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Windows 10: DirectX 12, Eingabeaufforderung & Identifikationsschutz

14.06.2015 | 09:31 Uhr |

Weniger bekannte Neuerungen in Windows 10 sind DirectX 12, der Identifikationsschutz und die optimierte Eingabeaufforderung.

Die nächste Generation der Grafik- und Programmierbibliothek DirectX – DirectX 12 – steht Microsofts Ankündigungen zufolge nur in Windows 10 zur Verfügung und wird voraussichtlich mit der finalen Version von Windows 10 ausgeliefert. Wichtig für Spieleentwickler ist vor allem die 3D-Schnittstelle von DirectX 12 namens Direct3D 12, die derzeit noch nicht für jedermann in der Technical Preview von Windows 10 zur Verfügung steht, sondern zunächst Programmierern vorbehalten ist, die sich dafür extra registrieren müssen.

Windows 10: Details zu allen Funktionen

Mit DirectX 12 will Microsoft die Spieletauglichkeit der kommenden Windows-Version entscheidend verbessern, vor allem im mobilen Bereich. So soll DirectX 12 durch eine optimierte Nutzung der Hardware beim Zugriff auf den Grafik-Chip und das RAM im Vergleich zur bisherigen Version 50 Prozent weniger Energie verbrauchen. Dadurch kann man länger mit einer Akkuladung spielen. Außerdem verspricht Microsoft eine deutliche DirectX-Leistungssteigerung, wodurch sich grafisch aufwendige Spiele auch auf weniger leistungsfähigen Geräten verwenden lassen. Weitere Vereinfachungen betreffen die Programmierung von Spielen, wodurch sich die Entwicklungszeit Microsoft zufolge verkürzen soll.

Windows 10 gegen Windows 7 und Windows 8.1

DirectX 12 bildet auch die Basis der beiden wichtigsten Neuerungen in der Xbox-App von Windows 10: Das Spiele-Streaming von der Xbox One sowie Cross-Play. Durch das Spiele-Streaming kann man den PC oder ein Tablet im WLAN als Bildschirm für Xbox-Spiele nutzen, die auf der Xbox One laufen und über das WLAN gestreamt werden. Cross-Play ermöglicht Multiplayer-Spiele zwischen Windows 10 und der Xbox One.

DirectX 12: Erste Spiele sollen Ende 2015 kommen.
Vergrößern DirectX 12: Erste Spiele sollen Ende 2015 kommen.

Detailverbesserungen bei der Eingabeaufforderung

Die Eingabeaufforderung in Windows 10 erfährt ein paar Detailverbesserungen, darunter die lange geforderte Unterstützung von Copy & Paste sowie eine Transparenzfunktion des Eingabefensters. Durch Copy & Paste kann man die Tastenkombinationen Ctrl+C zum Kopieren und Ctrl+V zum Einfügen von Text verwenden. Neu ist auch, dass sich die Konsolenfenstergröße mit der Maus beliebig verändern lässt. Den Fensterhintergrund kann der Nutzer über die Tastenkürzel Strg+Shift+Plustaste und Strg+Shift+Minustaste und alternativ einen Schieber in den Fenstereinstellungen schrittweise transparent oder nicht-transparent machen, um bei Bedarf Teile des dahinterliegenden Fensters zu sehen. Außerdem kann man in Windows 10 die Farben in der Konsole einstellen, den Pufferspeicher anpassen und überflüssige Zeichen wie Tabulatoren beim Einfügen ausfiltern lassen.

Bildergalerie: Alle Funktionen von Windows 10 schon jetzt

Weniger gut: Die Extras müssen Sie in der Technical Preview von Windows 10 zunächst manuell freischalten, denn Microsoft hat sie in den Voreinstellungen deaktiviert. Starten Sie die Eingabeaufforderung per Rechtsklick auf den Start-Button oder über das Tastenkürzel Windows+X und Anklicken von „Eingabeaufforderung“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Fenstertitelleiste und gehen Sie zu „Eigenschaften“. Hier entfernen Sie das Häkchen vor „Legacykonsole verwenden (erfordert Neustart)“ und starten Windows neu. Nun können Sie die in Windows 10 hinzugekommenen Funktionen benutzen.

Durchblick: Die Eingabeaufforderung lässt sich transparent schalten.
Vergrößern Durchblick: Die Eingabeaufforderung lässt sich transparent schalten.

Integrierter Identifikationsschutz

Windows 10 verfügt über einen integrierten Identifikationsschutz, der bei der Einbindung von Windows 10 in Firmennetze zum Einsatz kommt. Die neue Sicherheitsfunktion ist vor allem für Unternehmen interessant, die damit genau festlegen können, wer sich an einem Windows-10-PC oder Tablet anmelden darf und wer nicht. Über den Identifikationsschutz können Unternehmen auch steuern, wer über einen Windows-10-Rechner Zugang zum Firmennetzwerk und damit auf die IT-Infrastruktur erhalten soll und welcher Anwendungen gestartet werden dürfen.

Konfiguriert wird das neue Sicherheitsmerkmal normalerweise nicht vom Anwender, sondern vom Administrator des Unternehmensnetzwerks. Die entsprechenden Einstellungen werden dabei zentral auf einem Server abgelegt und von Windows 10 augelesen. So entfällt eine händische Anpassung jedes Windows-10-Rechners im Unternehmen.

Microsoft hat einen konkreteren Erscheinungstermin für Windows 10 bekannt gegeben. Demnach soll das Betriebssystem bereits im Sommer 2015 erscheinen. Außerdem soll Windows 10 rund 6,6 GB weniger Speicherplatz benötigen als sein Vorgänger. Mit der Funktion Windows Hello will Microsoft dank Biometrie zudem Passwörter überflüssig machen. Mehr Infos gibt's in diesem Video.

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