1604476

Wie sich eine Überweisung in Luft auflöst

12.10.2012 | 12:49 Uhr |

Vorsicht vor diesen Internet-Fallen.
Vergrößern Vorsicht vor diesen Internet-Fallen.
© iStockphoto/Henrik5000

3. Privatverkäufe auf Ebay & Co.: Wie sich eine Überweisung in Luft auflöst

Die Opfer dieser Abzocke hatten meist etwas Hochpreisiges bei Ebay & Co. angeboten. Die Kriminellen kaufen diese Ware und bezahlen scheinbar per Überweisung.

So funktioniert der Betrug: Die Gauner melden sich beim Verkäufer der Ware und drängen auf einen schnellen Versand, da Sie die Ware angeblich bald benötigen. Natürlich wollen die Verkäufer erstmal das Geld auf ihrem Konto sehen. Dafür sorgen die Kriminellen dann auch, indem Sie eine Überweisung veranlassen. Wenn das Opfer dann per Online-Banking auf sein Konto schaut, wird die Überweisung bei vielen Banken auch tatsächlich angezeigt. Allerdings in der Regel mit dem Hinweis „Vorgemerkte Überweisung“. Wenn das Opfer das sieht, bringt es die Ware zur Post. Doch am nächsten Tag aber hat sich die vorgemerkte Gutschrift in Luft aufgelöst. Die Kriminellen habe sie zurückgezogen. Vergangenes Jahr hatte ein Opfer dieser Masche seine Bank verklagt und auf die Gutschrift bestanden. Die Klage wurde abgewiesen. Der Hinweise „Vorgemerkte Überweisung“ würde ausreichend darauf deuten, dass das Geld noch nicht auf dem Konto angekommen ist.

4. 1500 Euro für einen Branchenbucheintrag

Die Masche mit dem teuren Branchenbucheintrag ist alt. Früher landeten die betrügerischen Schreiben per Postbrief oder Fax in den Büros von kleinen und mittleren Unternehmen. Heute kommen Sie per E-Mail.

So funktioniert der Betrug: In den E-Mails an ein Unternehmen geht es angeblich darum, dass es bereits ein Branchenbucheintrag für die Firma gibt und man die angefügten Daten nur auf Richtigkeit kontrollieren solle. Auf Wunsch könne man aber auch eine noch fehlende Faxnummer nachreichen. Diese würden dann im neuen Online-Branchenbuch mit erscheinen. Wer das beigefügte Formular ausfüllt und per Fax abschickt, der ergänzt aber keinen bestehenden Eintrag, sondern schließt einen neuen „Premium-Eintrag“ für das Online-Verzeichnis ab. Die Kosten belaufen sich für zwei Jahre auf bis zu 1500 Euro. Die Rechnung erfolgt prompt.

Zahlen müssen Sie in vielen Fällen übrigens nicht. Über die aktuelle Rechtslage informiert zum Beispiel die Kanzlei Wilde Bürger Solmecke auf ihrer Internetseite. http://www.wbs-law.de/branchenbuch-abzocke-wie-kann-ich-mich-wehren/

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
1604476