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Richtig texten, Erfolge überwachen

12.03.2013 | 11:23 Uhr |

Als nächstes wird es Zeit, den Text für Ihre Werbeanzeige zu verfassen. Werbetexte sind eine Wissenschaft für sich, im Endeffekt sollten Sie aber vor allem mit verschiedenen Überschriften und Beschreibungstexten herumexperimentieren. Viel Platz dafür haben Sie allerdings nicht: Die Headline darf aus bis zu 35 Zeichen bestehen, danach folgen zwei Zeilen Text mit ebenfalls je 35 Zeichen und am Ende die URL Ihrer Webseite. Füllen Sie den Platz mit Ihren besten Verkaufsargumenten und denken Sie immer daran, welche Zielgruppe Ihre Anzeige ansprechen soll. Insbesondere "Eins kaufen, eins gratis"-Angebote, Rabattaktionen und direkte Aufforderungen ("Kaufen Sie jetzt!") funktionieren in aller Regel gut. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass Google Werbeanzeigen erst freigeben muss und diese auch aktiv kontrolliert - vermeiden Sie also von vornherein zweifelhafte Floskeln und Textpassagen. Googles " Liste der Richtlinien " bietet hier eine gute Hilfestellung und eignet sich für AdWords-Einsteiger ohnehin als solides Erstlings-Lesewerk.

Vorsicht Abmahnung: So nutzen Sie AdWords rechtssicher

Unterhalb der eigentlichen Anzeige kreieren Sie Ihre Keywords. Auch mit diesem komplexen und hochgradig analytischen Thema ließe sich ein ganz eigener Artikel füllen, weshalb wir hier nur auf die Grundsätze eingehen können. Generell sollten Sie bei Ihrer Anzeige die gleichen Keywords verwenden wie auf Ihrer Webseite. Auch die Regeln für Keywords ähneln stark denen für Webseiten-Suchmaschinenoptimierung: Je häufiger das Wort oder der Satz (zum Beispiel "Scheidungsanwalt"), desto höher der Traffic - und desto mehr Konkurrenz auf diese Suchanfragen. Stärke eingegrenzte Suchbegriffe (zum Beispiel "Scheidungsanwalt München") bieten schon weniger Konkurrenzdruck - aber auch weniger Traffic. Vergessen Sie auch nicht, dass Google für Suchbegriffe mit besonders wenig Traffic erst gar keine Anzeigen schaltet - nicht einmal dann, wenn Sie der einzige Werber sind.

Wählen Sie Ihre Keywords mit Bedacht
Vergrößern Wählen Sie Ihre Keywords mit Bedacht

Wenn Sie Probleme bei den Keywords haben, ist Googles Keyword-Tool eine große Hilfe. Hier geben Sie Ihre gewünschten Keywords ein und Google sucht für Sie Alternativen, über die Sie vielleicht noch gar nicht nachgedacht haben. Zudem errechnet Google für diese Alternativen, wie viel Traffic sie ungefähr erzeugen und wie groß die Werbekonkurrenz ist. Eine maximale Anzahl an Keywords gibt es nicht. Die Menge überschaubar zu halten ist aber trotzdem clever.

Sobald Ihre Anzeige geschrieben ist und die Keywords ausgewählt wurden, werden Sie erneut gebeten, ein Gebot für diese Werbe-Gruppe abzugeben. Bleiben Sie hier am besten bei dem gleichen Betrag, den Sie für die Kampagne eingegeben haben. Speichern Sie dann die neue Werbe-Gruppe und Sie sind bereit für den nächsten Schritt.

Überwachen Sie die Leistung

Sobald Ihre Anzeige fertig ist und läuft, können Sie deren Leistung überwachen. Auf der AdWords-Homepage finden Sie dazu einen übersichtlichen Graphen, sowie zusätzliche Tabellen, die Ihnen zeigen, wie gut sich die unterschiedlichen Kategorien von Keywords machen.

Webmaster-Tools: So analysieren Sie den Traffic auf Ihrer Webseite

Um noch tiefer in die Materie einzusteigen, wählen Sie auf der AdWords-Homepage Ihre Kampagne und eine Werbe-Gruppe aus. Hier dürften Sie aber recht schnell von den Ergebnissen enttäuscht sein. AdWords hat sich mittlerweile zu einer hochkompetitiven Werbelandschaft entwickelt und die Preise für manche Keywords sind massiv in die Höhe geschossen. Auf dieser Seite finden Sie eine Spalte mit der Überschrift "Status". Keywords mit dem Vermerk "geeignet" laufen gut. Keywords mit dem Vermerk "Unter dem Gebot für die erste Seite" nicht. Für diese Werbeanzeigen bieten Sie entweder nicht genügend Geld, oder der " Qualitätsfaktor " ist zu niedrig.

Mit dem Qualitätsfaktor will Google Spam aussortieren
Vergrößern Mit dem Qualitätsfaktor will Google Spam aussortieren

Der Qualitätsfaktor ist ein kompliziertes Thema, die Quintessenz des Ganzen ist aber, dass Google Ihre Anzeige mit den von Ihnen angegebenen Such-Keywords und der Webseite vergleicht, zu der die Anzeige führt und davon ausgehend Rückschlüsse über die Qualität zieht. Im Wesentlichen also ein System, das Spam reduzieren soll. Je mehr Keywords, Anzeigentext und Webseite übereinstimmen, desto höher ist der Qualitätsfaktor. Seien Sie aber nicht gleich niedergeschlagen, wenn Ihnen der Faktor niedrig erscheint. Einen Qualitätsfaktor höher als 6/10 erreicht so gut wie keine Anzeige.

Kümmern Sie sich um die Feinheiten

Sobald Sie einmal mit AdWords anfangen, wird Ihnen die Arbeit niemals ausgehen. Eine Anzeige, die in der letzten Woche viele Klicks beschert hat, kann schon in dieser Woche nahezu inaktiv bleiben. Entweder, weil Google deren Qualität zu niedrig einstuft, oder weil die Konkurrenzanzeige nun mehr für ihre Gebote zahlt. Überwachen Sie Ihre Anzeigen daher regelmäßig um herauszufinden, was gut läuft und was nicht. Bieten Sie mehr, wenn Sie müssen. Ziehen Sie schwache Anzeigen aus dem Verkehr, wenn es nötig ist. Und verändern Sie Ihre Anzeigen immer wieder um zu sehen, ob ein anderer Text andere Klickzahlen bringt.

Über den "Werbechancen"-Reiter auf der AdWords-Startseite können Sie sich zusätzliche Ideen einholen, wie sich Ihr Account optimieren lässt. Schauen Sie auch regelmäßig in Ihr E-Mail-Postfach: Google sendet Ihnen immer wieder Nachrichten, wenn es glaubt, dass Sie bei AdWords eher schlecht wegkommen.

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