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Bessere Virtualisierung von Linux

17.04.2015 | 09:55 Uhr |

In der neuen Hyper-V-Version können Sie noch besser Linux virtualisieren. Linux-VMs unterstützen auch die Production Checkpoints, verwenden statt VSS aber den System Puffer. Sie können jetzt auch Generation-2-VMs auf Basis von Linux nutzen. Die VMs können auf diesem Weg auch über UEFI booten und Secure Boot nutzen, ebenso alle Vorteile von Generation 2, wie eine bessere Virtualisierung der Hardware.

Derzeit unterstützen Ubuntu ab Version 14.04 oder SUSE Linux Enterprise Server ab Version 12 die neue Technologie. Diese Systeme sind automatisch für Secure Boot aktiviert. Bevor Sie eine solche VM starten, sollten Sie aber erst konfigurieren, dass die VM auch die Microsoft UEFI Certificate Authority nutzt. Dazu geben Sie den folgenden Befehl auf dem Host ein:

Set-VMFirmware <Linux-VM> -SecureBootTemplate MicrosoftUEFICertificateAuthority

Neue VM-Version einstellen

Hyper-V in Windows Server 2012 R2 nutzt die Version 5.0 von VMs. Das hat nichts mit der Generation der VM zu tun, also Generation 1 oder 2, sondern ist eine interne Versionsnummer.

Windows Server vNext kommt mit einer neuen Version der VMs, die die neuen Funktionen unterstützt.
Vergrößern Windows Server vNext kommt mit einer neuen Version der VMs, die die neuen Funktionen unterstützt.
© Thomas Joos

Windows Server vNext kommt mit der Version 6.0. Ab dieser Version werden Production Checkpoints und das neue Format der VM-Konfigurationsdateien unterstützt. Erstellen Sie in Windows Server vNext eine neue VM, erhält diese automatisch Version 6.0.

Übernehmen Sie eine VM von Servern mit Windows Server 2012 R2, dann wird weiterhin die alte Version 5.0 verwendet. Migrieren können Sie die Version in der PowerShell mit dem CMDlet Update-VmConfigurationVersion . Das CMDlet Get-VM * | Format-Table Name , Version zeigt Ihnen die Version aller eingesetzten VMs an.

Hochverfügbarkeit mit Windows Server vNext

Sie können Virtualisierungs-Hosts mit Windows Server vNext in Cluster mit Windows Server 2012 R2 integrieren und auch VMs zwischen den Servern verschieben. Solange Sie die Version der VMs nicht umstellen, sind die beiden Betriebssysteme miteinander kompatibel. Haben Sie alle Knoten des Clusters umgestellt, können Sie auch dessen Version auf Windows Server vNext heben. Dazu nutzen Sie das CMDlet Update-ClusterFunctionalLevel.

Mit Cluster Cloud Witness können Sie bei Clustern auf Basis von Windows Server vNext auch VMs in Windows Azure als Zeugenserver nutzen. Das ist vor allem für rechenzentrumsübergreifende Cluster ein wichtiger Punkt.

Außerdem sind Cluster in der neuen Version stabiler. Mit Cluster Compute Resiliency und Cluster Quarantine werden Cluster-Ressourcen nicht mehr unnötig zwischen Knoten verschoben, wenn ein Cluster-Knoten Probleme hat. Knoten werden in Isolation versetzt, wenn Windows erkennt, dass der Knoten nicht mehr stabil funktioniert. Alle Ressourcen werden vom Knoten verschoben, und Administratoren werden informiert.

Neues Dateiformat für VMs

Erstellen Sie Version-6-VMs, erhalten diese als Steuerungsdatei das VMCX-Format. Laufzeitdateien erhalten die Endung *.vmrs. Die neuen Dateien sind, ähnlich wie die VHDX-Dateien, wesentlich robuster und unempfindlicher gegenüber Systemabstürzen. Sobald Sie die Version einer VM von 5.0 auf 6.0 heben, wird auch das Format geändert. (mje)

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