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Wichtige Dateisysteme für Linux

02.08.2007 | 08:30 Uhr |

Neuere Dateisysteme für Linux unterscheiden sich von ihren Vorgängern vor allem durch Unterstützung des Journaling. Schreibende Zugriffe auf die Festplatte werden dabei in Transaktionen umgesetzt, und ein Journal notiert stets, in welchem Zustand sich die Dateien gerade befinden.

Ext2: Dieses Dateisystem hat sich jahrelang bewährt, wurde immer wieder verbessert und galt lange Zeit als Standarddateisystem unter Linux. Obwohl es zuverlässig arbeitet, gilt es inzwischen als technisch überholt. Der größte Nachteil: Es kennt kein Journaling.

Ext3: Die Weiterentwicklung des Ext2-Dateisystems ist mit Journaling ausgestattet. Anders als bei Reiser und JFS protokolliert die Journaling-Funktion unter Ext3 nicht nur fehlerhafte Dateizuordnungen, sondern merkt sich auch den Inhalt der fehlerhaft gespeicherten Dateien und stellt diese wieder her.

Reiser-FS 3: Diese komplette Neuentwicklung ist vor allem auf Geschwindigkeit optimiert und beim Verwalten vieler kleiner Dateien äußerst schnell. Dank dynamischer Inode-Verwaltung geht es platzsparend vor: Belegt eine Datei nicht einen gesamten Block, kann eine andere Datei diesen Speicherplatz nutzen. Die Journaling-Funktion sichert nur die Dateisystemintegrität, nicht aber den Inhalt der Dateien wie bei Ext3.

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