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Wie arbeitet ein aktuelles Antiviren-Programm?

05.06.2001 | 23:06 Uhr |

Frage: Mir wurde geraten, eine Antiviren-Software anzuschaffen. Jetzt interessiert mich, wie diese Programme genau funktionieren.

Antwort: Ein Antiviren-Programm bietet in der Regel zwei Hauptkomponenten - einen Scanner und einen Virenwächter. Mit dem Scanner lässt sich manuell eine einzelne Datei, ein Verzeichnis oder die gesamte Festplatte nach Viren durchforsten. Bei der Suche vergleicht das Antiviren-Programm die Datenmuster jeder Datei mit den Mustern von bekannten Viren. Diese findet die Software in denVirensignaturen

Sie sollten so oft wie möglich aktualisiert werden. Denn sobald ein neuer Virus auftaucht, packt der Software-Hersteller dessen Muster in eine neue Virensignatur und bietet sie zum Download an. Nur wenn Ihr Virenjäger jederzeit über die aktuellen Signaturen verfügt, kann er Sie vor neuen Viren schützen. Der Virenwächter arbeitet automatisch und überwacht im Hintergrund das System. Sobald auf eine Datei zugegriffen wird, durchsucht der Wächter die Datei - vorausgesetzt sie trägt eine Endung, die in der Liste zu scannender Dateien steht.

Hat der Scanner oder Wächter einen Virus gefunden, bietet die Software meist mehrere Optionen an, etwa Löschen, Reinigen, Überspringen und Quarantäne. Hier sollten Sie in den meisten Fällen Löschen wählen. Manche Virenjäger stecken eine infizierte Datei auch gleich in Quarantäne - das ist ein geschützter Bereich, aus dem ein Virus nicht ausbrechen kann. Dann lässt sich in Ruhe entscheiden, wie Sie vorgehen wollen.

Außer diesen Hauptkomponenten bieten viele Antiviren-Programme Zusatzfunktionen wie Internet-Update, Scheduler und Überwachung von eingehenden Mails.

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