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Windows 10 Pro: Das sind die Vorteile zu Windows 10 Home

27.03.2019 | 12:09 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Viele nutzen Windows 10 Home, aber lohnt sich ein Wechsel zu Windows 10 Pro? Hier alle Vorteile. Plus: So wechseln Sie günstig.

Wann lohnt es sich eigentlich, von Windows 10 Home auf Windows 10 Pro zu wechseln? Welche Vorteile bietet der Wechsel? Wir fassen die wichtigsten Infos hier zusammen.

Windows 10 Home zu Pro: Einfacher Wechsel, der nicht teuer sein muss

Microsoft hat den Wechsel von Windows 10 Home zu Windows 10 Pro sehr einfach gestaltet. Neue Pro-Seriennummer eingeben, "ok" anklicken und schon vollzieht Windows 10 den Wechsel zur neuen Variante. Wie das genau funktioniert, erläutern wir in diesem Artikel.

Außerdem ist ein Wechsel nicht unbedingt teuer. Der Händler Lizengo bietet beispielsweise Windows 10 Pro aktuell für nur 39,99 Euro an. Das sind nur 4 Euro mehr als für das dort erhältliche Windows 10 Home. Deutlich mehr verlangt Microsoft hier für die Download-Version von Windows 10 Pro: 259 Euro.

Vorteil 1: Bitlocker

Windows 10 Pro enthält die Verschlüsselungstechnologie Bitlocker, die Microsoft mit Windows Vista eingeführt hatte und seitdem stetig weiterentwickelt hat. Sie können damit beispielsweise ein Windows Boot-Laufwerk oder Laufwerke verschlüsseln. Auch USB-Sticks und externe Laufwerke können mittels Bitlocker bequem und einfach verschlüsselt werden. Einen Überblick über alle Möglichkeiten von Bitlocker finden Sie in diesem Ratgeber.

Mit Bitlocker werden alle auf dem Rechner gespeicherten Informationen und Daten bequem geschützt. Sie müssen sich nur in Windows 10 einloggen und haben dann vollen Zugriff. Im Hintergrund entschlüsselt Windows 10 automatisch die Dateien, sobald Sie darauf zugreifen. Sollte das Gerät gestohlen werden oder sich ein Fremder den Zugriff auf den Rechner verschaffen, dann kann er nicht an die Daten gelangen.

Vorteil 2: Remote Desktop Connection

Nur Windows 10 Professional hat die Tools bereits an Bord, die man benötigt, um auch per Remote auf den Windows-10-Pro-Rechner zugreifen zu können. Sowohl in Windows 10 Home als Windows 10 Pro liefert Microsoft die Anwendung Remote-Desktop-Verbindung mit. Den vollen Zugriff auf einen Rechner erhalten Sie damit aber nur, wenn auf diesem Rechner Windows 10 Pro installiert ist. Ist auf einem Rechner dagegen Windows 10 Home installiert, dann erhalten Sie nur einen "unterstützten" Zugriff auf den Rechner.

Die vollkommene Remote-Desktop-Unterstützung, die Windows 10 Pro anbietet, ist dann praktisch, wenn Sie beispielsweise von daheim vollen Zugriff auf den Rechner in der Arbeit erhalten möchten. Klar geht das auch mit anderen Werkzeugen, beispielsweise  TeamViewer. Die kosten beim professionellen Einsatz aber extra Geld.

Vorteil 3: Hyper-V

Vor allem für Windows-Profis ist Hyper-V interessant. Die Virtualisierungstechnik wird von Microsoft allerdings nur in Windows 10 Pro mitgeliefert. Mit Hyper-V können Sie ganz einfach Gastbetriebssysteme als virtuelle Rechner in einem Fenster ausführen. Unterstützt wird dabei nicht nur Windows, sondern auch Linux. So kann mit Hyper-V in einer abgesicherten Umgebung ein Programm oder Betriebssystem getestet werden.

Hyper-V ist in Windows 10 Pro nicht standardmäßig aktiviert. Wie Sie die Funktion freischalten und anschließend nutzen können, erläutern wir in diesem Ratgeber.

Vorteil 4: Mehr Kontrolle über Updates

Neue Updates verbreitet Microsoft über Windows Update. Unter Windows 10 Home erhalten Sie zwingend die Updates sofort oder können die Installation um einige Stunden verzögern. In Windows 10 Pro können Sie dagegen viel detaillierter entscheiden, ob und wann Sie welche Windows-Updates erhalten möchten. Es ist schon oft vorgekommen, dass ein neues Windows-10-Update sich als fehlerhaft erwiesen hat und nachträglich mühsam deinstalliert werden musste, nachdem man mit Problemen zu kämpfen hatte. Unter Windows 10 Pro können Sie einfach ein paar Tage nach Verfügbarkeit des Updates abwarten und es erst dann installieren, wenn klar ist, dass das Update in Ordnung ist.

Welche Möglichkeiten Windows Update unter Windows 10 Pro bietet, sehen Sie in den Einstellungen von Windows Update unter "Erweiterte Optionen". Wichtig ist hier etwa der Schalter "Update aussetzen", durch den für die nächsten 35 Tage keine Updates mehr auf dem Gerät installiert werden. Über "Installationszeitpunkt für Updates auswählen" können Sie auch festlegen, ob und wann größere Windows-10-Funktionsupdates und -Qualitätsupdates installiert werden dürfen. In den dazugehörigen Dropdown-Menüs können Sie deren Installation um bis zu 365 Tage verzögern.

Vorteil 5: WDAG und Windows Sandbox

Die Funktion "WDAG" hatte Microsoft mit dem Windows-10-April-2018-Update auch für Windows 10 Pro eingeführt, nachdem die Funktion davor nur für die Business-Version von Windows 10 verfügbar war. WDAG steht für Windows Defender Application Guard. Mit WDAG können Sie den Microsoft-Browser in einer Sandbox nutzen und so in einer völlig abgesicherten Umgebung surfen. Lediglich Erweiterungen dürfen nicht genutzt werden und die in Edge angelegten Favoriten werden in der abgesicherten Variante nicht übernommen.

WDAG ist standardmäßig unter Windows 10 Pro nicht aktiv. Geben Sie im Sucheingabefeld "Windows-Features aktivieren oder deaktivieren" ein und rufen Sie anschließend die Anwendung "Windows-Features" auf. Hier setzen Sie dann einen Haken bei "Windows Defender Application Guard".

Mit Windows 10 19H1, welches im Frühjahr 2019 erscheint, erweitert Microsoft die Funktion WDAG mit Windows Sandbox. In Windows Sandbox können Sie ganz einfach eine virtualisierte Windows-10-Version starten und in der Umgebung beispielsweise ein verdächtiges Programm testen. Letztendlich ist Windows Sandbox also eine abgespeckte Variante von Hyper-V.

Der zusätzliche Vorteil: In Windows Sandbox läuft ein Windows 10, für das Sie keine extra Lizenz benötigen.

Vorteil 6: Funktionen für Profis

Windows 10 Pro bietet noch diverse weitere Vorteile, die vor allem dann interessant sind, wenn Sie Ihren PC auch beruflich nutzen möchten. Nur in Windows 10 Pro können Sie beispielsweise Ihren eigenen Rechner mit zur Arbeit bringen und sich dann dort in die vom Unternehmen genutzte Domain einloggen. Außerdem werden die von der Unternehmens-IT festgelegten Gruppenrichtlinien übernommen und angewendet.

In dem einen oder anderen Unternehmen sind auch noch Web-Anwendungen im Einsatz, die nur im Internet Explorer laufen. Dies wird in Windows 10 Pro berücksichtigt: Es enthält aus Kompatibilitätsgründen den Internet Explorer 11.

Der Artikel entstand mit Hilfe von Material unserer US-Schwesterpublikation PC-World.

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