83018

Wie sicher ist Google-Mail?

30.04.2004 | 09:12 Uhr | Markus Pilzweger

In Punkto Sicherheit steht Google-Mail der Konkurrenz nicht nach: Google-Mail lässt sich auf Wunsch komplett über eine verschlüsselte Https-Verbindung nutzen, der Aufruf von https://www.Google-Mail.com genügt. Im Normalfall werden lediglich die Login-Daten verschlüsselt übertragen. Auf Kritik über den Mechanismus zum Rücksetzen des Passwortes hat Google schnell reagiert und die "Geheimfrage" deaktiviert. Ob die Kritik berechtigt war, sei dahingestellt: Andere Anbieter, wie etwa Hotmail setzen diesen Mechanismus seit Jahren ein, ohne deshalb zur Zielscheibe zu werden.

Ein Logout ist optional, findet aber spätestens mit dem Beenden des Browsers statt.

Viren und Würmer haben bei Google-Mail wenig Chancen: Dies liegt nicht etwa an einem ausgefeilten Virenscanner, sondern schlicht daran, dass Google-Mail bereits die Annahme unsicherer Attachements verweigert.

Als unsicher betrachtet Google-Mail alle ausführbaren Dateien, egal mit welcher Erweiterung sie benannt sind. Auch gezippt kommt keine ausführbare Datei am Virenwächter von Google-Mail vorbei. Bilder, Texte oder Office-Dokumente hingegen ließen sich bis zu einer Größe von mehreren Megabyte problemlos empfangen. Austricksen lässt sich die Einschränkung bei den Attachements allerdings, wenn diese einfach umbenannt werden, zum Beispiel hallo.exe in hallo.xxx.

HTML-Mail wird dargestellt, extern geladene Bilder werden aber nicht dargestellt. Links in HTML-Mails lassen sich anklicken, werden aber in einem eigenen Fenster und ohne Referrer geladen.

Google-Mail besitzt einen Spamfilter, den wir in der Kürze der Zeit leider nicht ausführlich testen konnten. Von 6 willkürlich ausgesuchten Spam-Mails erkannte der Filter nur drei auf Anhieb. Erkannter Spam landet automatisch im Spam-Ordner. Nicht erkannter Spam kann mit einem Klick als Spam markiert und gelöscht werden.

PC-WELT Marktplatz

83018