damit vom Hauptsystem aus bearbeiten.

Vorbildlich integrierte Virtualisierung
Vergrößern Vorbildlich integrierte Virtualisierung
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7. Win-7-Highlight: Windows PE ist als Rettungssystem inklusive
Windows 7 erstellt beim Setup auf der Systempartition einen unzugänglichen Ordner „Recovery“. Dieser enthält das Zweitsystem Win PE, das Sie in Notfällen jederzeit beim Booten nach <F8> laden können. Das Menü „Erweiterte Startoptionen“ ist gegenüber Vista um den Eintrag „Computer reparieren“ erweitert. Das Win PE selbst unterscheidet sich in Umfang und Bedienung nicht von jenem unter Vista (auf der Setup-DVD). Vor allem Anwender von OEM-Versionen ohne mitgelieferte Setup-DVD werden das vorinstallierte Zweitsystem begrüßen.


TOP-FUNKTION AUSGEMUSTERT

Was wurde aus PC Safeguard?
Dem Release Candidate mit der Build-Nummer 7100 fehlt eine Komponente, die bisher in allen Betas enthalten war und als wichtiger Bestandteil galt: die Schutzfunktion PC Safeguard in den Benutzerkonten. Sie integrierte das bekannte Steady State in Windows 7: Der PC-Administrator kann damit Konten einfrieren und das System zum Beispiel kindersicher konfigurieren. Nach unserer Ansicht war diese Integration vorbildlich gelungen.

Nur noch per Download
Die Betatester waren laut Microsoft mit Safeguard unzufrieden, fanden es zu kompliziert, worauf es rausfiel. Der Hersteller will es nun als Extra-Funktion per Download anbieten. So weit waren wir schon mal – mit Steady State.

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