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Wer schaut, zahlt

Den Vertrieb von "The Quantum Project" wird Sightsound übernehmen. Über die Website der Internet-Firma aus Pennsylvania kann man gegen Gebühr bereits seit 1995 digitalisierte Musik, seit letztem Frühjahr auch Filme auf die heimische Harddisk laden. Als Pay-per-View-Angebote stehen beispielsweise der mystische Schwarzweiß-Thriller "Pi" oder Ed Woods kultiges B-Movie "Plan 9 From Outer Space" für 2,95 Dollar zum Download bereit.

Generell richten sich die Preise nach der Nutzungsdauer des gewünschten Films. Die Videos werden kodiert übertragen und können somit nur in dem Zeitraum angeschaut werden, für den im Voraus per Kreditkarte bezahlt wurde.

Der Filmvertrieb übers Netz steckt technisch noch in den Kinderschuhen. Das Herunterladen eines üblichen Videos würde Tage dauern - je nach Länge des Streifens und technischer Ausstattung des PC. Auch die Bildqualität ist keineswegs mit TV oder Kino zu vergleichen. Daher dominieren derzeit noch Minifilme - in der Regel für den Real- oder Windows-Media-Player - und Flash-Animationen das Geschehen.

Ein Massenpublikum kann damit noch nicht gewonnen werden. Web-Movie-Pionier AtomFilms , seit einem knappen Jahr auf Sendung, registriert rund eine Million monatliche Besucher. Bei Indie-Filmanbieter Ifilm.net loggen sich im Schnitt 5.000 Besucher pro elektronischem Filmangebot ein.

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