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Windows 10 / 11: So richten Sie Ihr Netzwerk perfekt ein

26.01.2022 | 17:00 Uhr |

Kommen in einem Haushalt mehrere PCs zum Einsatz, empfiehlt sich der Aufbau eines Heimnetzwerks. So gehen Sie dabei am besten vor.

Seit dem Frühjahrs-Update von 2018 fehlt Windows 10 die Funktion Heimnetzgruppe. Auch Windows 11 hat die beliebte und einfache Funktion zum Einrichten eines Netzwerks nicht zurückgebracht. Was Microsoft dazu bewogen hat, wissen wir nicht. Was wir wissen, ist, dass Sie auch ohne Heimnetzgruppe ein privates Netzwerk einrichten können, in dem alle Nutzer problemlos auf freigegebene Daten zugreifen und einen gemeinsamen Drucker verwenden können. Das hilft nicht nur bei der Büroarbeit, sondern erleichtert auch den Zugriff auf Ihre Film-, Musik- und Fotosammlung. 

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Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr eigenes Heimnetz anlegen und gemeinsame Freigaben nutzen. Außerdem finden Sie in diesem Artikel, Tipps zur Lösung von Netzwerk und WLAN-Problemen.

Heimnetz einrichten: Das brauchen Sie

Zwei Computer, ein Router mit DHCP-Funktion wie die Fritzbox, gegebenenfalls ein paar Netzwerkkabel und grundlegende PC-Grundkenntnisse – mehr ist nicht erforderlich, um das eigene Heimnetz einzurichten. Seine Vorteile liegen auf der Hand: Sie können Ordner und Laufwerke freigeben, sodass jeder Nutzer von jedem Gerät darauf zugreifen kann. So lassen sich Dateien leicht von einem Computer auf einen anderen übertragen. Und wenn ein netzwerkfähiger Drucker zur Verfügung steht, kann dieser von allen Rechnern aus genutzt werden.

Im Router-Menü können Sie den Bereich ändern, aus der er die IP-Adressen vergibt.
Vergrößern Im Router-Menü können Sie den Bereich ändern, aus der er die IP-Adressen vergibt.

Schritt 1: IP-Adresse für alle Heimnetz-Geräte einrichten

Alle Verbindungen im Heimnetz laufen über den Router: Er verteilt die Datenpakete per LAN, WLAN oder Powerline an den richtigen Empfänger, den er an der IP-Adresse erkennt. Deshalb benötigt jedes Gerät im Netzwerk eine eindeutige IP-Adresse. Diese weist der Router automatisch per Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) zu: Er sorgt so dafür, dass jedes Gerät eine IP-Adresse erhält, die zum Adressbereich des eigenen Netzwerkes gehört, aber nicht mehrfach vorkommt.
 
Die Fritzbox zum Beispiel nutzt standardmäßig für die DHCP-Funktion einen IP-Adressbereich ab 192.168.178.20. Falls erforderlich, können Sie diesen Adressbereich an Ihre Wünsche anpassen, indem Sie in der Konfigurationsmaske „Heimnetz –› Netzwerk“ wählen, das Register „Netzwerkeinstellungen“ nach vorne bringen und im Abschnitt „IP-Adressen“ auf „IPv4-Einstellungen“ klicken.  Im folgenden Dialog tippen Sie im Bereich „Heimnetz“ unter „IPv4-Adresse“ die gewünschte neue IP-Adresse für den Router ein, etwa „192.168.0.1“. Die Angaben bei „DHCP-Server vergibt IPv4-Adressen“ werden daraufhin automatisch angepasst. Bestätigen Sie die Änderung mit einem Klick auf „Übernehmen“.

Fritzbox-Router im Vergleich: Welches ist das beste Modell?

Sie können jedem Computer einen eindeutigen Namen zuweisen.
Vergrößern Sie können jedem Computer einen eindeutigen Namen zuweisen.

Schritt 2:  Namen für PC und Arbeitsgruppe vergeben

Windows zeigt Rechner im Heimnetz nicht mit ihrer IP-Adresse, sondern mit einem Computernamen an. So können Sie die verschiedenen PCs im Netzwerk leichter unterscheiden, wenn sie zum Beispiel „Büro-PC“ oder „Familien-Laptop heißen. Der Name muss eindeutig sein, darf also nur einmal im Netzwerk vorkommen.

Zusätzlich müssen alle PCs im Netzwerk zu derselben Arbeitsgruppe gehören – ansonsten können sie unter Windows nicht miteinander kommunizieren.  

So ändern Sie den Computernamen: Klicken Sie unter Windows 10 mit der rechten Maustaste auf das Fenstersymbol links unten und wählen "System". Die Windows-Einstellungen öffnen sich und Sie können nach einem Klick auf "Diesen PC umbenennen" eine eindeutige Bezeichnung, etwa „Haupt-PC“ eintippen. Der Name darf nicht länger als 15 Zeichen sein, Leerzeichen sind verboten.

Bei Windows 11 klicken Sie auf das blaue Windows-Symbol in der Taskleiste und dann auf "Einstellungen". Sie befinden sich links dann bereits im passenden Menü "System". Rechts rufen Sie den untersten Menüpunkt "Info" auf und klicken oben rechts auf "Diesen PC umbenennen".

Verständliche PC-Namen erleichtern das Troubleshooting in größeren Heimnetzen.
Vergrößern Verständliche PC-Namen erleichtern das Troubleshooting in größeren Heimnetzen.

So ändern Sie die Arbeitsgruppe: Im Info-Menü der Einstellungen von Windows 10 und Windows 11 finden Sie dafür den blau unterlegten Link "Erweiterte Systemeinstellungen". Bringen Sie den Reiter "Computername" nach vorne und klicken Sie auf "Ändern". Unten in diesem Fenster finden Sie den Namen der Arbeitsgruppe. Am einfachsten belassen Sie die Voreinstellung „WORKGROUP“, die Windows standardmäßig nutzt. Wenn Sie den Eintrag ändern, müssen Sie es bei jedem PC im Netzwerk tun. Nach einem Klick auf „OK“ informiert Sie Windows, dass die Änderungen erst nach einem Neustart übernommen werden.

Schritt 3: Dateien im Netzwerk freigeben

Zunächst müssen die Freigaben eingerichtet werden.
Vergrößern Zunächst müssen die Freigaben eingerichtet werden.

Damit Sie Dateien im Heimnetz nicht per Mail versenden oder per USB-Stick transportieren müssen, richten Sie eine Dateifreigabe ein. Wenn Sie ein Laufwerk oder einen Ordner freigeben, erhalten alle anderen Benutzer im Netzwerk Zugriff auf die darin abgelegten Dateien.
Dazu müssen Sie sich zunächst um die Benutzerkonten kümmern: Aus Sicherheitsgründen setzen alle Zugriffe auf Freigaben die Anmeldung mit einem Benutzernamen und einem Kennwort voraus, das auf dem PC eingetragen ist, auf dem die Freigaben liegen.
Dazu stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten offen: Entweder Sie richten auf allen Netzwerk-PCs die entsprechenden Benutzerkonten ein oder Sie legen ein spezielles Konto an, das von allen Nutzern verwendet werden kann. Oder Sie nutzen das in Windows standardmäßig vorhandene Benutzerkonto „Jeder“. 
 
Sie wollen vermutlich nicht alle persönlichen Dokumente, die auf Ihrem Computer gespeichert sind, für alle anderen Netzwerknutzer freigeben. Es empfiehlt sich daher, ein spezielles Verzeichnis anzulegen, in dem alle anderen Personen Dateien austauschen können. Öffnen Sie den Windows-Explorer und wechseln Sie zum Systemordner „Dokumente“. In Windows 10 klicken Sie nun in der oberen Menüleiste auf „Neuer Ordner“ und vergeben einen Namen, etwa „Austausch“. Im Explorer von Windows 11 klicken Sie links auf "Neu" und wählen "Ordner".

In Windows 11 brauchen Sie mehrere Klicks, um alle Optionen im Kontextmenü anzuzeigen.
Vergrößern In Windows 11 brauchen Sie mehrere Klicks, um alle Optionen im Kontextmenü anzuzeigen.

Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den soeben angelegten Ordner, um das Kontextmenü zu öffnen. Wählen Sie „Zugriff gewähren auf –› Bestimmte Personen ...“. In Windows 11 ist diese Option im Kontexmenü erst zu sehen, wenn Sie auf "Weitere Optionen anzeigen" klicken.

Anschließend öffnen Sie das Ausklappmenü, markieren in der Liste den Namen des gewünschten Benutzers oder wählen Sie „Jeder“ und klicken Sie auf „Hinzufügen“. Wollen Sie ein neues Benutzerkonto auf dem Freigabe-PC anlegen, wählen Sie „Neuen Benutzer erstellen“. Nun gelangen Sie zur Systemsteuerungsfunktion „Benutzerkonten“: Dort klicken Sie auf "Anderes Konto verwalten" und im nächsten Fenster auf "Neuen Benutzer in den PC-Einstellungen hinzufügen". 

Schritt 4: Rechte für den Dateizugriff festlegen

Sie können festlegen, welchen Konten der Zugriff auf freigegebene Elemente gestattet werden soll.
Vergrößern Sie können festlegen, welchen Konten der Zugriff auf freigegebene Elemente gestattet werden soll.

Nun legen Sie die Rechte fest, die andere Nutzer für die Dateien im freigebenenen Ordner haben sollen. Wenn Sie möchten, dass andere Nutzer Dateien hinzufügen oder bearbeiten dürfen, vergeben Sie Schreibrechte. Andernfalls erhalten die Benutzer Leserechte. Klicken Sie dazu in der unteren Liste den gewünschten Nutzer an, und markieren Sie unter "Berechtigungsebene" die Option „Lesen/Schreiben“ oder "Lesen". Bestätigen Sie zum Abschluss mit einem Klick auf die Schaltfläche „Freigabe“ und schließen Sie den Dialog mit „Fertig“.

Profis können die Rechte noch weiter anpassen: Klicken Sie dazu im Kontextmenü des freigebenen Ordners auf "Eigenschaften" und im Reiter "Sicherheit" unten auf "Erweitert". Markieren Sie in der Liste einen Nutzer und klicken Sie auf „Bearbeiten“, um dessen Rechte detailliert zu bearbeiten. Klicken Sie in diesem Dialog auf „Erweiterte Berechtigungen anzeigen“, könnten Sie zum Beispiel – trotz erteilter Schreibrechte – das Löschen von Dateien verbieten oder die Änderung von Berechtigungen verhindern. 

Schritt 5: Auf Freigaben zugreifen

Um vom eigenen PC Freigaben eines anderen Netzwerkrechners zu erreichen, öffnen Sie den Windows-Explorer. Klicken Sie in der linken Spalte auf „Netzwerk“ und suchen Sie das gewünschte Gerät, das Sie anhand der eindeutigen Bezeichnung identifizieren im Bereich „Computer“. Öffnen Sie es per Doppelklick. Tippen Sie im daraufhin eingeblendeten Dialog „Netzwerkanmeldeinformationen eingeben“ Benutzernamen und Kennwort ein, aktivieren Sie „Anmeldedaten speichern“ und bestätigen Sie mit „OK“. Das funktioniert nicht nur mit Windows-Freigaben, sondern auch mit Linux-, Mac- und NAS-Systemen.

Häufig benötigte Freigaben können Sie im Explorer als Laufwerk einbinden.
Vergrößern Häufig benötigte Freigaben können Sie im Explorer als Laufwerk einbinden.

Schritt 6: Netz-Freigaben als Laufwerk einrichten

Bequemer ist der Zugriff auf Netzwerk-Freigaben, wenn Sie diese als Laufwerke im Explorer anzeigen. Klicken Sie dazu im Windows Explorer mit der rechten Maustaste auf den Netzwerkordner und wählen im Kontextmenü den Befehl „Netzlaufwerk verbinden“. Bei Windows 11 müssen Sie dazu zunächst wieder den Befehl "Weitere Optionen anklicken" aufrufen.

Im folgenden Dialog wählen Sie einen Laufwerksbuchstaben aus. Netzlaufwerksnamen werden meist rückwärts von „Z“ aus vergeben, damit sie nicht mit USB-Speichern kollidieren. Nach einem Klick auf „Fertig stellen“ wird das Netzlaufwerk eingebunden.

Datenaustausch: Von Android auf den PC

Netzwerk-Troubleshooting im Statusfenster der Einstellungen.
Vergrößern Netzwerk-Troubleshooting im Statusfenster der Einstellungen.

Schnelle Hilfe bei Problemen

Rechner im Netzwerk sind zum einen physikalisch verbunden, etwa durch ein LAN-Kabel oder eine WLAN-Verbindung. Zum anderen müssen sie sich auch softwareseitig verstehen. Dabei kann in der Praxis vieles schieflaufen. Wir zeigen, wie Sie am besten vorgehen, wenn es im Netzwerk zu Problemen kommt.

Erste Anlaufstelle dafür sind die Windows-Einstellungen und das Menü "Netzwerk und Internet". Dort sehen Sie zuerst den "Status": Die Grafik oben zeigt Ihnen, ob der Windows-PC über WLAN oder Ethernet mit dem Internet verbunden ist. Darunter finden Sie Netzwerkprofil, das dieser Verbindung zugewiesen ist – privates oder öffentliches Netzwerk. Bei Windows 11 stehen diese Informationen ganz oben nebeneinander, das Netzwerkprofil finden Sie unter "Eigenschaften".

Damit der Zugriff auf das Heimnetz funktioniert, muss Windows die aktuelle Verbindung als privates Netzwerkprofil einrichten.
Vergrößern Damit der Zugriff auf das Heimnetz funktioniert, muss Windows die aktuelle Verbindung als privates Netzwerkprofil einrichten.

So ändern Sie das Netzwerkprofil: Der Zugriff auf eine Freigabe im Netzwerk scheitert oft daran, dass der zugreifende Rechner ein öffentliches Netzwerkprofil hat und sich deshalb mit dem Freigabe-Rechner nicht verbinden kann. Denn das funktioniert nur in einem privaten Netzwerk.

Um das Netzwerkprofil zu ändern, klicken Sie unter Windows 10 auf der Statusseite auf den Kasten "Eigenschaften" und dann auf "Privat". Bei Windows 11 erreichen Sie diese Einstellung über einen Klick auf "Eigenschaften" in der oberen Zeile. Sie sehen die Optionen allerdings nur, wenn Sie mit Adminrechten angemeldet sind.

So finden Sie die IP-Adresse eines PCs heraus: In den Eigenschaften präsentieren Windows 10 und Windows 11 weitere Infos, die für die Lösung von Netzwerkproblemen wichtig sein können. Hier finden Sie etwa die aktuelle IP-Adresse des Windows-PCs („IPv4-Adresse“) und die des DNS-Servers, die üblicherweise die IP-Adresse Ihres Internet-Routers ist („IPv4-DNS-Server). Daneben gibt es Infos zur verwendeten Netzwerk-Hardware, etwa zu WLAN-Modul oder LAN-Chip, sowie dessen Treiberversion. Wenn Sie nur eine Netzwerk-Hardware im Rechner haben, also zum Beispiel einen PC ohne WLAN-Modul oder ein Notebook ohne LAN-Buchse, klicken Sie für diese Infos direkt in der linken Seitenleiste auf „Ethernet“ beziehungsweise „WLAN“.

Auch in den Einstellungen von Windows 11 finden Sie alle Informationen zu einer Netzwerkverbindung.
Vergrößern Auch in den Einstellungen von Windows 11 finden Sie alle Informationen zu einer Netzwerkverbindung.

Einen kompletten Überblick über alle Netzwerkverbindungen im PC bietet die Option „Hardware- und Verbindungseigenschaften anzeigen". Klicken Sie dafür in Windows 10 oder Windows 11 mit der rechten Maustaste auf das Windows-Symbol in der Taskleiste und wählen Sie den Eintrag "Netzwerkverbindungen". Dort steht die Option unter "Erweiterte Netzwerkeinstellungen". Unter Windows 11 müssen Sie diesen Eintrag zuerst anklicken.

Sie sehen dann auf einen Blick, welche Netzwerkgeräte des PCs eine Verbindung hergestellt haben, mit wem sie verbunden sind und welche IPv4 oder IPv6-Adresse sie aktuell haben. Die gleichen Informationen erhalten Sie mit dem „ ipconfig/all “ in der Eingabeaufforderung.

Tipp: Was ist was im Netzwerk - Router, Switch, Hub und Co.

So lösen Sie Probleme mit Netzwerk-Hardware: Die Option "Erweiterte Netzwerkeinstellungen" ist eine gute Anlaufstelle, wenn der PC keine Verbindung zum Netzwerk aufnehmen kann, diese instabil oder langsam ist. Unter Windows 10 sehen Sie nach einem Klick auf „Adapteroptionen ändern“ die installierten Netzwerkgeräte des PCs auf einen Blick. Unter Windows 11 erreichen Sie diese Ansicht nach dem Klick auf "Erweiterte Netzwerkeinstellungen" über den Eintrag "Weitere Netzadapteroptionen".

Bei Verbindungsproblemen erkennen Sie dann sofort, wo Sie für die Lösung ansetzen müssen. Wichtig: In dieser Übersicht tauchen auch virtuelle Netzwerkkarten auf, die zum Beispiel mit einer VPN-Software installiert wurden. Sie können ein Grund dafür sein, dass eine Netzwerkverbindung über die eingebaute Hardware fehlschlägt. Deshalb sollten Sie sie bei Problemen versuchsweise deinstallieren.

Über die Adaptereinstellungen greifen Sie direkt auf die Treiber der Netzwerkhardware zu.
Vergrößern Über die Adaptereinstellungen greifen Sie direkt auf die Treiber der Netzwerkhardware zu.

Verbindungstest mit fester IP-Adresse: Per Rechtsklick auf einen Netzwerkadapter in dieser Ansicht gelangen Sie in dessen Kontextmenü: Fürs Troubleshooting interessant ist dort die Option „Eigenschaften“. Darüber kommen Sie zum Beispiel per Doppelklick auf den Eintrag „Internetprotokoll, Version 4 (TCP/ IPv4)“ zu den Einstellungen für die IP-Adresse, die dieser Adapter nutzen soll. Meist können Sie sie auf „IP-Adresse automatisch“ übernehmen“ belassen. Bei Verbindungsproblemen ist es aber sinnvoll, hier eine feste IP-Adresse einzutragen: Wenn zum Beispiel keine Verbindung zum Router oder anderen Netzwerkgeräten möglich ist, können Sie mit einer festen IP-Adresse aus demselben Subnetz, das der Router nutzt, überprüfen, ob sich das Problem so beheben lässt.

Verbindungsprobleme nach Standby lösen: Über das Eigenschaften-Menü eines Netzwerkadapters erreichen Sie dessen Treiber-Einstellungen mit „Konfigurieren“. Hier sind vor allem die Optionen „Energieverwaltung“ und „Erweitert“ wichtig, um Netzwerkprobleme zu beheben. Die beiden Optionen in „Energieverwaltung“ sollten Sie ausprobieren, wenn PC oder Notebook nach dem Aufwachen keine WLAN-Verbindung herstellen können.

Treiber-Einstellungen der Netzwerk-Komponenten prüfen: Bei den Treibereinstellungen unter „Erweitert“ finden sich zahlreiche Optionen, die für mehr Tempo und Stabilität im Netzwerk sorgen können: Allerdings sollten Sie hier nur eingreifen, wenn Sie den Netzwerkfehler präzise eingrenzen können. Bei allgemeinen Verbindungsproblemen verändern Sie zunächst bei einer Kabelverbindung die Einstellungen bei „Speed & Duplex“, bei einem WLAN bei „20/40 Coexistence“ oder „Channel Width for band 2,4 GHz“.

Windows hilft: Automatische Problembehandlung

Im Netzwerkstatus bietet Ihnen Windows 10 auch an, selbst Verbindungsprobleme zu analysieren und zu lösen: Das erledigen Sie durch einen Klick auf „Netzwerkproblembehandlung“. Windows startet dann unter anderem Netzwerktreiber neu und setzt IP-Adressen zurück, was in manchen Fällen helfen kann.

Wenn Sie ein hartnäckiges Problem nervt, kann es eine sinnvolle Lösung sein, die gesamte Netzwerkeinstellungen auf dem PC zurückzusetzen, um dann schrittweise eine Fehlerdiagnose zu starten. Dazu klicken Sie bei Windows 10 in den Statuseinstellungen auf „Netzwerk zurücksetzen“: Windows deinstalliert daraufhin alle Netzwerktreiber und spielt sie nach einem Neustart wieder ein.

Bei Windows 11 erscheint diese Option erst nach einem Klick auf den Eintrag "Erweiterte Netzwerkeinstellungen".

Funknetzfehler: Die wichtigsten Einstellungen fürs WLAN

Im Menü „WLAN“ der Windows-Einstellungen bei "Netzwerk und Internet" lassen sich WLAN-Verbindungen herstellen oder das Funknetz auf dem Windows- PC komplett abschalten. Am wichtigsten für das Netzwerk-Troubleshooting ist die Option „Bekannte Netzwerke verwalten“. Hier erscheinen alle WLANs, mit denen der PC schon einmal verbunden war. Standardmäßig wird er nun immer versuchen, sich bei einem Netzwerk mit einem bekannten Namen automatisch anzumelden: Das kann aber dazu führen, dass die Verbindung nicht zustande kommt, wenn zum Beispiel zwischenzeitlich das Passwort für dieses WLAN verändert wurde. Oder wenn ein WLAN dieselbe SSID wie ein bekanntes Funknetzwerk trägt, aber ein anderes Passwort hat: Haben Sie bei Ihrer Fritzbox 7490 zum Beispiel den Werksnamen für das WLAN belassen, wird sich Ihr Notebook nun in allen WLANs mit der gleichen Netzwerkkennung „FRITZ!Box 7490“ anzumelden versuchen und scheitern.

ipconfig /all sagt Ihnen alles über die aktuellen Netzwerkeinstellungen.
Vergrößern ipconfig /all sagt Ihnen alles über die aktuellen Netzwerkeinstellungen.

Um das zu verhindern und um immer den Überblick zu haben, in welchem WLAN Sie gerade mit dem Windows-Rechner unterwegs sind, können Sie die automatische Anmeldung auch deaktivieren: Klicken Sie dazu auf „Bekannte Netzwerke verwalten“ und anschließend auf den Namen des WLANs und auf „Eigenschaften“. Nun setzen Sie den Schalter bei „Automatisch verbinden, wenn in Reichweite“ auf „Aus“. Unter Windows 11 können Sie das gewünschte WLAN unter "Bekannte Netzwerke" direkt anklicken, um den Haken bei "Automatisch verbinden, wenn in Reichweite" zu entfernen.

Jetzt kommt die Verbindung erst zustande, wenn Sie sie manuell einleiten. Allerdings nutzt der Rechner dafür immer noch das gespeicherte WLAN-Passwort, das Sie für die erste Verbindung zu diesem Netzwerk eingegeben haben. Ist es nicht mehr korrekt, muss der PC das WLAN erst komplett „vergessen“, damit er Sie bei einer erneuten Verbindung zu diesem Funknetz zur Eingabe des Kennworts auffordert. Um ein gespeichertes WLAN zu löschen, klicken Sie bei Windows 10 oder 11 in der WLAN-Liste auf das entsprechende Funknetzwerk und dann auf „Nicht speichern“.

Tipp: Typische Lösungen für „Nicht identifiziertes Netzwerk“

In Windows 11 sind die Einstellungs-Menüs anders angeordnet als im Vorgänger.
Vergrößern In Windows 11 sind die Einstellungs-Menüs anders angeordnet als im Vorgänger.

Abhängig vom WLAN-Chip in Ihrem Rechner sehen Sie auf der WLAN-Seite noch zwei weitere Optionen: „Zufällige Hardwareadressen“ soll das Erstellen von Bewegungsprofilen verhindern. Denn der WLAN-Adapter enthält wie jede Netzwerkhardware eine eindeutige Identifikationsnummer, die sogenannte MAC-Adresse. Diese sendet er immer mit, wenn er nach Funknetzwerken in der Umgebung sucht. Handelt es sich dabei um öffentliche Netzwerke in Einkaufszentren oder Restaurantketten, könnte Ihr Weg anhand der eindeutigen MAC-Adresse nachverfolgt werden, auch wenn sich der Rechner nicht mit dem entsprechenden Netzwerk verbunden hat. Aktivieren Sie die Option „Zufällige Hardwareadressen“, dann verwendet die WLAN-Hardware immer unterschiedliche MAC-Adressen. Das funktioniert aber nur, wenn der WLAN-Treiber dies unterstützt.

Wollen Sie diese Funktion nur für bestimmte, bekannte WLANs aktivieren, gehen Sie zu „Bekannte Netzwerke verwalten“, klicken auf das WLAN sowie unter Windows 10 auf „Eigenschaften“ und schalten die Funktion im Drop-down-Menü ein.

Bei Problemen im Funknetz sollten Sie zunächst die WLAN-Seite der Netzwerkeinstellungen aufrufen.
Vergrößern Bei Problemen im Funknetz sollten Sie zunächst die WLAN-Seite der Netzwerkeinstellungen aufrufen.

Sicherer Fernzugriff: VPN in Windows einrichten

Eine geschützte Verbindung übers Internet zu einem VPN-Server richten Sie über das Menü "VPN" ein. In Windows 10 steht es in den Windows-Einstellungen links, in Windows 11 als zweiter Eintrag in der Mitte.

Der VPN-Server kann der Zugangspunkt Ihrer Firma sein, über den Sie dann mit dem Windows-Rechner direkt ins Firmen-Netzwerk kommen. Oder Sie verbinden sich mit dem Zugangspunkt eines VPN-Dienstleisters, um zum Beispiel geschützt in einem öffentlichen WLAN surfen zu können.

Klicken Sie dazu auf „VPN-Verbindung hinzufügen“ beziehungsweise "VPN hinzufügen" in Windows 11. Im folgenden Fenster wählen Sie als VPN-Anbieter die Option „Windows (integriert)“ und vergeben einen Namen für die Verbindung. Alle anderen Informationen wie zum Beispiel „Servername“ oder „Anmeldeinformationstyp“ erfahren Sie von Ihrer Firma oder dem VPN-Service. Nachdem Sie die VPN-Verbindung eingerichtet und per „Speichern“ gesichert haben, taucht sie nach einem Klick auf das Netzwerksymbol rechts unten in der Task-Leiste auf.

Zu einer Fritzbox können Sie auf diese Weise keinen VPN-Zugang herstellen, weil der AVM-Router und Windows unterschiedliche VPN-Protokolle nutzen. Deshalb müssen Sie für Windows die AVM-Software „FRITZ!Fernzugang für Windows 10“ nutzen, die Sie direkt hier bekommen. Sie funktioniert auch unter Windows 11.

Mobiler Hotspot: Windows-PC als Access Point nutzen

Ein Windows-Notebook kann seine Internetverbindung per WLAN für andere Geräte freigeben. Das ist zum Beispiel vorteilhaft, wenn Sie den Laptop im Hotel mit dem kostenpflichtigen Netzwerk verbunden haben, aber nicht zusätzlich für den Interntzugang per Smartphone oder Tablet zahlen wollen.

In den Windows-Einstellungen "Netzwerk und Sicherheit" finden Sie diese Funktion im Menü „Mobiler Hotspot“. Zunächst legen Sie dort fest, welche Onlineverbindung Sie freigeben wollen, falls Sie sowohl per Kabel als auch WLAN mit dem öffentlichen Netzwerk verbunden sind. Unter „Bearbeiten“ bestimmen Sie dann den Namen und das Passwort für das WLAN des Windows-PC fest. Ist alles erledigt, schieben Sie den Schalter oben auf „Ein“. Nun können Sie sich zum Beispiel mit einem Smartphone über die von Ihnen festgelegte Netzwerkkennung und das passende Kennwort ins WLAN den PCs und über dieses wiederum ins Internet verbinden. Im Netzwerkmenü des Rechners haben Sie dabei immer im Blick, wieviel Geräte mit dem eigenen WLAN verbunden sind – bis zu acht sind möglich.

Datennutzung: Überblick über den Datenverbrauch

Windows-PC als Access Point.
Vergrößern Windows-PC als Access Point.

Die Option „Datennutzung“ wird interessant, wenn Sie sich mit dem Windows-Rechner in einem öffentlichen oder kostenpflichtigen WLAN befinden, dass eine Volumenbegrenzung hat. Im kostenlosen Bahn-WLAN in der 2. Klasse liegt die Grenze zum Beispiel bei 200 MB pro Tag. Windows hilft Ihnen mit dieser Option, einen Überblick über den Datenverbrauch zu bekommen. Sie finden Sie in Windows 10 auf der Statusseite der Netzwerkverbindung, in Windows 11 ganz rechts in der oberen Zeile.

Sind Sie mit dem WLAN verbunden, können Sie unter „Datenlimit“ auch gleich die entsprechende Volumengrenze bei „Grenzwert eingeben" festlegen.

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