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Windows 10: Diese Features kommen im Jahr 2021

30.11.2020 | 08:04 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Das nächste Frühjahrs-Update von Windows 10 verspricht gleich eine ganze Reihe neuer und nützlicher Funktionen, darunter die Überwachung der SSD-Festplatte und des Autostart-Ordners. Wir stellen die wichtigsten Features vor.

Gerade erst hat Microsoft das Herbst-Update für Windows 10 fertiggestellt, da arbeiten die Entwickler längst an der Weiterentwicklung. Geplant ist die nächste Version, die anders als das aktuelle Herbst-Update wieder ein echtes Funktionsupdate darstellt, für das Frühjahr. Ob es dann tatsächlich wie derzeit geplant „21H1“ (für die erste Jahreshälfte des Jahres 2021) oder wieder Frühjahrs-Update oder noch anders heißt, sei dahingestellt. Auf jeden Fall wird Version 21H1 mit einer Reihe neuer und zum Teil äußerst nützlicher Funktionen aufwarten, die wir im Folgenden vorstellen.

Windows 10 lässt sich künftig gezielt individualisieren

Microsoft will es den Windows-Anwendern künftig leichter machen, ihr System für ihren primären Einsatzzweck anzupassen. Dazu bietet Windows 10 nach dem Setup die Auswahl zwischen mehreren Profilen, vom bevorzugten Spielen bis zum Business-Einsatz. Jedes dieser Profile soll später eine voreingestellte Kombination aus Einstellungen, Tools und Diensten nach sich ziehen, die sich jedoch auch nachträglich anpassen lässt. Aktuell zeigt Microsoft die anpassbare Windows-Installation erst einmal probeweise und wertet dabei das Feedback der Anwender aus.

Verbessert und deutlich erweitert wird im Frühjahr die App Speichereinstellungen. Sie zeigt dann nicht nur, wieviel Platz auf dem Datenträger für welchen Zweck beziehungsweise von welchen Programmen in Anspruch genommen wird. Hinzu kommen „Bereinigungsempfehlungen“, welche die bisherige Datenträgerbereinigung und zusätzliche Aufräumsoftware überflüssig machen. Das gleiche gilt für die Datenträgerverwaltung zum Neu- und Umpartitionieren der Festplatten. Künftig genügt ein Klick auf „Datenträger und Volumes verwalten“, um wirklich alle Partitionen anzuzeigen, Anpassungen vorzunehmen oder das Laufwerk zu verschlüsseln.

Auf Microsofts neuem Mobilgerät Surface Duo mit zwei Bildschirmen läuft Android statt Windows. Wann das Klapp-Smartphone in Deutschland erhältlich sein wird, ist allerdings offen.
Vergrößern Auf Microsofts neuem Mobilgerät Surface Duo mit zwei Bildschirmen läuft Android statt Windows. Wann das Klapp-Smartphone in Deutschland erhältlich sein wird, ist allerdings offen.
© Microsoft

Drittens überwacht das Betriebssystem in Version 21H1 Funktion und Zustand des Systemdatenträgers: eine Art Gesundheitscheck ebenfalls ohne Zusatztool. Dazu gehören unter anderem die Temperatur und eine Schätzung zur restlichen Lebensdauer der Festplatte. Aktuell beschränkt sich die Funktion auf SSDs mit NVMe-Protokoll, SATA-Flashspeicher und Magnetfestplatten bleiben zunächst außen vor. 

Windows 10 Oktober-Update: Die Neuerungen und erste Probleme

Das Betriebssystem überwacht SSDs und den Autostart-Ordner

Windows 10 kann künftig SSD-Datenträger überwachen: Auf unserem Testsystem ist alles in Ordnung, die Systemfestplatte zeigt keine Probleme oder Alterserscheinungen.
Vergrößern Windows 10 kann künftig SSD-Datenträger überwachen: Auf unserem Testsystem ist alles in Ordnung, die Systemfestplatte zeigt keine Probleme oder Alterserscheinungen.

Über den SSD-Check hinaus überwacht Windows 10 zukünftig den Autostart-Ordner und weist die Anwender mit Benachrichtigungen auf dem Desktop auf automatisch startende Programme hin. Der Blick in das Register „Autostart“ im Task-Manager kann so entfallen. Beim Task-Manager selbst stehen nur kleine Änderungen an. So heißt die bisherige Spalte „Plattform“ im Details-Reiter nun „Architektur“, an den Einträgen der 32- und 64-Bit-Prozesse ändert sich jedoch nichts.

Hervorzuheben sind ferner die neuen Bearbeitungsmöglichkeiten der DNS-Einstellungen direkt in „Netzwerk und Internet“ der Einstellungen-App. Dazu musste man bisher die alte Systemsteuerung aufrufen und darin vielfach mit der Maus klicken. Änderungen am Windows Subsystem für Linux, ein neuer Dateimanager mit Zugriff auf das Linux-System, die einfachere Zuweisung der Standardprogramme zu Dateitypen und einiges mehr stellen nur die wichtigsten Neuerungen des Frühjahrs-Updates 2021 von Windows 10 dar – allerdings nur per Stand Ende Oktober, was einschränkend angemerkt werden muss. Denn die hier dargestellten Funktionen steckten zu diesem Zeitpunkt in der neuesten Insider-Version, dem Build 20231.xxx. Ob Microsoft tatsächlich all diese Funktionen in die finale 21H1-Fassung übernimmt, ist offen. Umgekehrt können auch weitere Features hinzukommen.

So war im System zwischenzeitlich eine Archivfunktion für nicht mehr genutzte Apps integriert, die solche Apps löschte, um Platz zu schaffen. Zuletzt war sie jedoch wieder verschwunden.

Insider-Builds: So probieren Sie die neuen Funktionen selbst aus

Build-Nummer 20xxx steht für das Frühjahrs- Update Version 21H1. Die Versionen des Jahres 2020 tragen die Nummern 19041 (Mai- Update) und 19042 (Herbst-Update).
Vergrößern Build-Nummer 20xxx steht für das Frühjahrs- Update Version 21H1. Die Versionen des Jahres 2020 tragen die Nummern 19041 (Mai- Update) und 19042 (Herbst-Update).

Statt über die zukünftigen Funktionen nur zu lesen, können Sie sie vorab auch selbst ausprobieren. Nämlich über das Windows Insider-Programm . Darin stellt Microsoft interessierten Anwendern die Vorabversionen kommender Windows-Versionen zur Verfügung. Die Teilnahme erfordert eine Anmeldung, sie ist aber kostenlos.

Drei Varianten stehen zur Wahl: „Release Preview“ lädt die im Prinzip fertigen neuen Versionen etwas früher als über das Windows Update. Der Beta-Channel bietet Zugriff auf die nächste, aber noch nicht fertige Windows-Version: über den Sommer also auf das jetzt erschienene Herbst-Update. Und im Dev-Channel („Developer“) verteilt Microsoft bereits die übernächste Version, momentan also die Frühjahrsversion 21H1 mit der Build-Hauptnummer 20231.

Abhängig vom Zeitpunkt Ihrer Anmeldung und Nutzung befinden sich die 21H1-Vorabversionen also noch im Dev-Channel oder wurden bereits in den Beta-Kanal verschoben. Da hilft nur Ausprobieren. Einen ausführlichen Ratgeber zu Microsofts Insider-Programm finden Sie hier .

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