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Wieso ist eine AGPGrafikkarte so schnell?

Anforderung

Zeitaufwand

Eine AGP- Grafikkarte hat gegenüber der PCI- Konkurrenz drei Vorteile:1. Sie muß sich nicht dem langsamen PCI- Bustakt von maximal 33 MHz fügen. Statt dessen arbeitet sie mit dem Systemtakt, dem externen Prozessortakt - und der beträgt heute bei fast allen CPUs 66 MHz.2. Eine AGP- Grafikkarte muß sich den Bus nicht mit Netzwerk-, Sound- und SCSI- Karten teilen. Der Chipsatz läßt die AGP- Grafikkarte mit voller Bandbreite (Datenbusbreite mal Bustakt, also 4 Byte x 66 MHz = 264 MB/ s) arbeiten. Dagegen darf sich die PCI- Grafikkarte selbst im "schnellen" Busmaster- Betrieb nur 40 MB/ s von der Bandbreite des PCI- Busses (132 MB/ s) abzweigen. Schon die ersten AGP- Grafikkarten, bei denen ein externer Prozessortakt von 66 MHz zugrunde gelegt wird, sind mit ihren 264 MB/ s also rund sechsmal schneller als eine Busmasterfähige PCI- Grafikkarte.3. Der AGP hat gegenüber dem PCI- Bus in Sachen Prozessor- und Speicherzugriff Vorrang - im Konfliktfall wird er zuerst bedient.4. Wo sind die Grenzen der AGP- Architektur?

So schnell sind sie nicht abzusehen. Die ersten AGP- Grafikkarten werden mit dem Systembustakt arbeiten. Doch schon die 2x- AGP- Grafikkarten, die für Mitte 1998 angepeilt sind, werden laut Spezifikation mit dem doppelten Systemtakt am PC- Chipsatz ankoppeln. Folglich wird die Bandbreite mit 528 MB/ s doppelt so hoch sein (132 MHz Arbeitstakt, 32 Bit Busbreite). Das erfordert allerdings neue Hauptplatinen mit neuem Chipsatz und vor allemschnellerem Arbeitsspeicher (Rambus-DRAM). In ferner Zukunft liegen 4x-AGP- Grafikkarten, die ganz locker mit einer Datenrate von 1 GB/ s zurechtkommen sollen.

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